(de) fau.org: Internationaler Aktionstag am "Black Friday" -- Solidarisch mit den ehemaligen Textilarbeiter*innen von Dragon Sweater und gegen den Konsumwahn!

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Mo Nov 30 08:53:24 CET 2020


Dieser Aufruf wurde von der FAU und IWW in Hamburg, in Progress Braunschweig 
sowie der Arbeitsgruppe Asien der Internationalen Konföderation der 
Arbeiter*innen (IKA) initiiert. Er ist auch auf Englisch hier zu finden. ---- Am 
27.11.2020 ist der sogenannte Black Friday. Massen strömen in Geschäfte, um sich 
u.a. mit neuen Klamotten einzudecken. Auch mit Klamotten, die aus der Fabrik von 
Dragon Sweater in Dhaka (Bangladesch) stammen. ---- Bereits im März haben 
Textilarbeiter*innen von Imperial Sweater und Dragon Sweater, von einem Tag auf 
den nächsten ihre Jobs verloren. Aber damit nicht genug, eine Abfindung die ihnen 
gesetzlich zusteht haben sie nie bekommen. Auch zahlreiche Überstunden aus der 
Zeit davor bleiben bis heute unbezahlt.

Seit Monaten gehen die Betroffenen regelmäßig auf die Straße, um für ihre Rechte 
zu kämpfen. Eine Vereinbarung, die der Fabrikbesitzer mit den Arbeiter*innen im 
Oktober abgeschlossen hat, wurde gebrochen und am Ende zahlte der Besitzer keinen 
Cent.

Die beiden Fabriken der Dragon Group haben unter anderem Walmart, Lidl und 
NewYorker beliefert. Trotz weltweiter Proteste haben die Unternehmen keine 
Verantwortung übernommen. Wir fordern, dass sie öffentlich ankündigen, keine 
Aufträge mehr an die Dragon Group zu vergeben, solange diese die Arbeiter*innen 
nicht ausbezahlt hat. Trotz zahlreicher Nachfragen der FAU, IWW oder IKA und 
Anfragen der Presse hat es kein solches Statement von NewYorker gegeben.

Deshalb: Lasst uns den "Black Friday" nutzen, um den Konsumwahn zu stören und den 
Kampf der Textilarbeiter*innen weiter zu unterstützen. Mit dezentralen Aktionen 
fordern wir einmal mehr, ein solches Vorgehen von Textilfabriken zu verurteilen 
und als Marke entsprechende Konsequenzen zu ziehen nicht nur in Bezug auf die 
Dragon Group. Denn nicht nur dort haben tausende Arbeiter*innen plötzlich ihre 
Arbeit verloren auch in Sri Lanka, Myanmar, Indien und Kambodscha steht Union 
Busting auf der Tagesordnung. Um die jeweiligen Arbeitskämpfe vor Ort zu 
unterstützen, müssen wir sowohl als Konsument*innen als auch als 
Arbeitnehmer*innen solidarisch sein und zeigen, dass wir Ausbeutung weder im 
Einzelhandel noch in der Produktion akzeptieren.

Also, tut euch vor Ort zusammen (fragt die lokale FAU, ob sie bereits etwas 
plant) und stellt eine Aktion vor der nächsten New Yorker, Lidl oder Walmart 
Filiale für den 27. November 2020 auf die Beine!

PS: Wir möchten an dieser Stelle noch auf unsere Spendenkampagne hinweisen, mit 
welcher die Textilarbeiter*innen vor Ort ganz praktisch unterstützt werden!

https://www.fau.org/artikel/internationaler-aktionstag-am-black-friday


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