(de) anarkismo.net: "Wir wollen da sein, wo es brennt!" - Interview mit dem re:volt Magazine by die plattform (en)

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Fr Aug 2 07:30:23 CEST 2019


Wir haben dem re:volt Magazine ein Interview gegeben! Lest mal rein: ---- Die 
deutschsprachige anarchistische Bewegung ist fragmentiert und wenig wahrnehmbar. So sehen 
es zumindest die Aktivist*innen der Plattform. Diese wollen nun eine verbindlichere 
Organisierung des deutschsprachigen Anarchismus schaffen und führen zu diesem Zweck eine 
bundesweite Info-Tour durch. Grund genug den Genoss*innen die Möglichkeit zur Vorstellung 
ihres Konzepts zu geben. ---- Jan[re:volt]: Hallo liebe Genoss*innen. Stellt doch mal kurz 
vor, worum es nun bei eurem neuen Projekt geht. Warum muss sich aus eurer Sicht eine 
anarchistische Bewegung in Deutschland reorganisieren? Warum soll das mit dem Konzept der 
Plattform[1]geschehen und welche Kritik steht am Gegenwartsanarchismus dahinter?

Die Plattform: Hallo Jan, erstmal vielen Dank für die Möglichkeit des Interviews. Die 
anarchistische Bewegung im deutschsprachigen Raum muss sich unserer Meinung nach 
reorganisieren, da es trotz des wachsenden Interesses am Anarchismus in der Bevölkerung 
keine signifikante Stärkung speziell des organisierten Anarchismus gibt. Parallel dazu 
gibt es, im Vergleich zu den letzten Jahren, soziale Bewegungen, die Massen auf die Straße 
bringen.Fridays for Future, die Kämpfe um den Hambacher Forst und generell gegen den 
Braunkohleabbau, gegen die neuen Polizeigesetze, für eine Seebrücke nach Europa, gegen den 
Rechtsruck, gegen Gentrifizierung und Verdrängung, oder auch der feministische Streik am 
8. März sind nur einige Beispiele. Dennoch schafft es die anarchistische Bewegung nur sehr 
unzureichend, ein wahrnehmbarer Teil in den meisten dieser Kämpfe zu sein. Das liegt 
unserer Meinung nach nicht allein an unserer zahlenmäßigen Schwäche, sondern eben auch an 
zahlreichen Unzulänglichkeiten in der Bewegung selbst. Einerseits ist es nach wie vor ein 
weit verbreitetes Phänomen, dass große Teil der Menschen, die sich als "Anarchist*innen" 
bezeichnen, sich nicht dauerhaft organisieren wollen, oder sogar formale Organisierung 
generell ablehnen. Neben dieser problematischen Haltung dominieren weitere fehlerhafte 
Konzepte, wie z.B. ein falsch verstandenes Konzept der Autonomie, eine Haltung zur 
Gesellschaft, die von Isolation und nicht von einem Kampf innerhalb der Gesellschaft 
geprägt ist, sowie zur Revolution, welche eher einer generellen Aufgabe gleichkommt, als 
die Zuversicht in die Kraft unserer Ideen. Aus all diesen Aspekten folgt dann eine 
allgemeine Strategielosigkeit, Beliebigkeit und Profillosigkeit, Unzuverlässigkeit und 
eine weitgehende öffentliche Unsichtbarkeit, wie schlechte Außenwirkung. In unserem 
Grundsatzpapier könnt ihr Weiteres dazu finden.

