(de) die plattform: Solidarität mit der Besetzung im Dannenröder Forst! Für eine Verkehrswende von unten!

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Fr Dez 4 08:29:31 CET 2020


Seit über einem Jahr ist der Dannenröder Forst im Norden Hessens bereits besetzt. 
Seit über einem Jahr wehren sich Aktivist*innen im Schulterschluss mit der 
lokalen Bevölkerung hartnäckig gegen die zerstörerischen Pläne der schwarz-grünen 
Landesregierung. Denn diese will eine Autobahn genau dort errichten, wo jetzt 
gesunder Mischwald steht und sich ein Wasserschutzgebiet befindet. Den Wald 
wollen sie deshalb roden, ein weiteres Stück intakter Natur vernichten, nur damit 
ein paar Konzerne ihre Waren ein bisschen schneller zu ihrem Zielort bringen 
können und so ihre Gewinne steigern können. Wieder einmal zeigt sich der 
zerstörerische Charakter des Kapitalismus, der die Maximierung von Profiten über 
Menschenleben und den Erhalt des Planeten stellt, mehr als deutlich.

Mittlerweile aber ist der Dannenröder Forst nicht mehr nur ein Stück Wald, das 
Staat und Kapital der Profitlogik dieses Systems opfern wollen. Schon jetzt ist 
der Danni ein Symbol, ein Symbol einer Klimabewegung, die nicht länger dem 
dreckigen Spiel der Herrschenden zuschaut, sondern sich wehrt und ihnen 
Barrikaden in den Weg stellt, wenn sie mit Rodungsmaschinen in den Wald 
vordringen wollen. Der Danni ist damit auch zu einem Symbol der Hoffnung für 
viele Menschen geworden, egal ob sie in der Nähe des Forst wohnen und direkt vom 
geplanten Bau der A49 betroffen sind oder am anderen Ende der Welt und sich dort 
der fortschreitenden Zerstörung der Umwelt entgegenstemmen.

Es ist deshalb nur logisch, dass die letzten Wochen, in denen der Staat versucht, 
die Rodung des Danni mit Hundertschaften gewalttätiger Polizist*innen 
durchzusetzen, Wochen energischen Widerstands im Wald waren.
Hunderte Menschen sind aus vielen Teilen des Landes in den Forst gekommen, um ihn 
angesichts der direkten Bedrohung zu verteidigen - zuletzt wieder am vergangenen 
Wochenende, an dem der massive Widerstand der Menschen jeden Rodungsversuch der 
Staatsmacht vereitelte. Und dass, obwohl mittlerweile klar ist, dass die 
Polizist*innen nicht davor zurückschrecken, selbst schwerste Verletzungen bei 
ihren Räumungsaktionen in Kauf zu nehmen.

Der Kampf um den Dannenröder Forst ist ein Scheidepunkt einer Klimabewegung, die 
im Jahr 2019 mit Fridays For Future einen gigantischen Aufschwung erlebt hat.
Jetzt zeichnet sich ab, ob die Bewegung sich stabilisiert und zu einer bleibenden 
Kraft wird, die den Herrschenden die Stirn bietet oder sich mit den Grünen auf 
eine grüngewaschene und um ein paar Jahre verzögerte Klimakatastrophe einigt.
Die Entwicklungen im Danni auf jeden Fall geben Hoffnungen, dass Letzteres nicht 
eintritt.

Der Widerstand muss also weitergehen, denn zurückweichen ist angesichts der Lage 
auf diesem Planeten keine Option.

Unterstützt deshalb bei euch vor Ort die Besetzer*innen, indem ihr mit anderen 
Solidaritätsaktionen organisiert, sammelt Kohle und Sachspenden für die Besetzung 
oder kommt direkt in den Wald, wenn ihr könnt. Und vergesst auch nicht die, die 
für ihren Einsatz vom Staat inmitten einer Pandemie in Gefängniszellen 
geschmissen werden, weil sie dem herrschenden Unrecht nicht einfach zusehen!

Lasst uns den Kampf um den Danni fortführen und ausweiten, indem wir an neuen 
Orten den Kampf für eine lebenswerte Zukunft auf diesem Planeten entfachen!

Kein Fußbreit der kapitalistischen Zerstörung!

Solidarität mit allen Besetzer*innen! Gute Besserung allen Verletzten! Freiheit 
für alle Gefangenen!

Wald statt Asphalt!

Komitee Klimakämpfe

https://www.dieplattform.org/2020/11/28/solidaritaet-mit-der-besetzung-im-dannenroeder-forst-fuer-eine-verkehrswende-von-unten/#more-1621


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