(de) Bibliothek der Freien - Otto Weidt sowie 'Anarchismus und Russische Revolution' (Veranstaltungen am 2.+23.2.)

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So Jan 7 10:24:18 CET 2018


Bibliothek der Freien ---- Anarchistische Bücherei im Haus der Demokratie Berlin ---- 
Greifswalder Str. 4, 2. Hof, Raum 1102 ---- 10405 Berlin - Prenzlauer Berg ---- 
Veranstaltung am Freitag, 2. Februar 2018, 19:00 Uhr ---- Robert Kain: ---- Otto Weidt - 
Anarchist und "Gerechter unter den Völkern" ---- Buchvorstellung durch den Autor ---- Otto 
Weidt steht bisher vor allem wegen seiner Hilfe für verfolgte jüdische Mitbürger in der 
Zeit des Nationalsozialismus im Fokus der öffentlichen und historischen Betrachtung. 
Weniger bekannt ist dagegen ein früheres Kapitel im Leben Weidts: In der Kaiserzeit war er 
in der anarchistischen Arbeiterbewegung aktiv und wurde von der Politischen Polizei 
überwacht. Den Ideen und Idealen des Anarchismus blieb er auch in späteren Jahren 
verbunden. Zeitlebens war er demnach ein strikter Gegner des Militarismus, Nationalismus 
und staatlicher Bevormundung.

In seiner biographischen Studie nähert sich Robert Kain zunächst dem Anarchisten Weidt. 
Darüber hinaus werden dessen Militärdienstzeit, Ehen, Scheidungen und auch seine 
Erblindung um 1924 und der daraus resultierende Weg zum Bürstenmacher beleuchtet. Einen 
Schwerpunkt der Untersuchung stellen natürlich die Weidt'schen Hilfsaktionen für verfolgte 
jüdische Mitmenschen zu Beginn der 1940er Jahre dar. Hierbei bewegte sich Weidt in einem 
weit verzweigten Hilfsnetzwerk für NS-Verfolgte. (Buchvorstellung durch den Autor, mit 
Diskussion) (Eintritt frei)

Robert Kain: Otto Weidt. Anarchist und "Gerechter unter den Völkern". Lukas Verlag, Berlin 
2017. ISBN 978-3-86732-271-3
Ausgezeichnet von der Bibliothek der Freien als Buch des Jahres 2017

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Veranstaltung am Freitag, 23. Februar 2018, 19:00 Uhr

Anarchismus und Russische Revolution
Vorstellung einer Neuerscheinung

Der 2017 von Philippe Kellermann herausgegebene Sammelband "Anarchismus und Russische 
Revolution" hat zwei thematische Schwerpunkte: die Rolle der russischen anarchistischen 
Bewegung vor, während und nach der Revolution, und zum anderen die Reaktionen von 
Libertären in anderen Ländern (u.a. in Italien, der Schweiz, in Frankreich und 
Deutschland) auf die revolutionären Ereignisse in Russland. Exemplarisch werden die 
Wirrnisse von Fritz Brupbacher und Erich Mühsam herausgearbeitet, die sich erst spät vom 
"Roten Oktoberhimmel" befreiten, während zum Beispiel Errico Malatesta und Rudolf Rocker 
relativ schnell Lenins Manipulation der Forderung "Alle Macht den Räten" erkannten. Das 
Buch bietet eine spannende Lektüre, aus historischer und aktueller Sicht, und kann 
vermitteln, wie eine Revolution nicht gemacht wird. (Buchvorstellung mit Diskussion) 
(Eintritt frei)

Anarchismus und Russische Revolution. Hrsg. von Philippe Kellermann. Karl Dietz Verlag, 
Berlin 2017. ISBN: 978-3-320-02328-7
Ausgezeichnet von der Bibliothek der Freien als Buch des Jahres 2017


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