(de) anarchie-mannheim: Projekt A - eine Reise zu anarchistischen Projekten in Europa

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Fr Mär 31 07:23:58 CEST 2017


Dienstag, 28.03.2017 · 20.00 Uhr · JuZ in Selbstverwaltung · Käthe-Kollwitz-Str. 2-4 · 
Mannheim ---- Donnerstag, 06.04.2017 · 19.30 Uhr · SWK · Fritz-Salm-Str. 10 · Mannheim 
---- "Projekt A" ist ein Dokumentarfilm über die politische Idee der Anarchie und ihre 
konkrete Umsetzung in sehr unterschiedlichen Projekten: Auf einer spannenden Reise durch 
Europa besuchen die Dokumentarfilmer Marcel Seehuber und Moritz Springer 
(A-Projekt-Kollektiv) u.a. das "Internationale Anarchistische Treffen" in St. Imier in der 
Schweiz (mit 3000 Teilnehmer*innen), die anarchosyndikalistische Gewerkschaft 
"Confederación General del Trabajo" in Barcelona, den besetzten und zum öffentlichen Park 
umfunktionierten Parkplatz "Parko Narvarinou" in Athen und das in München sehr 
erfolgreiche "Kartoffelkombinat". Protagonist*innen einer sehr vielfältigen, anarchistisch 
inspirierten Szene kommen zu Wort. Der Dokumentarfilm zeichnet ein Bild von Anarchie 
jenseits der Klischees vom Chaos stiftenden, Steine werfenden Punk. Vielmehr geht es den 
Anarchist*innen in dieser Dokumentation um eine konstruktive, weitestgehend vom Staat 
emanzipierte Weiterentwicklung gesellschaftlichen Miteinanders.

Mehr Infos: www.projekta-film.net

Rojava-Reader

5. Ausgabe unserer Schriftenreihe

Der vorliegende Reader entstand im Zusammenhang mit der Veranstaltung "Hilfe für Rojava" 
mit dem Arzt Michael Wilk, die wir als Anarchistische Gruppe Mannheim (AGM) im Januar 2016 
organisiert hatten. Die Ereignisse in Rojava bewegen viele Menschen. Auf unserer 
gutbesuchten Veranstaltung wurden rund 800 Euro für medizinische Hilfe in Westkurdistan 
gespendet.

Unsere Idee war, dem interessierten Publikum weiteres vertiefendes Lesematerial 
anzubieten. Da mittlerweile zahlreiche Artikel zum Thema veröffentlicht wurden, haben wir 
den Rojava Reader in unsere Schriftenreihe der AGM aufgenommen und stellen ihn einer 
breiteren Öffentlichkeit zur Verfügung. Wir werden den Rojava Reader durch zukünftige 
Artikel erweitern.

Die Artikelsammlung beinhaltet verschiedene Texte zum Thema Rojava aus libertärer und 
anarchistischer Perspektive. Wir erheben dabei keinen Anspruch auf Vollständigkeit. 
Berücksichtigt haben wir Artikel, die in der Gai Dao (Zeitschrift der Föderation 
deutschsprachiger Anarchist*innen), der Graswurzelrevolution (für eine gewaltfreie, 
herrschaftslose Gesellschaft) und der Gruppe Karakök Autonome aus Zürich veröffentlicht 
wurden.

Die Texte wurden von uns nicht kommentiert, sondern sollen einen Überblick über das 
Meinungsspektrum zum Thema Rojava innerhalb der anarchistischen Bewegung geben. Abgerundet 
wird der Reader durch einige Links und Buchempfehlungen sowie einigen Karten über Rojava.

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Anschlag in Suruc: 30 Aktivist*innen getötet

Am Morgen des 20.07.2015 detonierte im Kulturzentrum von Suruc eine Bombe, die mindestens 
30 Menschen tötete und rund 100 verletzte.

Die Stadt Suruc liegt direkt an der türkisch-syrischen Grenze zu Kobanî. Hunderttausende 
von Flüchtlingen sind zu Beginn des Krieges in Kobanî hierher geflüchtet, mehrere Camps 
wurden eröffnet, viele Familien nahmen Flüchtlinge bei sich zuhause auf. Im Kulturzentrum 
der Stadt treffen sich seit Beginn des Krieges Aktivist_innen aus aller Welt, um 
praktische Solidarität mit den Flüchtlingen und mit Rojava zu leisten.

Heute Morgen führte die "Föderation der sozialistischen Jugendvereine" (Sosyalist Gencler 
Dernekleri Federasyonu) eine Pressekonferenz durch, um den Wiederaufbau der Stadt Kobanî 
zu planen. Ziel war es, danach gemeinsam nach Kobanî zu gehen und dort beim Wiederaufbau 
der Stadt mitzuhelfen. Inmitten der Konferenz kam es zu einer Explosion, wobei nach 
bisherigen Informationen von einem Selbstmordanschlag ausgegangen werden kann. 
Dahinterstecken können mehrere Instanzen, denen der Aktivismus und die Solidarität in 
Suruc ein Dorn im Auge ist: einerseits sicherlich der IS, andererseits wusste auch der 
türkische Geheimdienst vom Treffen, da das Treffen zuvor öffentlich kommuniziert worden war.

