(de) lb quadrat: Kapitalismus hat keine Zukunft: Protest. Widerstand. Revolution! - Aufruf zum revolutionären 1. Mai 2019

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So Apr 14 18:36:11 CEST 2019


Die Zeiten sind reif für Veränderungen: Die Zerstörung der Natur – unserer Lebensgrundlage 
– schreitet ungebremst voran. Energiekonzerne, Kohle- und Ölindustrie heizen die 
Erderwärmung und den Klimawandel an. Imperialistische Kriege und bewaffnete 
Stellvertreterkonflikte zerstören die Heimat von Millionen Menschen und erzeugen 
Fluchtbewegungen. In Deutschland konzentriert sich unfassbarer Reichtum in den Händen von 
Wenigen. Die reichsten fünf Prozent besitzen so viel Vermögen wie die Hälfte der 
Bevölkerung. Gleichzeitig fehlt es vorne und hinten an bezahlbaren Wohnraum, Pflegekräften 
in Krankenhäusern und Altersheimen. Millionen arbeiten für Niedriglöhne, in Zeitarbeit 
oder Werksverträgen. Viele in mehreren Jobs, um über die Runden zu kommen. Besonders 
Frauen sind dabei von mießen Arbeitsbedingungen und der Doppelbelastung durch Familie und 
Haushalt betroffen.

Auch rassistische Anfeindungen und Übergriffe häufen sich. Der Rechtsruck hat die AfD in 
dutzende Parlamente befördert – dort hetzt sie zusammen mit dem Innenminister nicht nur 
gegen Geflüchtete, sondern kämpft auch gegen den Mindestlohn und Frauenrechte.

Der Blick auf diese Zustände offenbart, dass dieses System – der Kapitalismus – nicht 
kompatibel ist mit sozialer Gerechtigkeit, Solidarität, Wohlstand für alle, Frieden und 
Umweltschutz.

Die herrschende Politik gaukelt uns derweil Lösungen vor. In Wirklichkeit ist dieser Staat 
jedoch nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems. Zwar wird hier mal ein großer 
Wohngipfel veranstaltet und dort mal eine Kohlekommision eingesetzt. Mehr als kleine 
Verbesserungshäppchen sind aber nicht drin. Ein paar mehr Euro Wohngeld vielleicht, 
während die Mieten weiter ohne Ende steigen. Oder einige wenige Kohlekraftwerke die 
abgeschaltet werden, während die Mehrzahl bis 2038 weiterlaufen. Nein, dieser Staat 
vertritt nicht unsere Interessen, von gerechter Vermögensverteilung und guten 
Lebensbedingungen für die lohnabhängige Bevölkerung können wir in diesem System nur 
träumen. Die Überwachung des öffentlichen Raums und der Telekommunikation, 
Polizeiaufgabengesetze, Einschränkungen demokratischer Grundrechte und hartes Vorgehen 
gegen entschlossene Protestbewegungen sollen dafür sorgen, dass es beim Träumen bleibt.

Wir haben nicht nur ein Politikproblem, sondern vor allem ein Klassenproblem. Wenige 
Kapitalisten bereichern sich fortlaufend auf unsere Kosten und fahren die Gewinne ein, für 
die die Mehrheit buckeln muss. Machen wir uns bewusst, dass unsere Klasse – die Klasse der 
Lohnabhängigen – die absolute Mehrheit ist. Lassen wir uns von den Herrschenden nicht 
blenden und spalten. Werden wir aktiv und verwandeln Proteste gegen sozialen Kahlschlag, 
Lohndrückerei, rechte Gewalt und imperialistische Kriege in organisierten Widerstand. 
Nehmen wir die Geschichte unserer Zeit in die eigenen Hände und führen die verschiedenen 
Kämpfe zusammen. Der 1. Mai steht wie kein anderer Tag für den Kampf und die Stärke von 
Arbeiterinnen und Arbeitern und für die Perspektive einer Welt, die nach den Interessen 
der Mehrheit ausgerichtet ist – für die soziale Revolution und für eine solidarische 
Gesellschaftsordnung!

Heraus zum revolutionären 1.Mai!

Termine

Antikapitalistischer Block auf der DGB-Demo 10.00 Uhr

Marienplatz

Revolutionäre 1.Mai-Demonstration 11.30 Karlsplatz

1.Mai Fest 14.00 Uhr Linkes Zentrum Lilo Herrmann

1.Mai Fest 14.00 Uhr Stadtteilzentrum Gasparitsch

http://lbquadrat.org/kapitalismus-hat-keine-zukunft-protest-widerstand-revolution/


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