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Sa Okt 31 09:19:43 CET 2020


Ein Angriff gegen Eine, ist ein Angriff gegen Alle ---- In ArbeiterInnenkämpfe Ö, Arbeitslosigkeit, Gesundheit und Soziales, Solidarity on 
Oktober 28, 2020 at 4:16 pm ---- Bericht zur Kundgebung vor der Rot Kreuz Wien-Zentrale am 28.10.2020 ---- Hoch motiviert und pünktlich um 
halb acht in der Früh sind wir vor der Zentrale des Roten Kreuz' Wien gestanden - die KollegInnen, die das Rote Kreuz nicht wieder 
einstellt, und ihre zahlreichen UnterstützerInnen, viele von ihnen auch aus dem Sozialbereich - insgesamt um die 70 Leute. Organisiert wurde 
diese Kundgebung von der Initiative Sommerpaket, dem WAS, mit aufgerufen hat Sozial aber nicht blöd, drangehängt hat sich dann gestern noch 
der Gewerkschaftliche Linksblock.
Mit Transparenten, Flugblättern und Fahnen haben wir gegen das Wiedereinstellungsverbot des Roten Kreuz', von dem KollegInnen des 
Winterpakets betroffen sind, protestiert. Denn offenbar ist der Einsatz für bessere Bedingungen für die KlientInnen und für bessere 
Arbeitsbedingungen, nicht gern gesehen beim Roten Kreuz. Denn das vereint die KollegInnen, die für das Winterpaket in der Wiener 
Obdachlosenhilfe nicht wieder eingestellt wurden.

Recht bald ist dann auch schon eine das Gespräch suchende dreiköpfige freundlich lächelnde Delegation von Rot Kreuz-Wichtigmenschen 
aufgetaucht. Sichtlich beeindruckt von dieser Reaktion auf die miesen Vorgänge bei ihnen. "Guten Morgen, ich bin der Geschäftsführer. Mit 
wem können wir sprechen?". Keine Antwort aus der Menge. Nicht besonders viel Interesse bei den Protestierenden. Im Schlepptau hat er den 
Pressesprecher des Roten Kreuz' sowie die Stellvertreterin vom Pressesprecher. Die KollegInnen der Initiative Sommerpaket haben ihnen 
gesagt, daß sie nicht mit dem Geschäftsführer sprechen, sondern erst einmal in Ruhe die Kundgebung machen werden. Die Wichtigmenschen sind 
also wieder von dannen gezogen. Nach der Kundgebung haben sie der Pressesprecherin gesagt, daß sie ein Erklärung erwarten, was es mit dem 
Wiedereinstellungsverbot auf sich hat.

Mit Redebeiträgen wurden die KundgebungsteilnehmerInnen, die KollegInnen in der Zentrale und die PassantInnen über die Machenschaften des 
Roten Kreuz sowie über Selbstorganisierungen gegen diese allgegenwärtigen Strukturen im Sozialbereich informiert. Unser Redebeitrag war von 
einem Genossen, der ebenfalls im Obdachlosenbereich tätig ist und die Wichtigkeit gewerkschaftlicher Selbstorganisierung im Sozialbereich 
hervorgehoben hat.

Mit Kreide haben wir den Chefitäten Nachrichten der Entrüstung am Gehweg hinterlassen. Das unverzügliche Entfernenlassen dieser am Ende der 
Kundgebung war dann doch eine recht klare Antwort des Roten Kreuz an uns; nämlich daß ihnen dieses Öffentlichmachen und die Kritik 
unangenehm sind. Es liegt nun also an den Rot Kreuz-ChefInnen, sich eine Lösung zu überlegen, damit unsere Protest-Aktionen beendet werden 
können.

Die Arbeitsbedingungen im Sozialbereich sind prekär, darin waren sich alle GenossInnen auf der Kundgebung einig. Und auch darin, daß wir uns 
dagegen nur gemeinsam wehren können!

Veröffentlicht am 28.10.2020 auf dem WAS-Blog. Kopieren mit Quellenverweis möglich.

Mehr zum Thema:

Aufruf zur Kundgebung am 28.10.2020: Nicht mit uns! Kundgebung gegen das "Anstellungsverbot" vom Roten Kreuz!

Aufruf zur Kundgebung am 15.06.2020: MEHR ALS NUR EINEN APPLAUS WERT...!

https://wiensyndikat.wordpress.com/2020/10/28/ein-angriff-gegen-eine-ist-ein-angriff-gegen-alle/


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