(de) fau ggb hannover: Substanzielle Verbesserungen: GGB erkämpft Arbeitnehmerrechte im Betrieb

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Mi Jan 31 09:38:01 CET 2018


Veröffentlicht am 24. Januar 2018 - Kategorien: Arbeitsschutz Erziehung GGB Pflege Soziale 
Arbeit ---- Dank der Unterstützung der Gewerkschaft Gesundheits- und Soziale Berufe (GGB) 
gelang es Beschäftigten auch im vergangenen Jahr, gleich einer ganzen Reihe von 
Arbeitgebern in die Parade zu fahren. Die Themen, die uns 2017 beschäftigten, waren nicht 
weniger vielseitig als im Jahr zuvor. In einer Suchtberatungsstelle konnte die 
Basisgewerkschaft sogar Bahnbrechendes bewirken. ---- Foto: Jens Kammradt ---- Pflege und 
Krankenhäuser ---- In den Kliniken waren Ermahnung, Abmahnung und Kündigung sowie 
Mutterschutz, Elternzeit, Urlaub und Krankheit die großen Themen. Und natürlich 
Eingruppierungsfragen. Daneben ging es um Bildungsurlaub, Arbeitsbefreiung, Sonderurlaub, 
Zulagen sowie das allseits beliebte Holen aus dem Frei. Nicht zu vergessen den 
Arbeitsschutz. Eine Zunahme von Fällen mussten wir beim Zahlungsverzug von Arbeitgebern 
verzeichnen. Erfolgreich konnten wir die betroffenen Beschäftigten bei der Durchsetzung 
ihrer Entgeltanprüche unterstützen.

In der ambulanten und stationären Pflege waren es vor allem die vielseitigen Verstöße 
gegen die gesetzlichen Ruhezeiten, das Thema Überstunden, Verstöße gegen die zulässigen 
Höchstarbeitszeiten, das Holen aus dem Frei, Arbeiten auf Abruf, verbindliche 
Dienstplangestaltung, Fallstricke des betrieblichen Eingliederungsmanagements und 
knebelnde Vereinbarungen über Weiterbildungsmaßnahmen. Aber auch die (Nicht-)Vergütung 
erforderlicher Vor- und Nachbereitungszeiten sowie die Regelung von Dienstfahrten.

Soziales und Erziehung

In der schulischen Ganztagsbetreuung befassten wir uns intensiv mit Vereinbarungen von 
Betreuungskräften auf Honorarbasis und ihrer in jeder Hinsicht benachteiligten Stellung 
gegenüber angestellten Kolleg_innen.

Gleich mit einem ganzen Strauß von Problemen waren wir im Sektor Soziale Arbeit 
konfrontiert: Insbesondere die Themen Minijob, Arbeit auf Abruf, Ungleichbehandlung von 
Teilzeitbeschäftigten sowie Änderungskündigung ließen uns 2017 nicht mehr los. Genauso 
wenig wie Urlaub, Rechte auf Einsichtnahme in die Personalakte oder die Grenzen der 
Weisungsrechte des Arbeitgebers. Auch in Sozialbetrieben wurden gleich mehrere unserer 
Mitglieder durch Zahlungsverzüge ihrer Arbeitgeber gebeutelt, sowohl in Groß- als auch in 
Kleinbetrieben. Auch konnte die GGB Mitglieder erfolgreich bei der Durchsetzung ihrer 
Gleichbehandlung in punkto Entgelterhöhungen unterstützen. Daneben ging es um die 
Modalitäten von Betriebsratswahlen, Beteiligungsrechte des BRs sowie die Rechte und 
Pflichten der Ersatzmitglieder.

Der Weg ist das Ziel

Auch im Bereich Kollektivrecht hat sich 2017 Einiges getan. Besonders zufrieden blicken 
wir auf den Abschluss einer Betriebsvereinbarung im Sommer zurück, die nach mehr als 
eineinhalb Jahren zäher Verhandlungen in einer Suchtberatungsstelle unterzeichnet wurde. 
Im Herbst 2016 hatte die GGB der dortigen Belegschaft und dem Betriebsrat einen 
ausformulierten Erstentwurf unterbreitet, auf dessen Grundlage BR und Arbeitgeber in den 
folgenden Monaten verhandelten. Die Zwischenergebnisse waren quartalsweise auf den 
Betriebsversammlungen vorgestellt und von der Belegschaft immer wieder aufs Neue 
diskutiert worden. Die GGB begleitete diesen Prozess intensiv und prüfte die 
Ausformulierungen fortwährend auf juristischen Finessen.

Das Ergebnis lässt sich sehen: Die Betriebsvereinbarung brachte den Beschäftigten nicht 
nur die gewünschte Gleichbehandlung, sondern darüber hinaus auch eine Reihe von 
Verbesserungen. Beispielsweise die Begrenzung der täglichen und der Wochenarbeitszeiten, 
von Sonntagsarbeit und Überstunden sowie längere Ruhezeiten. Darüber hinaus wurden 
Vereinbarungen zu Gleitzeit, Urlaub, Arbeitsbefreiung, Dienstreisen, Fort- und 
Weiterbildung getroffen. Und was vorher einfach verfiel: Die Stunden an Tagen, an denen 
Beschäftigte mit Freizeitausgleich geplant waren und erkranken, erhalten sie von nun an in 
voller Höhe gut geschrieben.

fm

https://ggb.hannover.fau.org/2018/01/24/nichts-faellt-vom-himmel-ggb-erkaempft-arbeitnehmerrechte-im-betrieb/


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