Es geht uns nicht darum, die seit vielen Jahren andauernde positive Entwicklung im 
deutschsprachigen Anarchismus zu ignorieren. Die anarchosyndikalistische Freie 
Arbeiter*innen Union ist gewachsen, hat ihr Gewerkschaftsprofil geschärft und schafft es 
mittlerweile, kleine Arbeitskämpfe zu führen und diese teilweise auch zu gewinnen. Die 
Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen hat verstreut existierende anarchistische 
Kleingruppen gesammelt und einen überregionalen Raum des Austauschs geschaffen. Das hat 
unter anderem dazu geführt, dass anarchistische Gruppenprojekte nun deutlich langlebiger 
existieren, sowie auf geringem Niveau kontinuierlich arbeiten. Es sind bundesweit in den 
letzten Jahren neue anarchistische Anlauforte entstanden, welche meist den Anspruch haben, 
offene Räume für das Viertel, in dem sie angesiedelt sind, zu sein. Wir wollen aus der 
langsamen, aber kontinuierlichen Aufbauarbeit der letzten Jahre nun eine neue, 
anspruchsvolle, anarchokommunistische Föderation aufbauen, welche die Bewegung inhaltlich, 
analytisch, strategisch, und vor allem in der sozialen Einmischung[2]in soziale Kämpfe 
voran bringt.

Jan[re:volt]: Aus der autonomen Linken kommt ja nun seit einigen Jahren ebenfalls die 
selbstkritische Feststellung, dass man aus der Subkultur in die gesellschaftliche 
Auseinandersetzung müsse. Diese Tendenz unterstreicht ihr mit der Orientierung auf eine 
Neuorganisierung im deutschsprachigen Anarchismus ja nun auch. Wie erklärt ihr es euch, 
dass die radikale Linke sich trotz der Selbstkritik immer noch praktisch sehr schwer tut, 
eine Neuausrichtung zu vollziehen?

Die Plattform: Das hat natürlich viele Gründe und Ursachen und es sind, wie du schon 
angedeutet hast, viele spannende Texte, Analysen und Aufrufe dazu in den vergangenen 
Jahren erschienen. Ein Kernpunkt ist sicherlich, dass die radikale Linke sich in einer Art 
"Szenerealität" eingerichtet und gemütlich gemacht hat. Da nun wieder heraus zu kommen, 
ist unglaublich schwer. Das Sein bestimmt immerhin das Bewusstsein. Wenn also erhebliche 
Teile der Linken den Großteil ihrer Zeit in Szeneräumlichkeiten verbringen, über Subkultur 
politisiert wurden und sich noch in dieser bewegen; wenn sie weiterhin recht jung und 
studentisch geprägt sind, ist es natürlich schwer grundsätzliche Veränderungen zu 
erreichen. Außerdem fällt es großen Teilen der Linken weiterhin schwer, sich die "Hände 
schmutzig zu machen". Ja, diese Gesellschaft ist in Teilen autoritär geprägt und ja, in 
jeder sozialen Bewegung gibt es viele Akteur*innen mit einer reformistischen bzw. 
teilweise auch reaktionären "Kapitalismuskritik", oder anderen aus unserer Perspektive 
problematischen Ansichten.

Die soziale Revolution erreichen wir aber nur mit einem Großteil der Gesellschaft. Wir 
erreichen sie nur, wenn wir um jeden Meter kämpfen, wie es zum Beispiel die radikale Linke 
in Frankreich in der heterogenen "Gelbwesten"-Bewegung tut, die man ja durchaus auch 
strittig sehen kann. Ob die Einmischung in eine soziale Bewegung dann erfolgreich ist, 
bleibt die Frage stetiger Analyse. Auch innerhalb der Plattform wird hierzu stets und 
immer wieder diskutiert werden. Es bleibt notwendig, die Frage nach der Zusammensetzung 
und den Zielen einer "Bewegung" immer wieder zu stellen und zu evaluieren. In jedem Falle 
handelt es sich bei der sozialen Einmischung in Bewegungen um eine der Kernstrategien 
unserer Initiative. Wir betrachten sie als geeignetes Mittel, um aus unserer aktuellen 
Schwäche heraus zu kommen. Das erklärte Ziel ist, unsere Szenrealität zu überwinden und 
innerhalb der Gesellschaft so zu wirken, dass wir die Menschen erreichen, statt sie zu 
verschrecken.

