(de) Allgemeines Syndikat Koblenz: Jahresrückblick 2020

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Sa Jan 9 11:56:50 CET 2021


Wir haben kürzlich auf Social Media und fau.org den Jahresrückblick des 
Allgemeinen Syndikat Koblenz veröffentlicht. Um uns nicht zu wiederholen hier nur 
der Link zum Artikel auf fau.org. Viel Spaß beim Lesen: ---- 
https://www.fau.org/artikel/fauko2020 ---- 2020 ---- ...war auch für uns nicht 
leicht. Dennoch haben wir viel gelernt und viel erreicht. Die FAU Koblenz blickt 
zurück auf das vergangene Jahr. ---- In diesem Jahr haben wir unseren ersten 
Arbeitskampf abgeschlossen - Einem Genossen, der im Gastrobereich arbeitete, 
wurde Lohn sowie sein Werkzeug vorenthalten. Der Chef hat ganz schön dumm 
geschaut, als wir plötzlich bei ihm im Büro standen. ---- Eine Einigung wurde 
dann erzielt, auch wenn es sich etwas gezogen hat, bis alles geklärt war. Heute 
wissen wir, wir hätten noch mehr rausholen können, trotzdem war das ein schöner 
Erfolg. Mehr dazu: 
https://koblenz.fau.org/2019/12/14/lohneintreibung-in-koblenzer-gastronomie/

Wir haben außerdem eine tolle Broschüre zum Thema "Gegenseitige Hilfe" verfasst 
und gedruckt. In digitaler Form kann man sie hier lesen: 
https://koblenz.fau.org/2020/03/01/gegenseitige-hilfe/

Gegenseitige Hilfe haben wir auch selbst praktiziert - es wurden u. a. Laptops 
repariert und verschenkt, Renovierungsarbeiten erledigt, Fahrräder repariert, 
Reifen gewechselt, bei Umzügen geholfen und viel mehr!

Wir waren natürlich auch demonstrieren - etwa am Frauenkampftag (8. März).

Der erste Mai als Kampftag der Arbeiterklasse ist für uns ein wichtiges Datum! Da 
wir wegen der Pandemie nicht auf die Straßen gehen konnten, haben wir mit den 
Genoss:innen aus Siegen eine virtuelle Demo gemacht. Hier gibts mehr dazu: 
https://koblenz.fau.org/2020/05/01/asy-koblenz-am-1-mai-2020/

Wir haben hierbei auch an die Geschichte dieses Tages erinnert: An den Kampf um 
den 8-Stunden-Tag und die Anarchisten, die damals ihr Leben dafür geben mussten.

Wir haben dieses Jahr diverse Spendenkampagnen unterstützt, etwa zugunsten der 
Streikkasse der CNT Valencia oder des No Border Kitchens auf Lesvos. Andere Linke 
Gruppen profitierten hierbei von unserer Infrastruktur.

Wir haben auch selbst Geld gesammelt - die Proteste, die durch den Mord an George 
Floyd ausgelöst wurden, haben uns beeindruckt. In diesem Zusammenhang haben wir 
beschlossen, die Gefangengenwerkschaft Oakland Abolition & Solidarity zu 
unterstützen.

Damit wollten wir antirassistische Organisationen vor Ort unterstützen und 
zugleich darauf aufmerksam machen, dass die Polizei und der Knast Teil desselben 
rassistischen Systems sind. Hier könnt ihr den Aufruf nachlesen: 
koblenz.fau.org/blm-soli/

Unsere Genoss:innen aus Siegen, die formal zur FAU Koblenz gehören, haben sich 
ebenfalls gegen Rassismus engagiert, im konkreten Fall gegen ein Ladenlokal der 
Nazipartei III. Weg in ihrer Stadt.

Hier auf Twitter hatten wir ein bisschen Spaß mit dem Monumentefetisch der 
spießigen Preußenstadt Koblenz:

Der Anarchosyndikalismus ist auch eine revolutionäre Kulturbewegung. Doch wie 
können wir die herrschenden Klassen auch kulturell enteignen? In einer 
symbolischen Sprengung der "Germania" bei Rüdesheim haben wir eine Antwort darauf 
gesucht.

Wir haben dieses reaktionäre Monument hierbei umgewidmet und zu einem Denkmal 
unserer eigenen Geschichte als Anarchist:innen gemacht. Mehr dazu und was das 
Denkmal mit Anarchismus zu tun hat kann man hier nachlesen: 
https://koblenz.fau.org/2020/07/20/ausflug-am-12-07-2020-zum-niederwalddenkmal/

Wir waren dieses Jahr besonders viel wandern, was eine schöne Gelegenheit war, 
Genoss:innen aus anderen Regionen wie dem Siegerland oder dem Saarland 
kennenzulernen. Eine emanzipatorische Freizeitkultur ist für uns ein politisches 
Programm.

Wir haben uns selbstverständlich auch fortgebildet, etwa zu Themen wie 
Organizing, Arbeitsrecht, Datenschutz...

Und es zählen für uns auch die kleinen Dinge: Die entspannten Treffen im Freien, 
etwa auf den Rheinwiesen und als dies nicht mehr ging die virtuellen Spieleabende 
im Voicechat.

Eine weiteres Highlight war, als und Freund:innen und Mitglieder der FAU Koblenz 
in einer Soli-Tattoo-Aktion Geld für politische Gefangene bzw. das @abc_dresden 
gesammelt haben! Hier einige der Resultate:

Zu unserem emanzipatorischen Freizeitprogramm gehörte unser Wanderseminar zur 
Geschichte von Anarchismus und Syndikalismus in Deutschland - die Veranstaltung 
wurde gut sehr besucht, weitere Wanderseminare sind in Planung.

Hier findet ihr eine kleine Zusammenfassung zum Wanderseminar: 
https://koblenz.fau.org/2020/10/04/anarchismus-und-syndikalismus-in-der-gewerkschaftsbewegung-deutschlands/

Eine weitere Kampagne, die wir gemeinsam mit der @FAUBonn auf social-media 
unterstützt haben, ist die internationale Kampagne zur Wiedereinstellung des 
Gewerkschafters Richie Venton.

Weil er in der Pandemie Schutzmaßnahmen eingefordert hat, wurde er von IKEA 
gekündigt. Nach massivem Protest, musste die Kündigung schließlich zurück 
genommen werden!

Wir haben für social media Bilder mit IKEA-Möbeln gemacht, die über Richies 
Kündigung traurig waren;) Auf der Seite findet ihr noch mehr: 
https://koblenz.fau.org/2020/11/18/reinstate-richie-venton

International haben uns außerdem an der Kampagne gegen #DragonSweater beteiligt 
und von Union-Busting betroffene Textilarbeiter:Innen in Bangladesch unterstützt 
- finanziell und mit Flugblattaktionen.

Das neue Jahr hat gerade erst begonnen, aber es steht schon viel an - aktuell 
beraten wir uns mit Mitgliedern der FAU Bonn, um einen Kollektivbetrieb zu 
unterstützen und organisieren Hilfe für einen Genossen, der, weil er sich 
antifaschistisch geäußert hat, von Repression betroffen ist.

https://www.fau.org/artikel/fauko2020


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