(de) fda-ifa: Veranstaltungsreihe 2018 ¦ Für einen feministischen Normalzustand

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So Feb 18 08:00:14 CET 2018


Sexistische Sprüche auf Partys und die Reduzierung von weiblichen* Körpern auf ihr Äußeres 
gehören für viele von uns zu ihrem Alltag. Aber auch starre Vorstellungen davon, wie 
männliches* und wie weibliches* Verhalten sein soll; als Frau* mit Kindererziehung und 
Versorgungsarbeit allein gelassen zu werden; als Mann* als schwach zu gelten, wenn Gefühle 
gezeigt werden; sexuelle Belästigung; Gewalt durch Männer* sowie die Zuschreibung der 
Schuld an die Betroffenen von Übergriffen gehören zu diesem sexistischen Normalzustand. 
---- Das alles sind nur wenige Beispiele von vielen, die zeigen, wie sehr unser Alltag 
durch sexistische Vorstellungen geprägt ist. Egal um welchen Bereich es geht, ist es die 
Regel, dass es für Männer* leichter ist sich durchzusetzen und es meist sie sind, die 
unsere Gesellschaft prägen, repräsentieren und kontrollieren. Dies ist Ausdruck eines 
patriarchalen Gesellschaftssystems, an welches wir so sehr gewöhnt sind, dass uns oft gar 
nicht mehr auffällt, wie ungerecht es ist.

Das alles ärgert uns - so wollen wir nicht leben.

Statt dieser Alltäglichkeit wollen wir vielmehr einen feministischen Normalzustand. Das 
bedeutet für uns, dass dann alle Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht frei und 
selbstbestimmt leben können. Zwar werden Frauen*, Inter*- oder Trans*personen durch 
sexistische Vorstellungen besonders benachteiligt, aber auch Männer* können unter 
patriarchalen Rollenbildern leiden. Daraus ergibt sich häufig eine Doppelrolle aus 
privilegiert sein und gleichzeitig auch benachteiligt werden. Solche Widersprüche gibt es 
jedoch nicht nur in Bezug auf Geschlecht, sondern in (fast) allen Bereichen unseres 
Lebens. Deshalb gehört es für uns zum Feminismus, parallel zum Patriarchat auch alle 
anderen Formen von Unterdrückung, z.B. aufgrund von Hautfarbe, Intelligenz, Herkunft oder 
Leistung, überwinden zu wollen.

Nehmen wir die Dinge selbst in die Hand.

Weil wir nicht länger darauf warten oder vertrauen, dass Stellvertreter*innen im Parlament 
oder in Parteien kleine Verbesserungen für uns herbei-führen, tun wir uns lieber zusammen 
und fangen gleich heute in unserem eigenen Umfeld damit an.

Um aktiv etwas an der Ungleichbehandlung zu ändern, müssen wir zunächst lernen, sie in all 
ihren Facetten zu erkennen. Deshalb werden wir lesen, diskutieren und uns mit Theorie 
beschäftigen, um uns unsere eigene Meinung zu bilden. Wir wollen neue Dinge ausprobieren, 
die uns bisher von anderen oder uns selbst nicht zugetraut wurden. Beim Organisieren von 
Veranstaltungen versuchen wir, festgeschriebene Rollenmuster aufzubrechen und uns 
gegenseitig Neues beizubringen, statt miteinander zu konkurrieren. Und nicht zuletzt 
gehört es für uns dazu, unsere Meinung und unsere Bedürfnisse laut und mit allen anderen 
hinaus auf die Straßen und in die Gesellschaft zu tragen, um nicht nur in unserem Leben, 
sondern im ganzen Viertel, in der ganzen Stadt, im ganzen Land und auf der ganzen Welt 
dafür zu kämpfen.

Seid dabei, kommt zu unseren Veranstaltungen und organisiert euch mit uns! Besuchen und 
unterstützen wir alle die Demo des 8.-März- Bündnisses zum internationalen Frauen*kampftag!!

Für einen feministischen Normalzustand: Jeden Tag und überall!

Alle Infos zu den jeweiligen Veranstaltungen findet ihr unter der Rubrik Termine.

Zum Originalbeitrag

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