(de) berlin, fau: Auf zum Frauen*kampftag am 8. März 2019!

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So Feb 24 08:37:02 CET 2019


Veröffentlicht am 18.02.2019 - Kategorien: Frauenkampftag Gender Antisexismus 8. März
2018 haben Millionen von Frauen* in aller Welt den 8. März zu einem Streiktag gegen die 
anhaltende Schlechterstellung, Ausbeutung und Unterdrückung von Frauen* gemacht. Diese 
Bewegung ist auch in Deutschland angekommen. Die Aktionsformen reichen dabei von 
Kundgebungen und Demonstrationen bis hin zu Dienst nach Vorschrift und 
Arbeitsverweigerung. Selbstverständlich sind auch Männer dazu aufgerufen, die Aktionen zu 
unterstützen. Auch wir, die Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union (FAU) Berlin, haben 
uns der Bewegung angeschlossen. ---- Dabei stellen wir die folgenden vier Kernforderungen: 
---- 1. Gerechtigkeit und gleiche Bezahlung für Alle! ---- Frauen* erhalten für dieselbe 
Tätigkeit immer noch nicht den selben Lohn wie Männer. Gleichzeitig haben sie nicht 
dieselben Chancen auf besserbezahlte Stellen. Stattdessen werden sie in Minijobs, 
Teilzeitarbeit und vermeintlich "typische Frauenberufe" wie z.B. Erzieherin oder 
Krankenschwester gedrängt.

2. Entlastung, bessere Bezahlung und mehr Anerkennung für Pflege- und Sorgearbeit

Pflege- und Sorgearbeit, ob im Krankenhaus, im Altersheim oder im Kindergarten, wird 
mehrheitlich von Frauen* ausgeübt. Wer in diesem Sektor arbeitet, ist häufig nicht nur 
völlig überlastet und bekommt einen vergleichsweise geringen Arbeitslohn, sondern auch 
kaum gesellschaftliche Anerkennung für die lebenswichtige Arbeit, die sie dabei leistet.

3. Wertschätzung und gerechte Aufteilung der unentlohnten Haus- und Sorgearbeit

Frauen* übernehmen auch den Großteil der nichtbezahlten Sorgearbeit, kümmern sich also 
z.B. um Kinder und ältere Angehörige, sowie der Arbeit im Haushalt. Häufig geschieht das 
zusätzlich zu ihrer Erwerbsarbeit. Dieser Bereich wird meist nicht als Arbeit angesehen 
und daher auch nicht als solche wertgeschätzt.

4. Vierstundentag bei vollem Lohnausgleich für Alle

Immer häufiger sind Menschen von Burnout durch Überarbeitung betroffen. Auf der anderen 
Seite gibt es jene, die gerne in den Bereichen arbeiten wollen, in denen andere sich 
überarbeiten. Wenn wir die Arbeit, die anfällt, anders aufteilen, hätten alle, die 
arbeiten wollen, die Möglichkeit dazu und wir würden nicht weiter in Konkurrenz um die 
verbleibende Arbeit getrieben. Bei einem vier Stunden Arbeitstag - was einer Beschäftigung 
in Teilzeit entspricht - bliebe uns zudem genug Zeit, um uns zu erholen, uns zu bilden, 
uns politisch zu engagieren und die Haus- und Sorgearbeit unter allen gerecht aufzuteilen.

Selbstverständlich sind all diese Forderungen nur zu verwirklichen, wenn wir die 
Gesellschaft insgesamt verändern. Dabei streben wir als FAU eine Gesellschaft an, in der 
wir nicht für den Profit Anderer ausgebeutet werden, sondern in der wir selbst über unsere 
Arbeit und unsere Zeit bestimmen und diese zum Wohle Aller einsetzen können und in der 
dabei niemand z.B. auf Grundlage des Geschlechts schlechter behandelt und unterdrückt wird.

Es geht um unser Leben und unsere Freiheit! Deshalb: Am 8. März auf die Straße!

Veranstaltungsreihe Frauen*Kampftag

Freitag, 22.2.[19 Uhr]Veranstaltung: Radikale Arbeitszeitverkürzung als konkrete 
feministische Forderung

Die Forderung nach Arbeitszeitverkürzung schließt nicht nur an gewerkschaftliche 
Forderungen der Vergangenheit an, sondern setzt gleichzeitig neue Maßstäbe in Sachen 
Gleichberechtigung in der Arbeitsteilung und der finanziellen Sicherheit aller

Freitag, 08.03.[ganztags]: Frauen*Kampftag

Freitag, 15.03.[19:00]: Gastro goes Organizing

Genossinnen aus Berlin und Dresden berichten über Arbeitskämpfe in der Gastronomie. Von 
hier an wollen wir uns gemeinsam für bessere Arbeitsbedingungen (zB. gegen Sexismus am 
Arbeitsplatz) organisieren. Bringt Freund*innen und Kolleg*innen mit!

Freitag, 29.03.[19:00]: Generalstreik kann jede*r

Wir gehen der Frage nach, wie wir politische Streikformen zurückgewinnen & dauerhaft 
etablieren können. Vorab werden wir Euch über die wichtigsten Fakten informieren & das 
FAU-Streik-Blatt vorstellen.

Info: Uns ist es wichtig, zu betonen, dass es erstens nicht nur Männer und Frauen* gibt, 
sondern viele Geschlechter und dass Frauen* nicht natürlicherweise anders sind als Männer. 
Stattdessen werden sie von Kindheit an zu Frauen* gemacht und in die benachteiligte 
Frauenrolle gedrängt. Auch wollen wir darauf hinweisen, dass die Gruppe der Frauen* sehr 
vielfältig ist, so können beispielsweise Trans- und Interpersonen oder migrantische Frauen 
unterschiedliche Perspektiven und Interessen haben. Diese unterschiedlichen Lagen sollten 
wir in unserer gemeinsamen Bewegung im Blick behalten.

https://berlin.fau.org/news/auf-zum-frauenkampftag-am-8-maerz-2019


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