(de) fda-ifa: 08.03 / 11.03 ¦ Heraus zum Frauen*kampftag! Feminismus geht nur anarchistisch! von http://aufdersuche.blogsport.de

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So Mär 12 12:05:45 CET 2017


NBG: Kundgebung zum Frauen*kampftag am 08.03 | 16:00 Weißer Turm // Demo am 11.03 | 
12:00Weißer Turm ---- Beiteiligt euch mit uns gemeinsam an den geplanten Aktionen zum 
Frauen*kampftag in Nürnberg. Mittwoch den 08.03 findet ab 16:00 Uhr eine Kundgebung des 
lokalen 8. März-Bündnis Nürnberg am Weißen Turm statt. Samstag wollen wir mit euch 
gemeinsam gegen den Antifeministischen Rollback, gegen das Patriarchat und für einen 
feministischen Anarchismus demonstrieren. Startpunkt der Demo ist am 11.03 um 12:00 Uhr am 
Weißen Turm. ---- Feminismus geht nur anarchistisch! ---- Das gegenwärtige Erstarken von 
reaktionären Kräften unterschiedlicher Ausrichtung stellt für uns eine große 
Herausforderung dar. So different ihre Erscheinungsform und Selbstdarstellung wirken mag, 
so eint sie allesamt ihr antifeministisches Weltbild. Antifeminismus fungiert daher als 
Bindeglied und einendes Moment zwischen der konstruierten politisch-gesellschaftlichen 
Mitte, der extremen Rechten und auch religiösen Fundamentalist*innen. Patriarchales Denken 
ist derart in der Gesellschaft verankert, dass es für rechte Kräfte ein leichtes ist mit 
ihrem Antifeminismus Anknüpfungspunkte und breite Zustimmung in Teilen Gesellschaft zu 
finden. Durch eine derart breite Basis steht uns gegenwärtig der Antifeminismus als eine 
besondere Bedrohung gegenüber, der sich nicht nur am 8. März entgegengestellt werden muss!

Während die reformistische Strömung der Frauen*bewegung auf die Gleichstellung der Frau* 
im patriarchal, kapitalistisch-bürgerlichen System abzielt, ignorieren sie dabei 
wohlwissend die Tatsache, dass sie damit lediglich die Symptome eben dieses System 
abschwächen, und niemals die Wurzeln der Unterdrückung angreifen. Denn die Vorstellung 
patriarchale Unterdrückung durch weibliche* Mitarbeit an den bestehenden Verhältnissen zu 
überwinden, bewirkt in der Konsequenz nur das Gegenteil, nämlich die Weiterführung und 
Stabilisierung von Herrschaft und Unterdrückung.

All das zeigt einmal mehr, wie wichtig und notwendig Feminismus weiterhin ist, 
insbesondere ein anarchistischer, wirklich emanzipatorischer Feminismus. Denn Emanzipation 
bedeutet für uns nicht sich hinter bloßen Reformforderungen zu verstecken, sondern 
Herrschaftsmechanismen dauerhaft in Frage zu stellen und abzuschaffen. Der 
Anarchafeminismus - als Synthese von Anarchismus und Feminismus - scheint uns daher der 
einzige Ansatz zu sein, mit welchem diese Zielsetzung erreicht werden kann. Diese Synthese 
ist unabdingbar, da sie den Anarchismus um ein von ihm vernachlässigtes 
Herrschaftsverhältnis erweitert und der Feminismus um die Perspektive der 
gesamtmenschlichen Befreiung vervollständigt wird. Nur gemeinsam können diese beiden 
Ansätze ihr propagiertes Ziel erreichen. Der Kampf gegen Patriarchat, Kapitalismus, Staat 
kann nicht getrennt gesehen werden von anderen Unterdrückungs- und Ausgrenzungsformen wie 
beispielsweise Rassismus, Sexismus, und Nationalismus. Sie alle bilden ein Geflecht von 
Herrschaft, das sich gegenseitig bedingt und stützt. Es ist also falsch die patriarchale 
Unterdrückung nur als Nebenwiderspruch der Kapitalistischen Gesellschaft wahrzunehmen, 
welche mit dessen Überwindung automatisch verschwindet. Es muss vielmehr ein Bewusstsein 
um die Eigendynamik dieses Unterdrückungsmechanismus geschaffen werden. Ebenso kann die 
Befreiung der Frau* nicht losgelöst von gesellschaftlichen Zuständen erreicht werden, denn 
ihre Voraussetzung ist die befreite Gesellschaft, also die Abschaffung aller 
Herrschaftsformen. Denn sonst ließe sich Fragen, was es nützt als Frau befreit zu sein, um 
als Mensch weiterhin unterdrückt zu werden!?

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