(de) anarcho syndikalismus: «Polen: ZSP kämpft weiter -- Anarchosyndikalismus in Bangladesch

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So Jun 24 07:42:13 CEST 2018


Seit Kurzem gibt es eine Webseite der Bangladesh Anarcho-Syndicalist Federation (BASF), 
die nach eigenen Angaben aktuell Niederlassungen in 52 Städten und Dörfern der asiatischen 
Republik hat. Gegründet wurde die Basisgewerkschaft von Tee-Arbeiter*innen, die sich vom 
autoritären Marxismus-Leninismus sowjetischer und maoistischer Prägung abgewendet hatten, 
um ab 2012 libertäre Ideen und Organisationsformen zu studieren. ---- Da es aber bisher 
keine anarchosyndikalistische Literatur in der Landessprache Bengalisch gab, haben sie im 
Internet zahlreiche fremdsprachige Texte zusammengetragen und die 
freiheitlich-sozialistischen Ideen von Michael Bakunin, Alexander Berkman, Noam Chomsky, 
William Godwin, Emma Goldman, Peter Kropotkin, Errico Malatesta, Pierre-Joseph Proudhon, 
Max Stirner und Élisée Reclus gelesen.

Um den endgültigen Bruch mit den marxistischen Ideeen eines autoritären Staatskapitalismus 
zu vollenden, haben sie am Ersten Mai 2014 einen organsatorischen Neuanfang vollzogen und 
aus dem Rat der Tee-Arbeiter*innen heraus entstand ein Aktionskomitee aus 23 
Anarchosyndikalist*innen. Inzwischen haben sie nach den Grundsätzen von Selbstverwaltung, 
Gegenseitiger Hilfe und Direkten Aktionen eine landesweite Föderation aufgebaut haben. Mit 
Unterstützung der australischen Anarcho-Syndicalist Federation (ASF-IAA) wollen sie sich 
nun der Internationalen Arbeiter*innen-Assoziation (IAA) anschließen.

Auf ihrem neuen Blog (bangladeshasf.org) haben sie aus anarchistischer Gewerkschaftssicht 
einige Texte zu dringen gesellschaftlichen Themen veröffentlicht, wie Klimawandel, 
Umweltverschmutzung, Massenarmut, Kindersterblichkeit und Niedriglöhne. In der 
dichtbesiedelten und muslimisch geprägten Agrarnation, die zu den ärmsten Staaten der Welt 
gehört, liegt der Tagesverdienst von Arbeiter*innen in der Tee-Industrie nur bei etwa 1,20 
Euro. Daher ruft die BASF auch zu Devisen-Spenden auf, um mit globaler Unterstützung ihre 
Basisgewerkschaft im Sinne eines freiheitlichen Kommunismus und unabhängig von politischen 
Parteien oder religiösen Organisationen weiter ausbauen zu können.

Obwohl die BASF zum Abbau der globalen Sprachbarrieren auch die Förderung der Weltsprache 
Esperanto fördertn möchte, haben sie auf ihrem bengalischen Blog bisher zwar auch einige 
sozial-politische Artikel in Englisch veröffentlicht, weitere Texte finden sich zudem auf 
dem internationalen Portal libcom.org. Mehr Infos zur BASF gibt es auch auf deren 
Facebook-Seite.

ASN Köln
(Creative Commons: BY-NC, anarchosyndikalismus.blogsport.de)

http://anarchosyndikalismus.blogsport.de/2018/06/18/anarchosyndikalismus-in-bangladesch/#more-286


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