(de) af rhein-ruhr - Köln, Vortrag: Subjekt - Widerstand - Emanzipation - Anarchistische Subjekttheorien - 18.2. Autonomes Zentrum Köln, Luxemburger Str. 93, ab 19.00 Uhr
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Do Feb 15 06:54:47 CET 2018
Wie werden wir von der bürgerlichen Gesellschaft und ihren Herrschaftsverhältnissen
geformt? ---- Welche Zwänge werden uns auflegt und welche Spielräume haben wir, zu
gestalten, wie wir fühlen, denken, handeln und auf Einflüsse reagieren? ---- Gegen die
Formung durch die herrschenden Verhältnisse regen sich bei allen auf sehr unterschiedliche
Weise Widerstände. Und weil wir ganz verschiedenen Vorstellungen entsprechen sollen, ist
unsere Seinsweise ein Feld der politischen Auseinandersetzung. ---- Sich dagegen zu
wehren, bestimmten Vorstellung zu entsprechen, ist keineswegs automatisch emanzipatorisch.
Auch Faschist*innen und Neurechte rebellieren sub_kulturell gegen die gesellschaftliche
Formung des Subjektes - und fordern dabei mehr Konformismus und Zwänge. Emanzipatorische
Politik sollte hingegen darauf abzielen, die Grenzen der Lebensgestaltung aufzubrechen und
neue Gestaltungsmöglichkeiten zu erkämpfen. Das ist jedoch kein Projekt individueller
Selbstfindung, sondern muss in gemeinsamer Auseinandersetzung stattfinden.
Im Vortrag werden Grundgedanken der postanarchistischen Theorie dargestellt. Diese nehmen
die Fragen in den Blick, wie wir als Menschen gesellschaftlich geprägt werden, wie wir das
verweigern und durchkreuzen können und was es bedeutet, die verinnerlichte Herrschaft,
abzubauen. Was kann aber an die Stelle des "bürgerlichen Subjekts" treten und wie können
wir gemeinsam Seinsweisen entwickeln, die uns nicht in neue Zwänge und feste Vorstellungen
führen, sondern tatsächlich freier machen?
Essen und Getränke gibt es ab 19Uhr, der Raum ist barrierfrei.
http://afrheinruhr.blogsport.de/2018/02/10/koeln-vortrag-subjekt-widerstand-emanzipation-anarchistische-subjekttheorien/
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