(de) af rhein-ruhr: Mülheim: Schwarzer Tresen: 23.11.17 Anarchosyndikalismus in Mühlheim von 1914-1945

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Fr Nov 24 06:48:15 CET 2017


Heute ist fast vergessen, dass Mülheim an der Ruhr von 1918-1923 eines der Zentren der 
anarchosyndikalistischen Bewegung in Deutschland war. Die Freie Arbeiter Union 
Deutschlands (FAUD) hatte auf ihrem Höhepunkt ca. 8000 Mitglieder und war die dominierende 
Arbeiterorganisation in der Stadt. Durch staatliche Repression und Massenentlassungen 
verlor die FAUD nach 1923 den größten Teil ihrer Mitglieder und Ende der Weimarer Republik 
gehörten ihr nur noch wenige Mitglieder an. Aber ihr Einfluss reichte bis in die 
Nachkriegszeit. Wenn die Antifa-Bewegung in Mühlheim "syndikalistische Züge" trug, wie der 
Historiker Peter Brandt schrieb, hing dies mit der Vergangenheit ihrer führenden 
Aktivisten zusammen. Neben dem 1. Vorsitzenden des DGB, Heinrich Melzer, gehörten auch der 
2. Vorsitzende und spätere Landtagsabgeordnete der SPD, Heinrich Bruckhoff sowie der 
Betriebsratsvorsitzende von Thyssen, vor 1933 zu den führenden Anarchosyndikalisten Mühlheims.

Termin: Donnerstag am 23.11.17 im AZ Mülheim

Theke: 19:00 Uhr

Vortrag: 19:30 Uhr


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