(de) bielefeld.fau: STATUT DES "schickSAAL" (AUSZUG) -- Präambel

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Mi Aug 21 07:04:05 CEST 2019


Wir, das Kollektiv schickSAAL*, betreiben ein Hostel mit Café und Kneipe als klar 
anarchistisch, antikapitalistisch, antifaschistisch, antisexistisch, antirassistisch und 
queer-feministisch definierten Freiraum. Wir positionieren uns gegen Antisemitismus. 
Gemeinsam arbeiten wir im Kollektiv, damit auch wir uns wohlfühlen. Unseren Arbeitsplatz 
als Freiraum erleben und unseren Gästen auf ihrer Reise eine zauberhafte Zeit ermöglichen 
können. ---- Wir schaffen einen Ort für selbstverwaltetes Arbeiten mit fairer Bezahlung. 
Wir bestimmen unsere Strukturen selbst - hierarchiefrei und solidarisch. Keine*r ist 
Chef*in. ---- Basisdemokratisch organisiert, entscheiden wir alles gemeinsam und im 
Konsens. Dies bedeutet für uns, dass wir uns bemühen allen Meinungen Raum zu geben, um uns 
letztendlich auf ein gemeinsames Ergebnis zu einigen.

Basisdemokratisch organisiert, entscheiden wir alles gemeinsam und im Konsens. Dies 
bedeutet für uns, dass wir uns bemühen allen Meinungen Raum zu geben, um uns letztendlich 
auf ein gemeinsames Ergebnis zu einigen.

‚Lohn‘ richtet sich nicht nach Aufgaben oder Leistung, sondern nach persönlichen Bedarf, 
orientiert am zeitlichen Aufwand. Ziel ist es, solidarisch miteinander zu arbeiten, 
Verantwortungsbewusstsein für das Projekt mit persönlicher Entfaltungsmöglichkeit so zu 
verbinden, dass der Betrieb gut läuft und es allen Spaß macht!

Dass wir im Kollektiv arbeiten, ist eine politische Entscheidung, um mit den herrschenden 
Normen von Leistung und Zwang zu brechen. Das schickSAAL* ist nicht gewinnorientiert und 
versteht sich als kapitalismuskritisches Projekt und Teil eines Transformationsprozesses 
für eine solidarisch-libertäre Gesellschaft.

Wir sind überzeugt, dass ein Großteil gesellschaftlicher Probleme direkt durch 
kapitalistische Zwänge verschuldet werden, bzw. mit diesen zusammenhängen. Wir 
unterstützen kollektive Strukturen und möchten dazu anregen, über innere und äußere 
Wertesysteme nachzudenken.

Da wir uns wünschen, dass sich möglichst Viele für das Arbeiten in kollektiven, 
selbstverwalteten Strukturen entscheiden, werden wir all unsere Erfahrungen und unser 
Wissen transparent machen. Durch diese Offenheit nach außen, möchten wir 
Konkurrenzmechanismen entgegenwirken und ein solidarisches Miteinander leben.

Wir schicken diese Idee mit unseren Gästen auf die Reise und mischen uns darüber hinaus 
ins gesellschafts-politische Geschehen ein.

Dem Kollektiv liegt dieses Statut zu Grunde, in welchem Regelungen zu relevanten Bereichen 
festgelegt sind - strukturierte Selbstverwaltung ohne den Charme und die Lebendigkeit des 
Chaos zu verlieren.

http://bielefeld.fau.org/2019/08/18/leben-ohne-chefin-vorstellung-des-hostel-cafe-kneipen-kollektiv-schicksaal/#more-4077


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