(de) fda-ifa: Jahresrückblick 2016 von der anarchistischen Gruppe Schwarzes Brett von Anarchistische Föderation Rhein/Ruhr

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Mi Mär 1 10:44:20 CET 2017


Liebe Leser*Innen, ---- wir richten uns heute mit einem kritischen Blick auf unser Jahr 
2016. Als Anarchistische Gruppe gehen wir jetzt ein Jahr einen gemeinsamen Weg. Wir können 
insgesamt positiv auf unsere gemeinsame Arbeit zurückblicken und gehen gestärkt, mit 
erweiterten Zielen ins Jahr 2017. ---- Wir waren auf 42 Veranstaltungen präsent und haben 
seit dem Oktober letzten Jahres, alle zwei Monate einen Schwarzen Trese, mit jeweils einem 
Vortrag zu spezifischen Themen im Autonomen Zentrum Mülheim angeboten. ---- Mittlerweile 
sind wir sowohl beim Antifacafe in Bochum als auch beim Antifacafe Ruhr regelmäßig mit 
einem Infostand vor Ort. ---- Auf unseren Infoständen, werden wir häufig gefragt, ob wir 
auch Turnbeutel oder T-shirts haben. Deshalb haben wir sehr lange darüber diskutiert, ob 
wir unsere Merchkramrepartoire ausbauen sollten. In dem Zusammenhang beobachten wir immer 
wieder, dass Merchkram wie Aufkleber und Aufnäher mehr mitgenommen werden, als kostenlose 
Infomaterialien.

Um diesem Trend entgegen zu steuern werden wir uns treu bleiben und weiterhin unser 
Basiskonzept fahren. Infomaterialien bleiben weiterhin kostenlos und auch die übliche 
Merchkrampalette mit Aufklebern, Aufnähern und Buttons bleibt erhalten. Anarchismus ist 
nicht konsumierbar.

Um darauf aufzubauen, werden wir zukünftig, in regelmäßigen Abständen Workshops 
organisieren, um vorhandenes Wissen weiterzugeben und Menschen zu ermöglichen eigenständig 
und emanzipiert antifaschistische und herrschaftsfreie Politik zu praktizieren. die Welt 
braucht mehr Menschen, die sich selbstbewusst, solidarisch und emanzipiert dafür einsetzen 
gesellschaftliche Verbesserungen voranzutreiben.

Inhaltlich konnten wir im wesentlichen drei Trends für 2016 feststellen. Dabei handelt es 
sich um feministische Themen, aktuelle Formen faschistischer und rechtspopulistischer 
Bewegungen sowie erstarkendes Interesse an anarchistischen Inhalten.
Gerade feministische Themen werden immer wieder angefragt und thematische Broschüren 
mitgenommen. Wir erklären uns dies durch den allgegenwärtigen Rollback erkämpfter Rechte 
und dem erstarken rückwärtsgewandter Haltungen. Unter Anderem durch das Wachstum 
rechtspopulistscher Kräften, sowie dadurch, dass die politische Parteienlandschaft diesen 
Kräften, auch in anderen Kontexten immer wieder Zugeständnisse macht, um 
Wähler*Innenstimmen zu gewinnen.
Selbst wenn politische Parteien rechten Kräften keine Zugeständnisse machen würden, würde 
es die Wurzel des Problems nicht lösen. Parlamentarismus ist Teil des Problems, welches 
soziale Ungleichheit, Armut und Ausgrenzung (re-)produziert. Dadurch bietet man 
menschenverachtenden Haltungen weiterhin eine Grundlage zur Existenz.
Erfreulicherweise erleben wir im Ruhrgebiet, immer mehr anarchistische Projekte, 
Strukturen oder Interesse an solchen. Besonders die "Alles verändern" Broschüren von 
Crimethinc und Materialien vom
anarchosyndikalistischen Syndikat A Versand erfreuen sich großem Interesse, sowie die der 
Amadeu Antonio Stiftung.

Nachträglich wünschen wir allen ein gutes und
erfolgreiches Jahr 2017.

Mit solidarischen Grüßen
Anarchistische Gruppe Schwarzes Brett

https://fda-ifa.org/jahresrueckblick-2016-von-der-anarchistischen-gruppe-schwarzes-brett/


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