(de) asn koeln: Klimastreik: Weltweiter Aktionstag 25.09.

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Fr Okt 2 07:03:41 CEST 2020


Arbeitskämpfe, ASN Köln, Bildung+Kultur, Internationales, Soziale Kämpfe, UmweltschutzBeitrags-Navigation -- Vorheriger ---- Da das 
zunehmende Klimachaos für Mensch und Natur auf der ganzen Welt immer dramatischere Auswirkungen hat, wurde von Fridays For Future heute ein 
weiterer globaler Aktionstag organisiert: Schüler*innen haben erneut den Unterricht bestreikt, Studierende boykottierten die Hochschulen und 
Arbeitende ließen ihre Tätigkeiten ruhen, um gemeinsam gegen die Zerstörung der Biosphäre zu protestieren. ---- Weltweit wurde in rund 2.500 
Städten zu Demonstrationen und Kundgebungen aufgerufen, um unter dem Motto "Kein Grad mehr!" für einen Stopp der menschengemachten 
Erderwärmung zu kämpfen. In Köln versammelten sich etwa 10.000 Leute zu einem Protestzug, der vom Rudolfplatz durch die nördliche Innenstadt 
zurück zum Hohenzollernring führte. Neben einigen Klimaschutz-Initiativen und einzelnen NGOs waren vor allem viele selbstorganisierte 
Kleingruppen unterwegs, um die Bewegung für Klimagerechtigkeit wieder auf der Straße zu versammeln - wegen der anhaltenden Corona-Pandemie 
mit speziellem Hygienekonzept.

Zwar gab es mehrere Gruppen, die sich ausdrücklich als Teil des Widerstands gegen kapitalistische Ausbeutung verstehen, jedoch freuen sich 
auch einige Leute dieser breiten Bewegung über die Unterstützung von politischen Autoritäten oder fordern sogar eine staatliche 
Wirtschaftsförderung durch den "Green Deal". Jedoch würde vor allem eine Ausweitung der Klimakämpfe hin zu einer ökonomischen 
Massenstreikbewegung die Forderung nach einer solidarischen Überwindung der zerstörerischen Marktwirtschaft voranbringen.

Erste Ansätze dazu sind die von FFF Köln geknüpften Kontakte zu Arbeitskämpfen im Öffentlichen Nahverkehr, wo nächste Woche erneut 
Warnstreiks der zentralistischen Dienstleistungsgewerkschaft geplant sind. Ein anderes Beispiel sind die massenhaften Besetzungen und 
Blockaden der Initiative Ende Gelände, die dieses Wochenende mit direkten Aktionen die Infrastruktur der fossilen Industrie im Rheinischen 
Braunkohlerevier stören will.

Denn nur durch eine grundlegende Veränderung der Wirtschaftsweise kann eine weltweite Klimagerechtigkeit realisiert werden, damit nicht 
länger die ärmsten Regionen der Welt die Kosten der naturvernichtenden Produktionsverhältnisse in den reichen Metropolen ausbaden müssen. 
Denn während in Europa die heißen Dürreperioden zunehmen, steigt z.B. in Bangladesch der Meeresspiegel  an und treibt Millionen Menschen 
weiter in elende Wohn- und Arbeitsverhältnisse.

Anarcho-Syndikalistisches Netzwerk - ASN Köln

https://asnkoeln.wordpress.com/2020/09/25/klimastreik-weltweiter-aktionstag-25-09/


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