(de) Die Plattform - Anarchakommunistische Organisation: Zapatistas gehen auf Welttournee, Rebellen aus Chiapas wollen Virus des Widerstands gegen Kapitalismus, Patriarchat und Rassismus verbreiten Von Luz Kerkeling
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Fr Okt 16 16:19:45 CEST 2020
Die Welt im Visier: EZLN-Mitglieder bei der Gemeinschaftsarbeit ---- Foto: imago/zuma Press/Luis Cortes ---- Im April 2021 will die
Zapatistische Befreiungsarmee (EZLN) eine Delegation aus Mexiko in die ganze Welt schicken. Diese wird hauptsächlich aus Frauen»und anderen
Geschlechtern«bestehen, wie die Zapatistas schreiben. Die Kämpfe von Frauen haben schon seit Jahren eine große Bedeutung in Mexiko, es gibt
viele Morde und Menschenrechtsverletzungen gegen Frauen - aber auch viel selbst organisierten Widerstand dagegen. Bei einem von
Zapatistinnen organisierten Treffen in dem von ihnen kontrollierten Territorium kamen 2018 über 5000 Teilnehmerinnen zusammen.
Es ist das erste Mal seit ihrem Aufstand, dass eine größere Delegation der EZLN andere Länder der Welt bereist. Am 1. Januar 1994 hatte sie
sich aus Anlass des an diesem Tag in Kraft getretenen nordamerikanischen Freihandelsabkommens Nafta im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas
gegen Ausbeutung und Unterdrückung erhoben. Zuvor mussten viele Menschen unter sklavereiähnlichen Bedingungen leben. Etwa 15 000 Menschen
starben jährlich in dem Bundesstaat, der etwas größer als Bayern ist, an heilbaren Krankheiten, weil die große Mehrheit der Bevölkerung von
den lokalen Eliten und der mexikanischen Regierung ignoriert wurde. Vor allem indigene Menschen litten unter den Verwerfungen der
politisch-ökonomischen Eliten.
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