(de) Libertäre Kommunist*innen Osnabrück LIKOS: Ein paar mehr Radwege reichen nicht!,Beitragsautor

a-infos-de at ainfos.ca a-infos-de at ainfos.ca
Do Sep 2 07:34:07 CEST 2021


Am Donnerstag den 26.08. haben sich verschiedene Akteure der Osnabrücker 
Klimabewegung zusammengefunden, um den Auftritt Robert Habeck kritisch zu 
begleiten. ---- Es geht uns als Zusammenschluss um zwei Dinge: ---- 1. Vielen 
Aktivist*innen der Klimabewegung sind die Grünen nicht mehr als Partei der 
Bundesregierung bekannt. Der Großteil ist schlicht zu jung um die Rot-Grüne 
Bundesregierung 1998-2005 miterlebt zu haben. Vielen ist nur vage bekannt, dass 
die Grünen an dem sozialen Kahlschlag, der Agenda 2010 bzw. Hartz IV, dem ersten 
Krieg unter deutscher Beteiligung seit 1945 und der Verlängerung der Nutzung von 
Atomenergie beteiligt waren. Eben all diese Verheerungen sind heute fast normal. 
Wir wollen das ins Bewusstsein rufen, denn daraus lassen sich Rückschlüsse 
ziehen, dass von einer Bundesregierung unter Grüner Beteiligung nicht viel zu 
erwarten ist.

Markus Löwekamp (Libertäre Kommunist*innen Osnabrück): "Schließlich sind die 
Grünen 1998 auch nicht mit einem Programm angetreten, was versprochen hat, den 
Sozialstaat zu zerschmettern, Hartz 4 war aber das Ergebnis"

2. Die Klimabewegung kann nicht allein auf Parlamente setzen. Es ist Bewegungen 
wie Fridays for Future zu verdanken, dass die Klimakrise immer wieder Thema ist. 
Was dabei manchmal vergessen wird: Es braucht einen Systemwandel, um das 1,5 
Grad-Ziel zu erreichen, damit ökonomische Interessen eben nicht länger über 
Mensch und Umwelt gestellt werden. Der Wachstumszwang des Kapitalismus zerstört 
unsere ökologische Lebensgrundlage.
Für uns als Klimaaktivist*innen bedeutet das, dass sich von Seiten der Grünen, 
wenn überhaupt nur etwas bewegt, wenn wir auf der Straße Druck aufbauen. Alle 
vier Jahre zur Wahlurne zu gehen, reicht nicht aus, um den Klimawandel zu stoppen.

"Wir müssen als Klimabewegung weiter Druck auf die Politik ausüben und mehr 
werden. Damit das gelingt müssen wir vor allem verhindern, dass Klimaschutz und 
soziale Gerechtigkeit gegeneinander ausgespielt werden. Die Unternehmen sollen 
für Maßnahmen gegen den Klimawandel zur Kasse gebeten werden, nicht die Menschen 
auf deren Rücken der Reichtum dieser Gesellschaft ohnehin schon geschaffen wird" 
so Josephine Dai (Fridays for future Osnabrück).

Fridays for Future Osnabrück
No Lager Osnabrück
Libertäre Kommunist*innen Osnabrück

https://likos.noblogs.org/2021/08/27/ein-paar-mehr-radwege-reichen-nicht/


Mehr Informationen über die Mailingliste A-infos-de