Jan[re:volt]: Der Plattformismus nach Nestor Machnow, auf den ihr euch beruft, wurde ja 
historisch in der anarchistischen Bewegung auch von führenden Theoretiker*innen der 
Bewegung immer wieder scharf als "Anarcho-Bolschewismus" diffamiert. In Deutschland ist 
das Konzept in der Form ja nun auch etwas Neues, da es abseits der 
anarchosyndikalistischen FAU ja immer nur sehr begrenzte anarchistische 
Organisierungstendenzen gab. Viele Anarchist*innen finden und fanden sich eher inautonomen 
Kleingruppen oder Hausprojekten zusammen. Wie sind denn da in der gegenwärtigen Debatte 
die Rückmeldungen aus der Bewegung auf eure Initiative?

Die Plattform: Aufgrund der historischen aber auch aktuellen Diffamierungen gegen den 
Plattformismus haben wir eigentlich mit deutlich mehr Gegenwind gerechnet. Natürlich 
bekommen wir einiges an Kritik ab, aber das meiste ist solidarischer Natur. Generell ist 
es so, dass unser Ansatz in der anarchistischen Bewegung gerade weite Kreise zieht. Wir 
haben das bereits im Vorfeld vermutet. Aufgrund des eher kontroversen Vorschlags, aber 
auch, weil wir ihn sehr ambitioniert und groß angekündigt hatten und in die Debatte 
bringen. Um so erfreulicher ist es, dass wir neben der vielen, für uns sehr wichtigen, 
solidarischen Kritik auch unheimlich viel Zuspruch erhalten. Die Allermeisten stimmen mit 
unserer Kritik an der Bewegung überein, auch wenn sie vielleicht nicht die gleichen 
Schlüsse daraus ziehen wie wir. Wir haben den Eindruck, dass ein nicht zu unterschätzender 
Teil der Bewegung genau einen solchen ernsthaften Ansatz, wie wir ihn vorschlagen, herbei 
gesehnt hat. Wir bewirken schon jetzt, dass es eine breite Diskussion innerhalb der 
Bewegung gibt und einzelne Genoss*innen, die sich bisher nicht organisiert haben, oder 
frustriert waren von bisherigen Erfahrungen, nun wieder Hoffnung schöpfen. Für uns ist es 
eine wirklich großartige Erfahrung, das so mitzuerleben und Teil eines gewissen Aufbruchs 
zu sein.

Jan[re:volt]: Um eure Idee zu verbreiten, macht ihr ja gerade eine bundesweite Infotour. 
Habt ihr da bislang den Eindruck, dass eure Idee auch abseits der üblichen anarchistischen 
Gruppierungen, etwa bei postautonomen Antifa-Gruppen, auf Anklang stößt? Wenn nein, wie 
erklärt ihr euch das?

Die Plattform: Dieser Effekt ist leider aktuell noch ziemlich begrenzt. Im Vorfeld haben 
wir uns schon gedacht, dass unser Ansatz auch interessant für z.B. frustrierte 
Kommunist*innen ist, die einer autoritären Organisierung abschwören wollen, aber bisher 
keine Alternative für sich gesehen haben. Das ist allerdings bislang noch nicht 
eingetreten. Die Diskussion läuft wirklich zum Großteil in der anarchistischen Bewegung 
ab, was sich auch bei den Teilnehmenden der Veranstaltungen niederschlägt. Woran das 
liegt? Vielleicht einfach generell daran, dass andere Teile der Linken oft Diskussionen 
und Anregungen, die aus der anarchistischen Bewegung kommen, eher ignorieren oder gar 
nicht erst mitbekommen. Wir werden sehen, was die Zukunft in dieser Frage bringt, wenn wir 
Stück für Stück präsenter werden. Ein Beginn ist ja vielleicht dieses Interview?

