(de) fau.org: Konferenz zu Arbeit in der Bildung am 17. und 18. November 2018 in Jena Akademikerin auf Abruf von fauj6

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So Okt 28 08:39:52 CET 2018


Unterbezahlung, (Ketten-)Befristungen, die Ersetzung von Festangestellten durch 
Honorarkräfte, fehlende Zukunftsperspektiven - Bildungsarbeit ist so prekär wie andere 
Bereiche der "schönen neuen Arbeitswelt" auch. Zugleich gab es hier in den vergangenen 
Monaten eine Vielzahl von Konflikten und Arbeitskämpfen: In Berlin streikten die 
studentischen Hilfskräfte für einen besseren Tarifvertrag, in Jena haben studentische 
Hilfskräfte zahlreiche Lohnforderungen gegenüber der Universität durchgesetzt, in Bayern 
sind die Musiklehrbeauftragten für zwei Wochen in den Ausstand getreten und in Kassel 
wehren sich Beschäftigte gegen die Befristungspraxis an den Hochschulen. Zeigen diese 
Beispiele einerseits, dass kämpferische Basisorganisierung und Gegenwehr gegen 
Prekarisierung und Leistungsdruck möglich sind, so bleiben diese Auseinandersetzungen doch 
andererseits zumeist lokal und auf einzelne Gruppen beschränkt und nur selten gelingt es, 
Bezüge zwischen ihnen herzustellen und ihre Arbeit zu vernetzen.

Wir sind überzeugt, dass diese Unzulänglichkeiten nicht durch zentralisierte 
Gewerkschaftsapparate gelöst werden können, sondern nur durch die Ausweitung, Vernetzung 
und Koordination lokal verankerter Basisinitiativen - frei nach dem Motto: Tausend 
Bienenstiche töten den Bären! Doch dazu müssen wir uns einige Fragen stellen: Welche 
Gewerkschaftsarbeit brauchen wir? Woran liegt es, dass der gewerkschaftliche 
Organisierungsgrad an den Hochschulen bis heute meist gering ist? Welche Rolle spielen 
persönliche Abhängigkeitsverhältnisse, Befristungen und Zukunftsängste der Beschäftigten? 
Welche Rolle gesellschaftliches Prestige und die eigene Identifikation mit der Arbeit? Wie 
können wir die einzelnen Interessen und Auseinandersetzungen bündeln und 
gruppenübergreifende Kämpfe entwickeln? Wie können oder müssen wir dabei mit den 
DGB-Gewerkschaften zusammenarbeiten und wie nicht?

Wir wollen als Aktivist_innen und Beteiligte in diesen unterschiedlichen Konflikten 
zusammenkommen, unsere Erfahrungen austauschen, uns untereinander vernetzen und - 
langfristig gesehen - auch Bündnisse schmieden. Dazu sind alle eingeladen, die sich als 
Bildungsarbeiter_innen in Basisinitiativen organisieren, die diese Prozesse und Konflikte 
unterstützen wollen oder die sich dafür interessieren.

Mit:

Frankfurter Hochschulgewerkschaft unter_bau

Beteiligte der Streikbewegung für einen studentischen Tarifvertrag in Berlin (TV Stud)

Initiative Uni Kassel unbefristet

Bildungssektion der FAU Jena

FAU Dresden

Beteiligte aus Arbeitskämpfen von polnischen und französischen Hochschulen

Ort: Haus auf der Mauer am Johannisplatz 26, 07743 Jena

Das detaillierte Programm und weitere Infos findet ihr hier.

http://www.fau.org/artikel/art_181025-183412


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