(de) Ein Anfang ist gemacht - FAU im Warnstreik des Öffentlichen Dienstes von Beschäftigte im Öffentlichen Dienst der FAU Hannover

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Fr Mär 23 06:47:02 CET 2018


Am 15.3.2018 haben in Hannover gut 5000 KollegInnen des Öffentlichen Dienstes für bessere 
Arbeitsbedingungen und höhere Löhne demonstriert. Auch die Mitglieder der FAU Hannover, 
die im Öffentlichen Dienst beschäftigt sind, haben sich am Streik beteiligt. ---- Nachdem 
die Seite der kommunalen ArbeitgeberInnen in der letzten Verhandlungsrunde kein Angebot 
vorgelegt hatte, finden nun im gesamten Tarifgebiet Warnstreiks statt. Neben den 
Beschäftigten der kommunalen Verwaltung inklusive der KiTas waren auch die Beschäftigten 
der kommunalen Betriebe, wie Üstra und enercity, sowie der Sparkassen am Streik beteiligt. 
Wegen des hohen Krankenstands bei Personal und PatientInnen aufgrund der Grippewelle 
wurden die kommunalen Krankenhäuser zunächst nicht aufgerufen.

Die Forderungen Seitens der VertreterInnen der Beschäftigten sind weiterhin ein 
Sockelbetrag von mindestens 200 Euro oder 6% Lohnerhöhung, sowie Übernahmegarantien für 
Azubis. Die genauen Forderungen sind im Artikel der GGB zu finden.

Was fehlt ist die Forderung nach mehr Personal, insbesondere in den Krankenhäusern. Aber 
auch nach allgemein attraktiveren Arbeitsbedingungen. Macht sich doch bemerkbar, dass auf 
dem "freien Markt" gerade im Bereich der Baugewerbe weitaus bessere Stellen zu finden 
sind. Und auch für diejenigen, die eine Ausbildung in der kommunalen Verwaltung anstreben, 
muss das Umfeld verbessert werden. In fünf bis zehn Jahren wird das Gros der Beschäftigten 
in Rente gehen. Dann wird der qualifizierte Nachwuchs fehlen. Angesichts der sprudelnden 
Steuereinnahmen wäre also mehr möglich und es sicher an der Zeit, in den Öffentlichen 
Dienst zu investieren.

In der lokalen Berichterstattung wurden bereits starke Geschütze aufgefahren, um die vom 
Streik Betroffenen gegen die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst aufzubringen. Die 
Rhetorik war dabei die Gleiche wie immer: Überzogene Forderungen würden durch überholte 
Rituale auf dem Rücken der hart arbeitenden Bevölkerung ausgetragen. Dankbar beklatscht in 
Kommentaren von der neoliberalen Gefolgschaft, die nur noch ihren Egoismus kennt.

Es ist also noch viel zu tun. Gerade wenn es zu weiteren Warnstreiks kommen wird, wird 
sich die Spirale der Anfeindungen noch weiter drehen. Aber gerade im Streik zeigt sich, 
wie die Beschäftigten des Öffentlichen Diensts für einen reibungslosen Ablauf des 
kommunalen Lebens sorgen. Alle LautsprecherInnen sollten sich daher die Frage stellen, ob 
es sinnvoll ist, den Öffentlichen Dienst kaputt zu sparen und qualifizierte Lohnabhängige 
in andere Bereiche zu drängen.

Die FAU Hannover wird weiterhin solidarisch den Streik unterstützen. Jede reale 
Verbesserung ist immer ein Gewinn. Dafür lohnt es sich aktiv zu werden!

http://www.fau.org/artikel/art_180321-113111


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