(de) Wiener Arbeiterinnen-Syndikat: Wer soll für die Krise zahlen? ?Frauen, wehren wir uns und kämpfen!?? am Podiumsdiskussion für Frauen am 26. Juni/ 19 Uhr/ FZ-Bar

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Do Jun 25 08:12:55 CEST 2020


Nach dem erfolgreichen und gut besuchten feministischen Lohnraub-Aktionstag am 12.6. in Meidling möchten wir - als Teil des 
Frauenkampfbündnisses - alle Frauen nun auf diese Folgeveranstaltung aufmerksam machen und freuen uns auf Euer Kommen! ---- Als 
Frauen-Kampfbündnis laden wir zur Podiumsdiskussion "Wer soll für die Krise zahlen". Frauen aus unterschiedlichen Bereichen werden die 
Folgen der Krise darlegen und wir wollen gemeinsam diskutieren und Wege aufzeigen, wie wir uns dagegen wehren und kämpfen können. ---- Für 
kostenlose undflächendeckende Kinderbetreuungsmöglichkeiten zur Arbeitszeit! ---- Für eine Unterhaltssicherung für jedes Kind! ---- Anhebung 
des Arbeitslosengeldes auf 80%! Verlängerung ?des Kündigungsschutzes bei Kurzarbeit auf 3 Monate! ---- Für die 35-Stunden-Woche bei vollem 
Lohn- und Personalausgleich! ---- Gewalt gegen Frauen ist nicht privat, ?sondern ein Angriff gegen uns alle!
Stärkt die Solidarität, wehren wir uns und kämpfen wir ?gegen Kapital und Patriarchat!
Während zu Beginn der "Corona-Krise" noch von der Regierung verkündet wurde "Niemand wird zurückgelassen - koste es was es wolle", zeigt 
sich nun, dass das nichts weiter als eine dreiste Lüge war. Über 200.000 haben in dieser Zeit ihren Job verloren, über 1 Million wurden zur 
Kurzarbeit gezwungen. Die Frauen, die zu Beginn der Maßnahmen noch als "Heldinnen" bezeichnet wurden, bekommen als "Dank" auch noch 
weiterhin die Lasten der Krise beinhart zu spüren: Weitere Arbeitszeitflexibilisierung, Abwälzung der Kinderbetreuung und des Lernens für 
die Schule auf die Schultern der Familien. Während viele Frauen schon vor den Corona-Maßnahmen an den Rand des Existenzminimus gedrängt 
wurden, haben gerade die Alleinerzieherinnen, Erwerbslosen oder Mindestsicherungsbezieherinnen nicht einmal einen Anspruch auf die 
"Hilfs"pakete der Regierung. Und dass, obwohl diese aus Steuergeldern finanziert werden! Auch Gewalt gegen Frauen steigt immer mehr an, doch 
das scheint derzeit oft nicht einmal der Rede wert zu sein. Es liegt offen auf der Hand, die "Corona-Krise" dient nun als Vorwand für jede 
Verschlechterung, für weitere Angriffe auf Arbeitsrechte, für Einsparungen, Sozialabbau und Überwachung.

Schon jetzt wird über neue Steuern für die Massen diskutiert, im Gesundheitswesen soll noch weiter gespart werden. Über notwendige 
Verbesserungen wie höhere Löhne, kostenlose Kinderbetreuung oder eine Reduzierung der Arbeitszeit wird hingegen weiterhin geschwiegen oder 
sie werden offen abgelehnt. In Wahrheit zeigt die "Corona-Krise" in aller Deutlichkeit das vollkommene Versagen des kapitalistischen 
Systems. Offen wurde, dass Korruption und Panik-Mache eine normale Methode der "Politik" ist, ebenfalls zeigte sich wie sehr das Patriarchat 
ein fester Bestandteil der kapitalistischen "Ordnung" ist. Es muss uns vollkommen klar sein, dass die harten Folgen der Krise erst kommen 
werden und die Lage noch viel schlimmer wird, wenn wir uns nicht wehren und für unsere wichtigen Anliegen kämpfen!

Frauenkampfbündnis

FZ - FrauenLesbenMädchenZentrum
Währingerstr. 59/ Stiege 6
Eingang Prechtlg. (Türglocke)
1090 Wien

Flugblatt als PDF-Datei mit Anfahrtskarte

Artikel veröffentlicht am 22.06.2020 auf dem WAS-Blog. Kopieren mit Quellenverweis möglich.

https://wiensyndikat.wordpress.com/2020/06/22/wer-soll-fuer-die-krise-zahlen-%e2%80%a8frauen-wehren-wir-uns-und-kaempfen%e2%80%a8%e2%80%a8/


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