(de) berlin.fau: Solidarität mit unseren Kolleg*innen bei Uber und Lyft! Nein zu Prop22!

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Do Nov 5 07:50:37 CET 2020


Am 3.November wird in den USA nicht nur über die Präsidentschaft abgestimmt: Zeitgleich soll auch über die Gesetzeserweiterung "Proposal 22" 
entschieden werden. Sie könnte einen herben Rückschritt für die Rechte von Plattformarbeiter*innen bedeuten. ---- Es gibt Grund zur Freude: 
Ein Berufungsgericht in Kalifornien - der Geburtsstätte der Plattformarbeit - hat vergangene Woche entschieden, dass Uber Fahrer* innen als 
Angestellte und nicht - wie bisher - als (Schein-) selbstständige Unternehmer* innen anzusehen sind. ---- Statt prekärer Subunternehmer* 
innentätigkeit gibt es für unsere Kolleg* innen bald Mindestlohn, bezahlte Urlaubs- und Krankheitstage sowie Aussicht auf eine 
Krankenversicherung. Als Betriebsgruppe der Lieferando-Rider in der FAU Berlin begrüßen wir diesen Erfolg! Die Verhandlung der 
arbeitstechnischen Eckdaten in der Gig-Economy ist beinahe so jung wie das Modell selbst - jede Entwicklung zugunsten der Arbeiter* innen 
ist daher besonders wichtig - und hoffentlich wegweisend.

Für andere gibt es Grund zur Empörung: Nach dem Urteil drohten die Unternehmensführungen von Uber und Lyft prompt mit der Einstellung ihrer 
Dienste oder immensen Preissprüngen. Dann griffen sie jedoch lieber die Rechtsprechung direkt an: Hierzu wurde die Gesetzeserweiterung 
"Proposal 22" (kurz Prop22) auf den Weg gebracht. "Prop22" würde die Arbeiter* innen in der Gig-Economy auch zukünftig an ihre Rolle als 
(Schein-) Selbsständige binden. Es ist die nächste Runde im Tauziehen um das Verhältnis von Bindung, Rechte und Pflichten - vor allem der 
Arbeitgeber*innen.

Über Prop22 wird am 3.November - zeitgleich zur Präsidentschaftswahrl - per Stimmzettel von der Bevölkerung entschieden. Egal wie das 
Ergebnis aussehen wird - wir werden weiterhin solidarisch mit unseren Kolleg*innen kämpfen!

https://berlin.fau.org/news/solidaritaet-mit-unseren-kolleg-innen-bei-uber-und-lyft-nein-zu-prop22


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