(de) FAU Berlin [Pressemitteilung] Konflikt im Lesben- und Schwulenverband kocht hoch

a-infos-de at ainfos.ca a-infos-de at ainfos.ca
So Nov 26 07:41:14 CET 2017


Sehr geehrte Damen und Herren, ---- Hiermit möchten wir Sie über ein Konflikt Im Bildungs- 
und Sozialwerk des Lesben- und Schwulenverbands Berlin-Brandenburg (BLSB) e.V. 
informieren, wo die Leitung mit allen Mitteln gegen Mitarbeiter*innen vorgeht, die über 
einen Haustarifvertrag verhandeln wollen. ---- Weitere Informationen entnehmen Sie bitte 
beigefügter Pressemitteilung. ---- Für Rückfragen stehen wir selbstverständlich bereit. 
Sie erreichen uns unter untenstehender Telefonnummer. ---- Mit freundlichen Grüßen, ---- 
Valentin Domann ---- [Pressemitteilung] Konflikt im Lesben- und Schwulenverband kocht hoch 
---- Abmahnungen, Kündigungen und Desinformation - Im Bildungs- und Sozialwerk des Lesben- 
und Schwulenverbands Berlin-Brandenburg (BLSB) e.V. geht die Leitung mit allen Mitteln 
gegen Mitarbeiter*innen vor, die über einen Haustarifvertrag verhandeln wollen. Trotz 
untragbarer Arbeitsverhältnisse stellen Vorstand und Geschäftsführung des sozialen Trägers 
das Menschenrecht auf gewerkschaftliche Organisierung in Frage.

Am Mittwoch, den 15. November ließ der Vorstand des BLSB die zweite Runde der 
Tarifverhandlungen platzen. Die Angestellten forderten, dass befristete Verträge bis zum 
Abschluss der begonnenen Tarifverhandlungen verlängert werden, damit die Gespräche nicht 
durch das Ausscheiden aktiver Kolleg*innen scheitern. Der Vorstand zeigt jedoch keinerlei 
Interesse an einem konstruktiven Prozess. Vielmehr werden vermehrt Angriffe auf die 
gesamte Belegschaft eingeleitet: nachdem bereits im September einem Großteil der 
Beschäftigten gekündigt wurde, kommt es nun zu weiteren Abmahnungen. "Wir gehen davon aus, 
dass diese gezielten Attacken die gewerkschaftliche Organisierung im Betrieb unterbinden 
sollen" sagt Käte Gengenbach, Sekretärin der Freien Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union 
Berlin (FAU), die die gewerkschaftliche Vertretung der Belegschaft übernommen hat.

Dabei sind die Forderungen moderat: neben der Einhaltung von Gesundheitsschutz und 
Arbeitszeitregelungen verlangen die Angestellten die Einrichtung einer Beschwerdestelle 
für Diskriminierungsfälle und die Anerkennung der FAU-Betriebsgruppe als 
Mitbestimmungsorgan. Weiterhin sollen die meist auf ein Jahr geschlossenen Verträge unter 
Finanzierungsvorbehalt entfristet werden. Denn die erfahrene Kettenbefristung geht den 
Angestellten an die Substanz. "Stellen Sie sich vor: jedes Jahr zu Weihnachten wissen Sie 
noch nicht, ob Sie im neuen Jahr Ihren Job noch haben werden", so Mika Peters, Mitglied 
der Tarifkommission.

Teilweise sind Mitarbeitende seit über fünf Jahren in unsicheren Kettenbefristungen 
angestellt. Erfolgreiche Präventions- und Beratungsarbeit bedarf jedoch personeller 
Kontinuität. "Deshalb gehen wir davon aus, dass auch die Qualität der sozialen Aufgaben 
leidet", so Peters weiter. Um diese Missstände schnellstmöglich zu beheben, baten die 
Mitarbeitenden bereits das Land Berlin als Geldmittelgeber, positiv auf die Verhandlungen 
einzuwirken.

Nachdem vergangene Woche der BLSB-Vorstand seine Angestellten mit offensichtlichen 
Fehlinformationen davor warnte, sich kollektiv für den Tarifvertrag einzusetzen, sieht 
sich die FAU als gewerkschaftliche Vertretung unter dem Eindruck einsetzenden Union 
Bustings dazu gezwungen weitere Schritte einzuleiten. "Die Betriebsgruppe lässt sich nicht 
so leicht von den Drohungen einschüchtern. Sie und die FAU sind mehr denn je bereit, für 
Verbesserungen im Betrieb zu kämpfen!", so Gengenbach von der Berliner Basisgewerkschaft.

Berlin den 21. November 2017
-- 
Pressesekretariat der FAU Berlin
Post: Grüntaler Str. 24, 13357 B
Mail: faub-presse at fau.org
Phon: +49 151 43 642 542
Fax:  +49 30 287 008 13


Mehr Informationen über die Mailingliste A-infos-de