(de) Erklärung der FAU zur Situation in Nordsyrien und in der Türkei -- Solidarität mit Afrin! - Solidarität mit der Demokratischen Föderation Nordsyrien!
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Do Feb 1 13:00:55 CET 2018
Seit dem 19. Januar greift die türkische Armee gemeinsam mit islamistischen Söldnern den
Distrikt Afrin im Norden Syriens an. Der Kanton der Demokratischen Föderation Nordsyrien
wird seitdem von Milizen der Syrian Demokratic Forces (SDF) unter hohen Opfern verteidigt.
Die auch mit deutschen Waffen durchgeführte türkische Invasion ist ein direkter Angriff
auf die demokratische Selbstverwaltung innerhalb der Nordsyrischen Föderation und auf
alle, die für die Befreiung von Patriarchat und Diktatur und für ein sicheres Leben
kämpfen. Sie ist darüber hinaus eine Sabotage des bislang erfolgreichen Kampfes der SDF
gegen den sogenannten Islamischen Staat. ---- Die deutsche Regierung ist für diese
Situation mitverantwortlich, nicht nur aufgrund der von ihr genehmigten Waffenlieferungen
an die Türkei. Darüber hinaus macht sie sich zum verlängerten Arm des Erdogan-Regime, wenn
sie die Organisationen verfolgt, die das in Nordsyrien angewandte politische Modell des
Demokratischen Konföderalismus vertreten, ihre Symbole verbietet und ihre Aktivist*innen
mit Abschiebung bedroht. Sie fördert damit die zunehmende Faschisierung der Türkei, wo im
Schatten der Invasion in Afrin immer mehr Andersdenkende zum Schweigen gebracht werden.
Die Organisation der Menschen in Räten über ethnische Grenzen hinweg, der Bedeutungsgewinn
kooperativer Wirschaftsformen und die zentrale Rolle der Frauenemanzipation machen die
Revolution von Nordsyrien zur Hoffnung für die gesamten Region und darüber hinaus. Unsere
Solidarität gilt allen Menschen, die dort für ein selbstbestimmtes Leben frei von
Islamismus und staatlicher Unterdrückung kämpfen.
Setzt den Kampf um Freiheit und Selbstverwaltung fort!
Bijî Rojava!
Solidaritäts Demonstrationen für Afrin
Berlin: Montag, 29. Januar, 18 Uhr ab U-Bhf Bernauer Straße (U8); Mittwoch, 31. Januar, 18
Uhr ab U-Bhf Uhlandstraße (U1); Freitag, 2. Februar, 18 Uhr ab Brandenburger Tor; Sonntag,
4. Februar, 15 Uhr ab Oranienplatz.
http://www.fau.org/artikel/art_180129-085251
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