(de) fda-ifa: 1. Mai 2018 in Kaiserslautern von pjotr42

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Fr Apr 20 08:31:16 CEST 2018


Arbeitsrechte fallen nicht vom Himmel - sie werden erkämpft! ---- Kommt zum erstmalig 
stattfindenden "Fest der Solidarität"! Gemeinsam wollen wir ein Zeichen für die Würde und 
die Solidarität der Arbeiter*innen und Angestellten - in Deutschland und überall - setzen. 
Die aktuelle Situation macht´s nötig. Warum wir das so sehen, erklären wir in folgendem 
Text. Kommt vorbei, zum Diskutieren, Vernetzen und Informieren. ---- Hoher Leistungsdruck, 
hohe Arbeitsdichte, Flexibilität bis zum Umfallen und niedrige Löhne - das alles sind 
Maßnahmen der Bosse um mit ihren Unternehmen im knallharten Wettkampf der kapitalistischen 
Wirtschaft Profite zu steigern und zu bestehen. "Fressen oder gefressen werden" lautet das 
Motto. ---- Der bestehende Mindestlohn wird millionenfach umgangen. 2016 haben 2,2 
Millionen Beschäftigte unter der gesetzlichen Mindestlohngrenze verdient. Viele 
Beschäftigungsverhältnisse heute sind Leiharbeit - Tendenz steigend. Leiharbeit ermöglicht 
den Unternehmen Profite zu steigern - bei den Beschäftigten sorgt sie für unsichere 
Perspektiven, teils geringschätzige Behandlung durch Festangestellte und schlechte 
Bezahlung. Auch das Modell der Minijobs ist bei Firmen angesagt, wegen geringer Kosten. 
Für die Beschäftigten bedeutet das geringe Löhne und manche müssen mehrere Minijobs 
machen, um über die Runden zu kommen. Kennst du auch Leute, die ihren Lebensunterhalt mit 
Minijobs bei Toom und in der Tankstelle verdienen? Parallel dazu freut sich Merkel über 
sinkende Arbeitslosenzahlen. Was diese sinkenden Arbeitslosenzahlen gleichzeitig für den 
Arbeits- und Lebensalltag vieler Menschen bedeuten, erwähnt sie nicht - es ist ihr egal.

Auch in der Industrie, bei Opel zum Beispiel, wo vergleichsweise hohe Löhne gezahlt 
werden, ändern sich die Zeiten. Auch dort boomt die Leiharbeit, während Jobs vernichtet 
werden und die Arbeitsdichte steigt - weniger Leute sollen mehr Arbeit machen: 
Digitalisierung und Automatisierung machen´s möglich!

In vielen Städten explodieren die Mieten, daran hat auch die eingeführte Mietpreisbremse 
der Regierung nichts geändert. Durch die steigenden Mieten werden viele Menschen, 
natürlich nur die mit niedrigem bis mittleren Einkommen verdrängt. Bei den meisten steigen 
die Löhne nicht so schnell wie die Mietkosten. Das führt dazu, dass große Teile des 
Einkommens für die Miete verwendet werden - oder ein Umzug nötig ist.

Nicht jammern - Organisieren!

Dieser Text ist nicht entstanden um über die Ungerechtigkeiten dieser Welt zu jammern. 
Lasst uns an die Zukunft keine Fragen, sondern Forderungen stellen!

Das Beispiel Mindestlohn zeigt: millionenfach werden bestehende Gesetze umgangen! Lasst 
euch nicht verarschen, lernt eure Rechte kennen und fordert sie ein!

Wir sehen, wie vermehrt Modelle wie Leiharbeit und Minijobs eingeführt werden und die 
Arbeitsdichte zunimmt - weitere neue, sogenannte "moderne und flexible" 
Arbeitsverhältnisse werden folgen.

Nur gemeinsam können wir gegen diese Verschlechterungen und für mehr soziale Gleichheit 
kämpfen! Lassen wir uns deshalb nicht gegeneinander aufhetzen - als "einheimische" gegen 
"ausländische" Arbeiter*innen, als Festangestellte gegen Leiharbeiter*innen, als ein 
"Standort" gegen die anderen -, sondern suchen wir das Verbindende im Kampf um bessere 
Lebensbedingungen und für eine Welt ohne Ausbeutung und Herrschaft!

https://fda-ifa.org/1-mai-2018-in-kaiserslautern/


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