(de) Anarchistische Gruppe Nürnberg: Ob Nürnberg, bundesweit oder international - United against repression! Freiheit für Jan!

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Mi Sep 1 07:33:56 CEST 2021


Der jüngste Jamnitzer-Prozess gegen unsere beiden Genossen ist nun abgeschlossen. 
Während einer der Angeklagten im Berufungsprozess Anfang Februar eine Geldstrafe 
und 10 Monate Knaststrafe auf 3 Jahre Bewährung bekommen hat, wurde vom anderen 
Angeklagten in Revision gegangen. Die Revision wurde nun vom Oberlandesgericht 
München abgelehnt, somit wird eine Haftstrafe von einem Jahr und zwei Monaten 
rechtskräftig. ---- Zur Erinnerung: Der Jamnitzer Platz in Nürnberg ist ein Ort, 
wo sich die Widersprüche und Konflikte besonders stark zeigen, die der 
Gentrifizierungsprozess im Viertel mit sich bringt. Kontrollen und Schikanen 
durch die Polizei stehen dort auf der Tagesordnung. Zum Prozess kam es, nachdem 
sich nach einer weiteren Polizeimaßnahme spontan eine Menschenmenge solidarisiert 
hatte und sich die Cops daraufhin zurückziehen musste.
Einem der Angeklagten wurde Rädelsführerschaft, dem Anderen Widerstand gegen 
Vollstreckungsbeamte und Beleidigung vorgeworfen. Seitens Staatsanwaltschaft, 
Staatsschutz und Polizei wurde der Prozess höchst politisch geführt. Ein klarer 
Verurteilungswille wurde mitunter dadurch deutlich, dass einer der Angeklagten an 
besagtem Abend nicht mal vor Ort war. Dafür gab es einen glaubwürdigen Zeugen, 
doch dies hielt die Justiz nicht davon ab, ein hartes Urteil zu sprechen. Zwei 
Schuldige mussten her, an denen ein Exempel statuiert werden konnte.
Dieser Fall steht exemplarisch für eine Entwicklung, die sich weltweit 
abzeichnet: Linke Aktivist*innen werden kriminalisiert und müssen mit Repression 
rechnen, allein weil sie die bestehenden Verhältnisse ankreiden und sich für eine 
befreite Gesellschaft einsetzen. Dabei kommen teils absurde Mittel und immer 
repressivere Methoden zum Einsatz. Lina in Leipzig wird im Heli abgeholt, 1. 
Mai-Demos auf der ganzen Welt werden brutal aufgelöst, in Kolumbien wird auf 
Demonstrierende geschossen. Der Staat scheut keine Mittel, die bestehende Ordnung 
aufrecht- und linke und emanzipatorische Proteste kleinzuhalten.
Unsere Antwort auf diese besorgniserregenden Entwicklungen war, ist und bleibt 
unsere uneingeschränkte Solidarität mit allen Kämpfen und Kämpfenden gegen die 
rassistische und sexistische Klassengesellschaft. Nur mit vereinten Kräften 
können wir diesen überwinden und gemeinsam werden wir unsere Wut auf die Straße 
tragen. Denn wir lassen uns nicht einschüchtern und stehen weiterhin solidarisch 
füreinander ein - jetzt erstrecht!
Kommt mit uns zusammen auf die Straße - gegen jede Form von Herrschaft und 
Unterdrückung und für eine Welt, in der wir alle gewaltfrei leben können!
Feuer und Flamme dem Knastsystem!
Weg mit Staat und Polizei!
Freiheit für Jan und alle Anderen!

https://aufdersuche.blackblogs.org/2021/08/26/ob-nuernberg-bundesweit-oder-international-united-against-repression-freiheit-fuer-jan/


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