(de) Anarchistisches Kennenlerntreffen an der Ruhr-Uni
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Mo Apr 16 08:21:13 CEST 2018
em>Auch dieses Mal gibt es wieder zwei Einladungen zu unserem Kennenlerntreffen. ----
Entschlossen in Richtung Revolution ---- Der Wunsch nach Veränderung ---- Würdest du dir
ein anderes Zusammenleben wünschen, in dem du über dein Lernen, Lieben und Arbeiten
entscheidest? Bist du für eine Welt, in der alle Menschen sich frei bewegen können?
Träumst davon, dass niemand anderen gehorchen muss und alle Menschen gleichwertig sind?
Angesichts des katastrophalen Kurses unserer Welt ist dies keine Utopie, sondern eine
notwendige Veränderung, die sofort beginnen muss. Faschismus, Nationalismus, Klimawandel,
Umweltzerstörung und Armut warten nicht und wie zahlreiche Klimakonferenzen und
G-20-Gipfel gezeigt haben, werden die Probleme dieser Welt nicht von Politiker*innen oder
Staaten beseitigt werden. Du entscheidest, ob du der utopischen Hoffnung anhängen willst
Autoritäten würden unsere Probleme lösen oder selbst handelst, auch wenn das wie eine
gewaltige Herausforderung erscheinen mag.
Soziale Revolution - Jetzt gemeinsam handeln
Doch du bist nicht allein. Wir wollen nicht länger warten und glauben, dass angesichts der
Katastrophen, welche das bestehende System schafft, unsere Zukunft davon abhängt eine
Alternative zu schaffen. Den Institutionen Kapitalismus, Staat, Universität und auch allem
anderen, was auf Herrschaft beruht, möchten wir etwas komplett anderes entgegensetzen.
Allgemein sind das Selbstbestimmung, freie Vereinbarung, Dezentralität, Solidarität und
Gleichwertigkeit. Konkret bedeutet es, dass wir z.B. Bildungskurse organisieren, in denen
wir selbst bestimmen was die Inhalte sind und voneinander und miteinander lernen, ohne den
Zwang von Noten. Diese sollen auch helfen uns die Fähigkeiten anzueignen, die wir für die
Organisation einer revolutionären Bewegung und eines selbstbestimmtes Lebens brauchen.
Oder wir verteilen veganes Essen gegen Spende, um Kapitalismus und Klimawandel zu
bekämpfen indem wir Solidarität und Ressourcenschonung vorleben.
Das wirkt wie vereinzeltes Handeln, aber wir sind Teil einer globalen Bewegung, die sich
Anarchismus nennt. Anarchist*innen glauben, dass Macht über Andere immer korrumpiert und
jede*r, die*der herrscht, gezwungen ist vor allem ihre*seine Macht zu erhalten, daher
organisieren wir uns ohne Anführer*innen. Außerdem lehnen wir Parteien und die Beteiligung
an Wahlen ab, denn auch die Hierarchien und Zwänge in Parlamenten und Parteien
korrumpieren und verhindern freiheitliche Veränderungen. Wir wollen uns auch den Staat und
seinen Zwangsapparat nicht zu eigen machen, denn zu Selbstbestimmung können Menschen nicht
gezwungen werden. Falls du mit uns an einer revolutionären Änderung der Welt arbeiten
willst, komm zum anarchistischen Kennlerntreffen an der Ruhr-Uni am Mittwoch, den
16.05.2018 um 18.00 Uhr vor der Cafeteria von Gebäude GB.
Kämpfe an die Uni tragen
Oft wirkt die Universität wie ein unpolitischer Raum, wo sich nicht viel ändern lässt und
keine Perspektiven für emanzipatorische Politik bestehen. Auch kritische Menschen haben
häufig kaum Ansatzpunkte, um hier aktiv ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen anstatt
sich für ein zukünftiges Berufsleben zurichten zu lassen.
Daher laden wir als Schwarze Ruhr-Uni auch dieses Semester wieder zu einem anarchistischen
Kennlerntreffen, wo wir unsere Gruppe vorstellen. Dort wollen wir Interessent*innen an
antiautoritärer Politik die Möglichkeit bieten sich auszutauschen und kennenzulernen. Wir
möchten Möglichkeiten erschließen, wie wir, im Alltag und an der Uni, Widerstand gegen die
vielen Unterdrückungsformen, die uns überall umgeben, leisten können: Rassistische Hetze
auf den Straßen und in den Parlamenten, die mörderischen Grenzregime auf aller Welt, tief
in der Gesellschaft verankerter Sexismus und Queerfeindlichkeit, prekäre Lebenslagen von
schlechtbezahlten und erwerbslosen Menschen....
Probleme gibt es also genug und auch die Uni bleibt hier keineswegs außen vor:
Naturwissenschaften schaffen Wissen, Technik und Arbeitskräfte für Militär und
Geheimdienste. Lehrämtler*innen müssen zwangsweise autoritäre und interessentötende
Methoden lernen und anwenden. In den Geisteswissenschaften werden Herrschaftsmechanismen
naturalisiert und legitimiert. Und die besten Arbeitsbedingungen bietet so eine
Universität natürlich auch nicht. Daneben dann auch noch der ganze Stress mit Klausuren
und Prüfungsleistungen, Studienverlaufsplänen und BaFöG... Doch auch Lernen geht besser,
Wissenschaft kann kritisch sein und Arbeitskämpfe können auch hierher getragen werden.
Ihr seht: Es gibt viel zu tun und zu diskutieren. Wenn ihr also Lust auf kritische
Auseinandersetzung und radikale Politik habt, kommt vorbei, tauscht euch aus, werdet
aktiv; wir freuen uns auf euch.
Zeit: Mittwoch - 16.05.2018 - 18.00 Uhr
Ort: Vor der Cafeteria von Gebäude GB an der Ruhr-Uni
http://schwarzerub.blogsport.de/2018/04/12/16-05-2018-anarchistisches-kennenlerntreffen-an-der-ruhr-uni/
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