In den Taschen und Rucksäcken der Verstorbenen wurden etliche Bücher und Spielzeuge 
gefunden, welche die Aktivist_innen den Kindern in Kobanî bringen wollten. Auch drei 
Anarchist_innen waren inmitten der Konferenz, wobei eine Person durch die Explosion 
verstarb und zwei weitere schwer verletzt wurden. Als die Ambulanz sowie etliche Menschen 
aus der Umgebung herbei eilten, um die Verletzten zu bergen und ihnen zu helfen, 
attackierte das türkische Militär das Ambulanzpersonal sowie die Helfenden mit Tränengas. 
Etwas später gab es auch innerhalb Kobanîs eine Explosion durch die Detonierung einer 
Autobombe, wobei mehrere YPG-Kämpfer starben.

Solidarität mit Rojava und allen heute betroffenen, verletzten und getöteten 
Aktivist_innen, ihr Widerstand wird weitergetragen!

Urbanität solidarisch gestalten

Die Mieten steigen ständig. Die Energiekosten erhöhen sich. Verstärkt wird in Immobilien 
investiert, um mehr Profit zu machen. Teure Prestigeprojekte werden hochgezogen. Ganze 
Stadtteile, wie der Jungbusch, werden "aufgewertet". Aufwertung heißt mehr Miete. Wer 
nicht zahlen kann, muss weg. Einkommensschwache Menschen werden schrittweise aus den 
Innenstädten verdrängt. Auch Zwangsräumungen sind nicht unüblich. Wie überall im 
Kapitalismus nimmt die soziale Ungerechtigkeit zu. Das Menschenrecht auf Wohnen verkommt 
zur marktgerechten Ware, bei der ausschließlich der Gewinn zählt.

PROJEKT A

... taucht ein in die Welt der Anarchie. Ein Dokumentarfilm über Menschen, die erste 
Schritte in Richtung einer neuen Gesellschaft wagen. Sie träumen von einer Welt ohne 
Herrschaft und ohne Ausbeutung, organisiert nach dem Prinzip der gegenseitigen Hilfe."

Das verspricht der Film bereits jetzt von sich, noch eine Weile bevor der Film überhaupt 
fertiggestellt ist.

Blick nach Kobane - Reisebericht

Karakök Autonome, in der schweiz aktive AnarchistInnen, haben auf ihrer Website diesen aus 
mehreren Teilen bestehenden Reisebericht online gestellt. Der Bericht stammt aus Suruc, 
einem Nachbarort von Kobane, der größten Stadt in der nordsyrischen Gegend Rojave, 
Grenzstadt zur Türkei, angegriffen von IS-Milizen, verteidigt von kurdischen KämpferInnen.

Teil 2, 30.10.2014

Teil 1, 19.10.2014

Solidaritätserklärung mit Gord Hill

Die Anwesenden der Veranstaltung "Anarchie und Kunst" am 19. Juni 2014 in Mannheim 
protestieren gegen die staatliche Repression gegenüber dem Künstler Gord Hill und seinen 
Freund*innen.

Wir sind solidarisch mit ihrem Engagement gegen den Bau von Pipelines auf indigenem Land 
in Kanada. Wir wünschen ihnen viel Kraft und Ausdauer in ihrem Kampf.

Einstimmig angenommen von rund 50 Besucher*innen.

+++

Gord Hill bekam am 03. Juni 2014 Besuch von der Polizei. Sämtliche Bewohner*innen wurden 
verhaftet, das Haus wurde auf den Kopf gestellt, Computer etc. wurden beschlagnahmt:

Ein ausführlicher Bericht	auf	englisch	findet sich bei der Vancouver Media Co-op.

Und hier eine Update dazu - ebenfalls englischsprachig.

Weitere Information zu Gord Hill und zum Bau von Pipelines in Kanada auf Gord Hills 
Website warriorpublications.wordpress.com

Schriftenreihe

Anlässlich des nunmehr 10-jährigen Bestehens der Anarchistischen Gruppe Mannheim und mit 
rechtzeitigem Erscheinen zur Buchmesse 2013 haben wir uns entschieden, eine Reihe mit 
vorerst vier Ausgaben herauszugeben.

Hier das Vorwort:

Mit dieser Reihe möchten wir Texte vorstellen, die wir aus verschiedenen Gründen aus einer 
anarchistischen Perspektive für interessant halten. Diese Texte sind weder eine 
Stellungnahme unserer Gruppe zu einzelnen Themen, noch sagen wir, dass sie bedeutend 
wären, um ›den Anarchismus‹ zu verstehen. Nein, bei unserer kleinen Schriftenreihe möchten 
wir Texten eine weitere Verbreitung ermöglichen, die einzelne Mitglieder unserer Gruppe 
aus individuellen Vorlieben als lesenswert erachten. Wir möchten mit unserer Auswahl 
lediglich Diskussionen und Gedanken mit offenem Ergebnis anregen.

Ist der Anarchismus (noch) links?
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Anarchismus und Gewalt
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Pjotr Alexejewitsch Kropotkin
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Wieso soll ich sexistisch sein? Ich bin Anarchist!
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