(de) anarchosyndikalismus de Koblenz: 5.000 protestieren gegen EU-Rechtsfraktion

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So Jan 29 08:54:03 CET 2017


Gegen den Kongress der rechtspopulistischen Fraktion im Europaparlament (ENF) haben am 
21.01.2017 mehrere Proteste in Koblenz/Rhein stattgefunden. Nach der Tanzdemo am Vorabend 
hatten bereits am Samstagmorgen rund 50 Antifaschist*innen für einige Zeit erfolglos 
versucht mit einer Blockade der Rhein-Mosel-Halle die Anreise der vereinten 
Nationalist*innen zu verhindern. ---- Gemeinsam schlossen sie sich später der 
Großdemonstration "Koblenz bleibt bunt" an, die von einem bürgerlichen Bündnis aus 
Regierung, Parteien, Kirchen und Gewerkschaften, sowie Sozial- und Umweltverbänden 
organisiert worden war. Dort hatten ca. 100 Demonstrant*innen auch aktiv verhindert, dass 
Vizekanzler Gabriel (SPD) an der Kundgebung teilnehmen und eine Wahlkampfrede halten 
konnte. Er konnte nur unter Polizeischutz ein kurzes Interview geben und musste sich 
schnell zurückziehen.

Außer etwa 100 Autonomen nahmen auch einige Anarchosyndikalist*innen aus Koblenz, Bonn, 
Köln und Frankfurt/M. an dem Demonstrationszug teil, der durch die südliche Vorstadt 
vorbei am Tagungsort zur Abschlusskundgebung beim Mahnmal der NS-Opfer am Reichensperger 
Platz führte. Allerdings verblieben auch hunderte Antifaschist*innen an der von etwa 1.000 
Polizeikräften großräumig abgesperrten Stadthalle stehen. Drinnen eröffneten die 
rassistischen Politiker*innen Frauke Petry (AfD), Marine Le Pen (FN) und Geert Wilders 
(PVV) zusammen mit anderen europäischen Rechten ihr "Jahr der Patrioten", für das sie sich 
angesichts mehrerer Wahlen in 2017 zusammengeschlossen haben.

Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit dieser nationalistischen Rassist*innen mit ihrem 
neoliberalen Wirtschaftsprogramm und chauvinistischen Weltbild, gilt es auch weiterhin 
einen herrschaftskritischen und emanzipatortischen Widerstand entgegen zu halten. Doch 
dafür bedarf auch es einer globalen Vernetzung kämpferischer Gewerkschafter*innen, die 
sich weder von der Macht gewählter Stellvertreter*innen, noch von einer Einbindung in das 
kapitalistische Krisenmanagement verführen lassen.

Hintergründe:
Aufruf der Antifa Koblenz

http://anarchosyndikalismus.blogsport.de/2017/01/22/koblenz-5-000-protestieren-gegen-eu-rechtsfraktion/#more-243


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