(de) Anarchistisches Kollektiv Glitzerkatapult: Soli-Erklärung: ausbruch.aufbruch.anarchie

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Mo Apr 2 08:08:44 CEST 2018


Am 31. Mai 2017 wollte die Polizei einen Berufsschüler aus seiner Nürnberger Berufsschule 
nach Afghanistan abschieben. ---- Diesem offenkundigen gewalttätigen Akt des Staates 
widersetzten sich seine Mitschüler*innen und wollten seine Abschiebung verhindern, indem 
sie das Polizeiauto sitzend auf der Straße blockierten. ---- Auf diese solidarische Aktion 
der Mitschüler*innen und anderer solidarischer Menschen reagierte die Polizei mit einem 
Großaufgebot und hartem Vorgehen - das heißt Faustschläge, Tonfa-Schläge, Pfefferspray. 
---- Erst einen Monat zuvor hat der Bundestag eine (weitere) rechtliche Privilegierung der 
Polizei eingeführt - den tätlichen Angriff - §114 StGB. Ein tätlicher Angriff ist weniger 
als (versuchte) Körperverletzung, ein einfaches Schubsen ohne (beabsichtige) Folgen kann 
ausreichen um mit einer Mindestfreiheitsstrafe von 3 Monaten Haft in den Knast zu gehen.

Neben Anderen, wurde Jan u.a. wegen des mutmaßlichen Verstoßes gegen §114 StGB angeklagt. 
Jans Prozess ist ein politischer Prozess, denn Jan widersetzte sich damit der Durchsetzung 
von rassistischen, menschenfeindlichen Gesetzen.

Wir begrüßen das Handeln der solidarischen Menschen vom 31. Mai und freuen uns das Jan 
solidarische (politische) Freund*innen hat, die ihn in dieser schweren Zeit nun 
unterstützen und u.a. mit der Kampagne über seine Situation und die Geschehnisse 
informieren wollen.

Ob in den Abschiebeknästen Europas oder den Gerichtssälen in Nürnberg,
ob auf den Straßen Hamburgs oder den Schlachtfeldern in Rojava,

Unser Widerstand lässt sich nicht wegsperren! Unser Widerstand kennt
keine Grenzen!

https://glitzerkatapult.noblogs.org/post/2018/03/31/soli-erklaerung-ausbruch-aufbruch-anarchie/


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