(de) fda-ifa: Ca. 200 Menschen demonstrierten in Dresden Löbtau gegen türkischen Angriffskrieg von FAU Dresden

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So Mär 25 06:53:15 CEST 2018


Gestern Abend nahmen ca. 200 Menschen an einer Demonstration gegen den türkischen 
Angriffskrieg auf die Demokratische Föderation Nordsyrien in den Dresdner Stadtteilen 
Löbtau und Friedrichstadt teil. Thematisiert wurde dabei insbesondere die deutsche 
Unterstützung des völkerrechtswidrigen Angriffs. Organisiert wurde der Protest vom 
Internationalistischen Zentrum, dem UTA Frauenrat, der Basisgewerkschaft FAU und dem 
Verein deutsch kurdischer Begegnungen e.V. Dresden. ---- Fotos: Internationalistisches 
Zentrum Dresden ---- Die Veranstalter_innen werten die Demonstration als Erfolg, auch weil 
trotz des schlechten Wetters so viele Menschen ihren Protest zum Ausdruck brachten. 
Redebeiträge wurden in deutsch, englisch, kurmandschi und arabisch gehalten, auch die 
Teilnehmenden kamen aus unterschiedlichsten Communities. Thematisiert wurde die Diktatur 
in der Türkei, ihre dschihadistischen Verbündeten im aktuellen Krieg, die dabei begangenen 
Kriegsverbrechen und die Unterstützung dieser Zustände durch Waffenlieferungen, sowie 
diplomatische und wirtschaftliche Unterstützung von Seiten Deutschlands und seiner 
Regierungsparteien SPD und CDU. Immer wieder kam es zu Sprechchören: "Merkel finanziert, 
Erdogan bombardiert" und "Deutsche Waffen, deutsches Geld morden mit in aller Welt".

Im Vorfeld der Demonstration gab es rechtliche Unsicherheit bzgl. der Legalität beim 
Zeigen von Fahnen der nordsyrischen Selbstverteidigungseinheiten YPG und YPJ. Es waren 
diese militärischen Einheiten die als wichtigste Bodenkraft in der Anti-IS-Koalition in 
den vergangenen Jahren den Daesh (IS) bezwangen. In Deutschland wird diesen 
Organisationen, wie den meisten kurdischen Organisationen eine Nähe zur verbotenen PKK 
unterstellt, was Behörden zum Anlass für Razzien, Verhaftungen und Abschiebungen nehmen. 
Die Veranstalter_innen begreifen diesen Umstand, wie das PKK-Verbot als diplomatische 
Gefälligkeitshandlung an die Diktatur Türkei.

Die Veranstalter_innen und der Unterstützungkreis überlegen zur Zeit gegen diese 
Fahnenverbote gerichtlich vozugehen. Rojin Heval, Sprecherin des Protestbündnisses dazu: 
"Auf einer Demonstartion ist das Zeigen der Fahnen und Symbole dieser Organisationen 
erlaubt und auf der nächsten wieder nicht. Das Vorgehen ist willkürlich und die Behörden 
drohen immer wieder damit Personalien festzustellen und Menschen die diese Symbole 
benutzen anzuzeigen. Kurdische und deutsche Aktivist_innen werden unter Generalverdacht 
gestellt, migrantische Teilnehmende sollen abgeschreckt werden".

Die Veranstalter_innen kündigten weitere Proteste, Demonstrationen und Aktionen an. Sie 
wollen die gegenseitige Zusammenarbeit intensivieren und weiterhin ihren Protest gemeinsam 
auf die Straße tragen. Rojin Heval: "Trotz der aktuell bedrückenden Nachrichten werden wir 
weiterhin den Versuch verteidigen in Syrien ein föderales, basisdemokratisches und 
feministisches Gesellschaftsmodell aufzubauen."

https://fda-ifa.org/ca-200-menschen-demonstrierten-in-dresden-loebtau-gegen-tuerkischen-angriffskrieg/


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