(de) ag dortmund: Kundgebung gegen JAGD & HUND, FISCH & ANGEL und WILD FOOD FESTIVAL

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Fr Feb 8 06:56:07 CET 2019


Am 02. Februar fand vor den Westfalenhallen eine durch die Arbeitsgruppe Total Liberation 
(Anarchistische Gruppe Dortmund) organisierte Kundgebung statt. Diese richtete sich gegen 
Europas größte Jagd-Messe JAGD & HUND, sowie die Messe FISCH & ANGEL und das nicht weniger 
abscheuliche WILD FOOD FESTIVAL. Die Kundgebung wurde von der Anarchistischen Bewegung 
Hamm, der Ortsgruppe ARIWA Ruhrgebiet, dem Tierrechtstreff Münster und weiteren 
Tierbefreier*innen unterstützt. So positionierten sich 24 Aktive lautstark gegen die 
Ermordung empfindungsfähiger Lebewesen, untermauert von zahlreichen Bannern, Fahnen und 
einigen Redebeiträgen. Ein Filmteam von ARTE sammelte bei der Kundgebung Material für eine 
Dokumentation, führte hierzu auch ein längeres Interview mit einer Aktivistin.

Für Erheiterung sorgte eine Adbusting-Aktion, die wohl in der Nacht zuvor stattfand: In 
den Werbekästen direkt am Haupteingang der Westfalenhallen waren Plakate zu sehen, mit dem 
Logo und Schriftzug der Jagd & Hund-Messe, allerdings in Jagd & Mord abgewandelt. Auf den 
Plakaten wurden die von zahlreichen Messeständen angebotenen Jagdreisen, bei denen seltene 
Tiere als Jagdtrophäen geschossen werden, die Fallenjagd und allgemein das Massaker im 
Wald aufgegriffen. Mitarbeitende der Messe Westfalenhallen versuchten mehrfach, die Poster 
zu verdecken, indem sie Müllsäcke vor die Werbekästen klebten. Die Müllsäcke verschwanden 
jedoch immer wieder nach kurzer Zeit. Es sollen über 20 dieser Plakate an verschiedenen 
Stellen in Dortmund aufgetaucht sein:
https://www.facebook.com/.../a.3469044794472.../388905051913825/

Leider reichten zwei Besuchern der Messen bzw. des Festivals die üblichen Beleidigungen 
nicht aus. Sie mussten ihre (nicht nur in Bezug auf andere Tiere) widerliche Gesinnung 
auch durch mehrfache Hitler-Grüße kundtun. Wenig überraschend störten sich die Cops hieran 
in keinster Weise, während dies von den Teilnehmenden der Kundgebung selbstverständlich 
nicht hingenommen, sondern mit Skandiersprüchen quittiert wurde. So wie wir Speziesismus 
(Diskriminierung aufgrund einer anthropozentrisch festgelegten Spezieszugehörigkeit) 
bekämpfen, gehen wir genauso gegen Rassismus, Sexismus und andere Diskriminierungsformen 
vor. Sie alle hängen zusammen, stecken hinter ihnen doch die gleichen Strukturen, die es 
zu überwinden gilt.
An dieser Stelle möchten wir uns deutlich von der Aktion der vermeintlichen 
Tierrechtsorganisation PeTA distanzieren, die wenige Tage vorher am selben Ort stattfand. 
Nein, Körper von Menschen dürfen nicht instrumentalisiert und objektifiziert werden, um 
Speziesismus zu überwinden! Grundsätzlich kann kein Kampf auf dem Rücken eines anderen 
ausgetragen werden. "Wer Herrschaft überwinden will, tut das konsequent, Total Liberation 
ist das Ziel." (Neo C.).

http://agdo.blogsport.eu/2019/02/04/kundgebung-gegen-jagd-hund-fisch-angel-und-wild-food-festival/


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