(de) fau berlin: There is an alternative! - TV Stud HU Berlin

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Fr Apr 5 08:45:01 CEST 2019


Die Leitung der Humboldt-Uni verrechnet sich und die wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen 
sollen es ausbaden? Nicht mit uns! ---- HU ohne Mittelbau ---- Kalte Kürzungen - Was ist 
los? ---- Aufgrund von Fehlern bei der Haushaltung wurde an der Humboldt-Universität (HU) 
Berlin für den Zeitraum bis 2022 eine weitreichende Stellenbesetzungssperre verhängt. 
Durch die Aussetzung von Wiederbesetzungen und Anschlussverträgen für wissenschaftliche 
Mitarbeiter*innen sollen allein auf Ebene des eher kleinen Geographischen Instituts in dem 
Zeitraum mehr als eine halbe Million Euro eingespart werden. In einzelnen Abteilungen wird 
dadurch schätzungsweise 20% der Lehre ausfallen. Als erstes trifft es dort die Didaktik, 
deren Master of Education praktisch funktionsunfähig wird.

Doch warum soll der prekäre und mit Befristungen überlastete Mittelbau das Problem 
ausbaden? Warum sollen Seminare und Forschungsprojekte wegfallen, wenn sich die HU-Leitung 
unter den (Vize-)Präsident*innen Kunst und Kronthaler verrechnet? Die Sperre wird vor 
allem befristete wissenschaftliche Mitarbeiter*innen treffen. Teilzeit, Befristung, 
Hochdeputat und unbezahlte Lehraufträge sind seit jeher zentrale Stellschrauben, über die 
Universitäten auf Kosten eines prekarisierten Mittelbaus Sparpolitiken der Länder umsetzen 
und steigende Studierendenzahlen stemmen. Entfristungen erhalten wissenschaftliche 
Mitarbeiter*innen nur noch, wenn sie zusätzliche Lehraufgaben und die Arbeit von bisher 
unbefristeten Mitarbeiter*innen in Service, Technik und Verwaltung übernehmen.

Die Hochschule soll dem Wohl der Studierenden und Arbeiter*innen in Wissenschaft, Service, 
Technik und Verwaltung dienen. Als HU-Betriebsgruppe in der Bildungssektion der FAU Berlin 
fordern wir die HU-Leitung auf, die aktuelle Kürzungspolitik zurückzunehmen. Dazu muss sie 
vom Land Berlin, das den Universitäten die Ausbildung von mehr Lehrer*innen auferlegt, 
eine angemessene Finanzierung angesichts steigender Studierendenzahlen einfordern!

Hast Du auch Lust, an Deiner Hochschule für bessere Arbeits- und Lernbedingungen aktiv zu 
werden?

Dann komm zu unserem statusübergreifenden Betriebsgruppentreffen, das unabhängig von einer 
Gewerkschaftsmitgliedschaft für Interessierte offen ist. Wir treffen uns an jedem 1. 
Mittwoch im Monat um 19 Uhr. Schreib uns unter faub-huberlin at fau.org, wenn Du vorbeikommen 
möchtest!
Wir rufen alle Studierende und Mitarbeiter*innen dazu auf, sich auf Ebene von Abteilungs-, 
Instituts- und Fakultätsleitungen sowie gegenüber der Hochschulleitung für die folgenden 
Forderungen einzusetzen:

1. Sofortmaßnahmen: die Stellenbesetzungssperren werden ersetzt durch freiwillige 
Stundenreduzierungen und Besetzungssperren für Professor*innen. Außerdem fordern wir alle 
Professor*innen auf, sich gegen die HU-Leitung zu stellen und die folgenden Punkte 
einzufordern, statt den Konflikt auf Rücken von Studierenden und wissenschaftlichen 
Mitarbeiter*innen auszutragen.

2. Strukturelle Probleme bekämpfen: Alle Gremien der Humboldt-
Universität sprechen sich gegen eine erneute Teilnahme der HU an der Exzellenzinitiative 
aus, um sich dem Wettbewerbswahnsinn der deutschen Hochschullandschaft zu entziehen. 
Parallel fordern sie von Hochschulleitung, Land und Bund, die Gelder zurück an die 
Kernaufgaben der Hochschule zu überführen und die Austeritätspolitik, die die gesamte 
Daseinsvorsorge bedroht, aufzugeben.

3. Demokratisierung und Transparenz: Schaffung von Transparenz über die Ursachen der 
Finanzknappheit sowie über die Entscheidungsstrukturen, die die Kürzungen verursachten und 
in denen beschlossen wurde, sie auf den Mittelbau abzuwälzen.

https://berlin.fau.org/news/there-is-an-alternative


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