(de) fau: Demonstration gegen Kapitalismus und Ausbeutung am 11.11. in Chemnitz

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Mo Okt 30 07:27:23 CET 2017


Die FAU-Initiative in Chemnitz organisiert für den 11. November in Chemnitz erneut eine 
Demonstration um selbstbewusst anarchosyndikalistische Akzente in Sachsen zu setzen - 
bitter notwendig. Überregionale Unterstützung ist dabei gerne gesehen. ---- Start: 11. 
November 2017, um 16 Uhr am Karl-Marx-Kopf in Chemnitz, enden wird die Demo 20-21 Uhr mit 
Punkrock im Subway to Peter. Für alle die darauf keine Lust haben, gibt es eine gemeinsame 
Rückkehr zur Zenti. ---- Bringt gerne eure Ideen, Erfahrungen und Redebeiträge mit. ---- 
Unerwünscht sind Faschist*innen, Parteiwerbung und Diskriminierung. ---- Wir freuen uns 
auf euch! ---- Aufruf ---- Ausbeutung beenden! ---- Was meinen wir damit?Ausbeutung bildet 
die Grundlage der bestehenden Wirtschaftsordnung.

Zum einen die Ausbeutung von Arbeitskraft: Die meisten hier müssen ihr Leben stundenweise 
verkaufen, um über die Runden zu kommen. Denn das, was wir brauchen, um zu produzieren, um 
das Lebensnotwendige herzustellen, gehört nicht uns. Wir müssen deswegen machen, was 
unsere Chefs und Chefinnen sagen. Müssen den "Tag verkaufen, um sorglos zu schlafen". In 
Schule, Uni und Ausbildung werden wir dazu möglichst verwertbar gemacht. Als Alternative 
bleibt uns nur, uns mit dem Arbeitsamt rumzuschlagen oder uns als sogenannte 
Selbstständige unter Dauerstress zu setzen, um den Anforderungen eines konkurrenzstarken 
Marktes gerecht zu werden. Immer bleiben wir auf der Strecke, unsere Zeit, unsere 
Selbstbestimmung, unsere Bedürfnisse. Leider haben sich viele bereits damit abgefunden und 
ihre Lage - als unangenehmen "Sachzwang" - innerlich akzeptiert.
Vielleicht auch deshalb, weil es den meisten Deutschen im globalen Vergleich noch ziemlich 
gut geht. Die billige Nahrung in den Supermärkten, die Metalle für unsere moderne Technik, 
Kleidung, Benzin, Möbel, Plastik - für den Großteil der Produkte, die unseren europäischen 
Wohlstand ausmachen, mussten Menschen unter schlechtesten Arbeitsbedingungen in anderen 
Ländern schuften. Zum Teil arbeiten Menschen ohne Arbeitsschutz, ohne Verträge, ohne oder 
mit sehr kleiner Bezahlung. Kinder werden zur Arbeit gezwungen, damit ihr Familie 
überleben kann. Menschen werden für den Anbau oder Abbau von Rohstoffen von ihrem Land 
vertrieben. Müssen in Slums oder in andere Länder fliehen, fallen Kriegen zum Opfer, an 
denen die deutsche Rüstungsindustrie verdient oder leiden an der Zerstörung der Umwelt und 
an den Folgen des Klimawandels. Das wiederum ist Ergebnis einer anderen Ausbeutung: Der 
Ausbeutung der Natur. Sie wird entweder verschmutzt oder zerteilt, zur Ressource 
degradiert und verbraucht. Das Leben wird zur Ware - wie alles zur Ware wird. Nur bildet 
die Natur auch unsere Lebensgrundlage. Das kapitalistische System zerstört damit nicht nur 
seine eigenen Existenzbedingungen, sondern bedroht auch unser Fortbestehen als Menschheit. 
In seinem endlosen Hunger nach Mehrwert verschlingt es die Arbeitskraft, den Menschen, die 
Natur und schließlich sich selbst. Es ist deshalb absurd von einer Krise der 
Marktwirtschaft zu sprechen. Der Kapitalismus, der nur durch Ausbeutung bestehen kann, hat 
keine Krise, das kapitalistische System IST die Krise!

Beenden

wir diesen Zustand! Überwinden wir die Entfremdung, in dem wir beginnen selbst zu 
entscheiden wie und wofür wir produzieren, woran wir arbeiten, was wir brauchen und wie 
wir es herstellen können. Entwerfen wir neue Modelle des globalen Austausches, die frei 
sind von Herrschaft, Konkurrenz und Ausbeutung. Tauschen wir die Ellenbogengesellschaft 
ein gegen Kooperation und gegenseitige Hilfe. Errichten wir eine Welt, in der Menschen - 
egal welcher Herkunft - in Frieden und Solidarität miteinander leben, ohne 
Diskriminierung, ohne Kriege, ohne Faschismus. Mit einem guten Verhältnis zueinander und 
zur Natur, die als unsere Lebensgrundlage geschätzt und geschützt wird, sodass das 
Artensterben beendet und der Klimawandel eingedämmt werden kann. Für eine Welt in der 
alles allen gehört und für die Bedürfnisse aller gesorgt sein wird. Du glaubst, das alles 
ist unmöglich? Wir können gemeinsam versuchen, diesem Zustand möglichst nahe zu kommen. Es 
sind nämlich viele Menschen schon auf dem Weg. Sie organisieren sich auf der Straße, 
Zuhause oder im Betrieb. In Mietgenossenschaften, Gewerkschaften, freien Verbänden. Sie 
besetzen Häuser und verwalten sie selbst, bauen ihre Nahrungsmittel selber an, tauschen 
und verschenken, was sie nicht mehr brauchen und stellen neue Dinge selbst her. Sie 
stellen die bestehenden Strukturen in Frage, planen den Umsturz, die Umwälzung die 
Revolution. Oder fangen damit schon im kleinen an, bilden solidarische Netzwerke, kämpfen 
gegen Faschismus, Krieg, Rassismus, Homophobie, Patriarchat, Tierausbeutung und 
Naturzerstörung. Streiken gegen Fremdbestimmung und schlechte Behandlung auf der Arbeit. 
Bemalen Wände, spielen Musik und singen über ihre Träume von einer freien und gerechten 
Welt. Sie machen sich schon heute auf den Weg, die bestehende Ordnung zu verändern und 
Stück für Stück ihre Utopie Wirklichkeit werden zu lassen.
Unsere Demo richtet sich gegen die bestehende Ordnung, die unser Leben beherrscht und 
unsere Zukunft bedroht. Wir werden für eine radikale Veränderung der Gesellschaft 
demonstrieren und Wege zeigen, die uns gemeinsam aus diesem kapitalistischen Irrgarten 
heraus helfen können.

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Steigt aus dem Hamsterad und schaut vorbei. Am 11. November 2017, um 16 Uhr am 
Karl-Marx-Kopf in Chemnitz. Enden wird die Demo 20-21 Uhr mit Punkrock im Subway to Peter. 
Für alle die darauf keine Lust haben, gibt es eine gemeinsame Rückkehr zur Zenti.
Bringt gerne eure Ideen, Erfahrungen und Redebeiträge mit.
Unerwünscht sind Faschist*innen, Parteiwerbung und Diskriminierung.

Wir freuen uns auf euch!

http://www.fau.org/artikel/art_171027-194133


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