(de) evibes: Positionierung gegen Rechts seitens des CSD Dresden e.V. lässt weiter auf sich warten...

a-infos-de at ainfos.ca a-infos-de at ainfos.ca
So Aug 12 08:06:26 CEST 2018


Ausdrückliches Statement des CSD Dresden zu rechten Bewegungen in den eigenen Reihen 
bleibt trotz Vorkommnissen auf der Demo 2018 aus..... ---- Zuletzt haben wir uns 2014 über 
den CSD in Dresden geäußert. Damals erhielt zu unserer großen Verwunderung die damalige 
Oberbügermeisterin Helma Orosz (CDU) den Toleranzpreis durch den Verein. Verwundert waren 
wir u.a., weil doch die CDU nicht gerade bekannt dafür ist, sich für die politischen 
Belange eines CSDs einzusetzen. ---- In diesem Jahr nimmt das politische Drama um den CSD 
Dresden weiter seinen Lauf... ---- Kurz nach der Demo vor ca. 10 Wochen wurden Vorwürfe 
laut, innerhalb der "Security Firma", mit welcher der Verein seit Jahren kooperiert, seien 
"Personen in schwarzem T-Shirt mit dem Frakturschriftzug ‘Ostdeutschland' auf dem Rücken 
aufgefallen. Sie hätten den Hitlergruß angedeutet und beiläufig geäußert, sie würden sich 
um die Antifa kümmern.".
CSD Vereine in Leipzig, Berlin und Hamburg haben, z.T. nach eigenen Konfrontationen mit 
der AFD oder diese Wählenden, bereits zeitnah eigene Statements verfasst und sich klar von 
rechten Strömungen distanziert. Statt eben solcher Distanzierung lesen wir vom Organisator 
der Demo Ronald Zenker "Ein mögliches Naziproblem bei der Security werde ‘hochgekocht'" 
(ebd.), während das CSD Programmheft 2018 zuvor noch unter "(POLITISCHE) FORDERUNGEN" 
(sic!) verkündet, "...das Wegschauen in der Gesellschaft ist ein nicht hinnehmbarer 
Zustand. Mit Sorge sehen wir die zunehmende Gefahr einer gesellschaftlichen 
Rückentwicklung." (S.6). Eine deutliche Positionierung gegen Rechts in Dresden lässt 
seitens des CSD Vereins vor Ort jedoch nach wie vor auf sich warten.

Wir sind, insbesondere im Kontext der bevorstehenden Landtagswahlen (mit der AfD haben 
bürgerlich-konservative bis hin zu extrem rechten Kräften einen parteiförmigen Ausdruck 
gefunden, der in Sachsen scheinbar ein besonders großes Potenzial hat) und in einer Zeit, 
in der rechtes Gedankengut sich immer offener in der Mitte der Gesellschaft zeigt, 
enttäuscht, wütend und schockiert über diese Entwicklungen.

Wir fordern, dass keine Personen in den Dresdner CSD eingebunden, gar von ihm unterstützt 
werden oder an der Demo teilnehmen, die rechtspopulistischen, neonazistischen oder 
völkisch-nationalistischen Parteien oder Organisationen angehören, einer entsprechenden 
Szene zuzuordnen oder bereits anderweitig durch rassistische, sexistische, 
nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in 
Erscheinung getreten sind.

Wir fordern eine klare Positionierung gegen Rechts und die Umsetzung aller notwendigen 
Konsequenzen daraus!
Wir wollen einen CSD, der nicht die CDU feiert, der nicht mit fragwürdigen 
Security-Personen kooperiert!
Wir wünschen uns einen CSD, der sich einsetzt für die wirkliche Gleichberechtigung 
vielfältiger Lebens- und Liebensweisen, der die Belange von lesbischen, schwulen, 
bisexuellen, trans und inter Menschen sichtbar und hörbar macht, der Menschenrechte für 
Alle einfordert, der immer kritisch (auch mit sich) bleibt und emanzipatorische Utopien 
entwirft!

http://evibes.org/2018/08/09/positionierung-gegen-rechts-seitens-des-csd-dresden-e-v-laesst-weiter-auf-sich-warten/


Mehr Informationen über die Mailingliste A-infos-de