(de) libertäre gruppe karlsruhe: MAKE ROJAVA GREEN AGAIN - Rojava Calling - Solidarität muss praktisch werden

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Di Mai 15 06:50:57 CEST 2018


Der Angriffskrieg, den die türkische Armee und dschihadistisc he Gruppen gegen die 
basisdemokratische Gesellschaft und die Menschen in Nordsyrien/Rojava führen, hat auch in 
Europa eine Welle der Solidarität ausgelöst. Hunderte wütende Demos, Angriffe auf 
Rüstungskonzerne, auf Banken, auf türkische Konsulate oder AKP-nahe Moscheen zeigen, dass 
es auch in Europa Menschen gibt, die nicht einfach tatenlos dabei zusehen, wie 
Nato-Staaten selbstverwaltete Gebiete belagern, besetzen und hunderttausende Menschen 
vertreiben. ---- Knapp sechs Jahre nach Beginn der Revolution von Rojava stellen die 
Besetzung Afrins, und die Drohungen Erdogans, auch die anderen Kantone Rojavas 
anzugreifen, die Errungenschaften der Frauenbewegung, der Rätedemokratie und des 
friedlichen Zusammenlebens verschiedener Ethnien, Kulturen und Religionen in Frage. Der 
Krieg Erdogans ist ein Angriff auf den Aufbau eines solidarischen und freiheitlichen 
Zusammenlebens in Westasien und darüber hinaus. Ein Angriff auf die Hoffnung und den Kampf 
für ein anderes Leben.

Neben dem Krieg ist die Zerstörung der Natur und damit der ökologischen
Existenzgrundlagen der Menschen eines der größten Prolbeme in der
Region. Wasserknappheit, Monokulturen, Luftverschmutzung und Entwaldung
prägen weite Landstriche Nordsyriens. Kriege und Krisen werden in Toten
und Verwundeten bemessen, die Zerstörung der Natur findet dagegen nur
selten Beachtung. Mit der Kampagne "Make Rojava Green Again" versucht
ein Zusammenschluss von Internationalist*innen, gemeinsam mit der
Bevölkerung in Nordsyrien, die drängenden ökologischen Probleme anzugehen.

Mit der Pflanzung von zehntausenden Bäumen, ökologischen
Bildungsprojekten, und einem Recyclingprogramm soll der demokratische
Aufbruch in Nordsyrien und seine Verteidigung direkt unterstützt werden.
Trotz des Krieges, jetzt erst recht. Weil Krieg, Faschismus und die
Zerstörung unserer Lebensgrundlagen nur gemeinsam bekämpft werden
können. Weil Solidarität nur praktisch gelebt werden kann.

Der Referent Anselm Schindler war in den vergangenen Jahren mehrmals in
den kurdischen Gebieten der Türkei, Syriens und des Irak unterwegs und
wird versuchen, Stichworte für eine Diskussion um gemeinsame
Perspektiven zu liefern.

Beim Vortrag werden auch Spendengelder für die humanitäre
Solidaritätsarbeit von Medico International gesammelt
(www.medico.de/spenden-fuer-nothilfe-in-afrin-16955/)/

http://lka.tumblr.com/post/173793629046/make-rojava-green-again-rojava-calling


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