Jan[re:volt]: Ihr betreibt ja eine recht scharfe Abgrenzung zu anderen Teilen der Linken. 
Beispielhaft wenn ihr von "autoritären Organisierungen" sprecht. Da dürfte es ja einer 
breiteren Linken, oder auch "frustrierten Kommunist*innen" schwer fallen, sich bei euch 
wieder zu finden. Warum eine derart scharfe Abgrenzung? Zieht ihr damit nicht vielleicht 
unnötig Hürden in möglicher Bündnispolitik oder gegenüber möglichen Interessent*innen?

Die Plattform: Zunächst müssen wir anmerken, dass die Plattform nicht als 
Massenorganisation konzipiert ist. Uns ist bewusst, dass erhebliche Teile der 
anarchistischen Bewegung und noch größere Teile der übrigen Linken, sich nicht bei uns 
wieder finden werden; sondern eben nur ein gewisser Teil, den wir bewusst erreichen und 
ansprechen wollen. Das sind vor allem Menschen, welche sich in der inhaltlichen, 
strategischen, organisatorischen und praktischen Linie sehen, die wir aufgemacht haben. 
Wir ziehen diese "Hürden", weil wir denken, dass ein einheitliches Vorgehen innerhalb 
einer Organisierung vor allem über geteilte Grundsätze und gemeinsame Vorstellungen 
funktioniert. Je breiter ein Ansatz inhaltlich und auf allen anderen Ebenen aufgestellt 
ist, desto schwieriger wird es werden, eine gemeinsam geteilte Linie oder Grundsätze zu 
verfolgen. Oder aber der kollektiv getroffene Grundsatz fällt schlussendlich so schwammig 
und beliebig aus, dass sich alle irgendwie damit abfinden können, aber niemand richtig 
dafür einstehen will. Wir denken auch, dass ein klares Profil unsererseits eher eine 
Stärke in der Zusammenarbeit mit anderen Organisationen und Bewegungen darstellt. 
Diejenigen, die sich mit uns freundschaftlich verbunden fühlen, wissen, woran sie bei uns 
sind. Andersherum gedacht, können wir klare Rahmen und Vorstellungen an eine 
Zusammenarbeit kommunizieren.

Soweit aber erstmal für unser eigenes Organisierungsverständnis. Wie sieht es nun aber mit 
der Bündnispolitik aus? Unsere Verbündeten, vor allem außerhalb der anarchistischen 
Bewegung, werden wir in Zukunft vor allem im praktischen Kampf finden. Unsere Motivation, 
sich in irgendwelchen linken Einheitsbündnissen den Arsch platt zu sitzen, um dann 
irgendwann einen für alle Seiten total verwässerten Minimalkonsens zu erreichen, ist 
relativ gering. Vielmehr werden wir mit allen nicht-autoritären Ansätzen, auf die wir in 
den sozialen Bewegungen treffen, ehrlich und auf Augenhöhe zusammen kämpfen. Aus solchen 
praktischen Verbindungen des Kampfes kann sich dann sicherlich durchaus auch mehr ergeben. 
Denjenigen aber, welche in sozialen Bewegungen agieren, um die "Schafsherde" ihrer 
jeweiligen Partei oder Organisation zu vergrößern, die versuchen soziale Bewegung in 
autoritärer Weise zu beeinflussen oder gar zu übernehmen, gilt unser erbitterter 
Widerstand. Das gilt unabhängig von der Weltanschauung. Leider finden sich im linken 
Spektrum eine Vielzahl an Gruppierungen und Parteien wieder, welche nicht an der 
Selbstorganisation der Massen innerhalb der Gesellschaft und der sozialen Bewegungen 
interessiert sind, sondern an der Unterordnung eben dieser unter ein oftmals obskures 
Programm der Herrschaft. Wir haben also kein großes Interesse an klassischer 
Bündnisarbeit. Wir wollen für unsere gemeinsamen Interessen als lohnabhängige Klasse 
zusammen kämpfen - innerhalb von sozialen Bewegungen, und auch über Unterschiede hinweg.

