(de) FAU - direkteaktion: Internationaler Sonntags-Struggel - KW 9

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Do Mär 9 10:21:40 CET 2017


Nachrichten von der Klassenkampffront aus aller Welt. Diesmal aus Chile, Südkorea, 
Bangladesch und China ---- CHILE: STREIK IN WELTWEIT GRÖSSTER KUPFERMINE ---- Struggles! 
---- In Chile wird seit Mitte Februar die Kupfermine "La Escondida" bestreikt u.a. für 
höhere Löhne und bessere Arbeitszeiten bestreikt. Es handelt sich dabei um die größte 
Kupfermine der Welt, welche 5% des begehrten Metalls fördert. In der Mine arbeiten 2.300 
direkt Beschäftigte und 1.900 Beschäfigte über Subunternehmen, sowie weitere Tausende über 
Zulieferbetriebe. Das Unternehmen, in dem mit BHP Bilton ein globaler Bergbaumulti 
Mehrheitseigner ist, agiert demgegenüber mit einem aggressiven und antigewerkschaftlichen 
Konfrontationskurs. Eine von der Regierung angemahnte Schlichtung scheiterte aufgrund des 
Unternehmens, welches unter anderem sogar die Annahme bisher gültiger Tarifverträge als 
Verhandlungsbasis verweigert.

Weiterführende Informationen auf amerika21.de.

(amerika21, LabourNet)

SÜDKOREA: STREIK AUF HYUNDAI-WERFT

Am Donnerstag dem 23.02.2017 kam es zu einem eintägigen Proteststreik in einer Werft von 
Hyundai Heavy Industries (HHI). Dies war der erste ganztägige Streik seit 23 Jahren, an 
dem sich von den 15.000 Arbeitenden allerdings nur 1.500 gewerkschaftlich organisierte 
Beschäftigte beteiligten. Hintergrund sind Umstrukturierungspläne, nach denen die 
Gesellschaft in mehrere Unternehmen aufgespaltet werden soll - Pläne, die auch andere 
Branchengrößen wie Daewoo Shipbuilding & Marine Engineering (DSME) und Samsung Heavy 
Industries (SHI) verfolgen. Außerdem weigert sich das Unternehmen, den Arbeitenden 
Lohnerhöhungen zu gewähren, da es die Werften wirtschafltich angeschlagen seien. Die 
Werften galten einst als wichtiger Motor der südkoreanischen Wirtschaft. Dem Streik waren 
bereits im Juli 2016 kleinere Warnstreiks voraus gegangen. Die Arbeitsniederlegungen 
gelten als der erste "Vollstreik", d. h. dass zum ersten mal die Arbeit für acht Stunden 
niedergelegt wurde.

(LabourNet, Welt in Umwälzung)

BANGLADESCH: FREILASSUNG VON GEWERKSCHAFTSAKTIVISTINNEN NACH BOYKOTTANDROHUNG DURCH MODEKETTEN

Am Samstag, dem 25. Februar fand der Dhaka Apparel Summit statt, ein jährliches Treffen 
der Textilbranche Bangladeschs. Nach massiven Repressionen gegen Gewerkschaften und 
Arbeitende, welche im Januar für einen Lohn auf Existenzminimum gestreikt hatten und 
internationaler Kritik von Gewerkschaften und anderen Organisationen hatten große 
Modemarken, wie H&M, C&A, Tchibo und Inditex (Zara) gedroht dem Gipfel fernzubleiben. 
Daraufhin ließ die Regierung zahlreiche AktivistInnen wieder frei. Dies veranlasste die 
Modemarken schließlich doch VertreterInnen nach Dhaka zu schicken. Nichtsdestotrotz: Die 
lokale Textilindustrie beharrt weiterhin darauf, dass es bis 2019 keine weiteren 
Lohnerhöhungen geben soll.

(LabourNet, ND)

CHINA: LEIHARBEITERINNEN VON VW STREIKEN

Etwa 500 Leiharbeitende streiken und protestieren in dem VW-Werk in Changchun, China, für 
gleichen Lohn für gleiche Arbeit. Tatsächlich erhalten sie in der Regel nur die Hälfte 
dessen, was die Stammbelegschaft erhält. Vor dem Streik hatten die Arbeitenden erfolglos 
versucht ihre Rechte auf dem offiziellen Weg durchzusetzen: Über die zuständige 
Schiedskommission der Arbeitsverwaltung, das Arbeitsministerium der Provinz Jilin und die 
örtliche Gewerkschaftsorganisation des All-China Federation of Trade Unions (ACFTU). Dabei 
ist das chinesische Recht mit dem Grundsatz des Equal Pay eindeutig, sowie übrigens auch 
die offizielle Position des "Weltbetriebsrates" des VW-Konzerns, sowie die von diesem 
verabschiedete "Charta der Arbeitsbeziehungen im Volkswagen-Konzern" und die "Charta der 
Zeitarbeit im Volkswagen-Konzern".

https://www.direkteaktion.org/2017-3/sonntags-struggel-international-kw-9


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