Jan[re:volt]: Eure Initiative gründet sich ja nun vor dem Hintergrund sich verschärfender 
gesellschaftlicher Verhältnisse. In eurem Gründungsdokument habt ihr dem 
gesellschaftlichen Rechtsruck ein eigenes Kapitel gewidmet. In diesem macht ihr unter 
anderem wachsende soziale Probleme, einen aktivierten Rassismus anhand der 
Flüchtlingsfrage und auch einen wachsenden Legitimitätsverlust des politischen Systems als 
mögliche Hauptursachen aus. Welche praktischen Konsequenzen zieht ihr daraus?

Die Plattform: Zum einen formulieren wir eine klare und konkrete Analyse der politischen 
Ökonomie, die eine Analyse der Weltmarktkonkurrenz und der daraus erwachsenden 
wirtschaftlichen Ungleichheit einschließt. Wir werden versuchen, diese Analyse einem immer 
breiteren "Publikum" zukommen zu lassen, um so Bewusstsein für das falsche "Jetzt" und die 
Klasse, das heißt Klassenbewusstsein zu gewinnen. Das ist für uns eine der 
Grundvoraussetzungen für gesellschaftliche Veränderung. Der grassierende Rassismus ist aus 
unserer Sicht da ähnlich zu behandeln. Wer über Klassenbewusstsein verfügt, ist weniger 
empfänglich für menschenfeindliche Ideologien. Personen, denen grundlegende Systematiken 
bewusst sind, zeigen sich immunisierter gegen den rassistischen Wahn, gegen die Suche nach 
"Sündenböcken" in Form von vemeintlich "Fremden" oder "Anderen".

Der Aspekt des zunehmenden Vertrauensverlusts in das Bestehende wirft unserer Meinung nach 
zentral die Frage auf: Wendet sich dieser reaktionär oder progressiv? Erstere Wendung gilt 
es zu bekämpfen, letztere gilt es zu unterstützen. Hierzu zählt zum Beispiel die 
Unterstützung von konkreten sozialen Kämpfen. Vom Kiez über den Stadtteil, von der Stadt, 
bis in die Welt. Konkret sind das die Kämpfe von Lohnarbeiter*innen, von Mieter*innen, von 
Armut Bedrohten oder Betroffenen, oder auch von Menschen, welche von menschenfeindlichen 
Ideologien, wie Rassismus oder Antisemitismus betroffen sind. Kurzum: "Wir wollen da sein, 
wo es brennt!"
Anmerkungen:

[1]Eine anarchistische Richtung die sich auf den Text "Organisationsplattform der 
Allgemeinen Anarchistischen Union" beruft, der 1926 von einer Gruppe russischer 
Anarchist*innen im Exil veröffentlich wurde. Mit Blick auf die mangelnde 
Durchsetzungsfähigkeit und organisatorische Schwäche der anarchistischen Bewegung wollte 
dieser Ansatz eine neue, verbindliche Organisierung der Bewegung erreichen. Grundlage 
dafür sollten theoretische und praktischer Einheit, kollektiver Verantwortung und eine 
förderalen Struktur sein.

[2]Der Begriff stammt aus dem Especifismo. einer Richtung des Anarchismus mit Schwerpunkt 
auf einer "spezifischen, anarchistischen Organisation". Sie enstand ab 1956 in der 
"Federación Anarquista Uruguaya" und ist heute ein verbreitetes Organisationsmodell der 
anarchistischen Bewegung in Lateinamerika. Sie ähnelt dem Plattormismus in vielen Punkten. 
Ihre zentrale Taktik ist die Soziale Einmischung, die offene Beteiligung von 
Anarchist*innen an breiten sozialen Bewegungen und Klassenkämpfen. Im Gegensatz etwa zum 
trotzkistischen Entrismus, geht es nicht darum eine Avantgarde- oder Führungsrolle 
einzunehmen, sondern im Gegensatz dazu revolutionäre Positionen transparent zu 
kommunizieren und als Antikörper der Bewegungen gegen autoritäre Vereinnahmung zu dienen.

https://www.anarkismo.net/article/31496


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