(de) FDA-IFA Gai Dao #73 - ­Die geheime Welt von Terijian ­Ein Ausschnitt

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So Jan 22 14:12:42 CET 2017


"Die Geschichte dieses Kinderbuchs romantisiert die kriminellen Aktivitäten der Earth 
Liberation Front und ermutigt Kinder sich an ähnlich kriminellen Handlungen zu 
beteiligen." ---- Die Arbeiter*innen bewegten sich langsam vorwärts durch den Wald.  Es 
war nur eine Frage der Zeit, bis sie das Nest erreicht haben würden. [...] Er rannte los. 
Er rannte so schnell, wie seine kleinen Beine ihn tragen konnten. Er wich Bäumen aus, 
hüpfte über Baumstämme und rannte durch das hohe Gras, das in sein Gesicht peitschte. Er 
rannte durch seinen Hinterhof, seine Straße hoch und geradewegs zu Morikos Fenster. Seine 
kleinen Beine konnten ihn nicht länger tragen und als er laut an ihr Fenster geklopft 
hatte, brach er zusammen. Connor kniete auf dem Boden, als er wartete und schnappte nach 
Luft. Moriko öffnete das Fenser und schaute raus. „Connor, bist du ok?“

  Connor nahm einen tiefen Atemzug. „Die Maschine...“ „Connor, wir
  haben es schon versucht.“ Ihre Stimme klang hoffnungslos. „..sie fährt
  auf das Falkennest zu." Moriko wurde still. „Ich weiß, wir können den
  Wald nicht retten.“ Connor hob den Kopf und versuchte etwas Würde
  zu sammeln, während er nach Luft schnappte, „aber wir können
  versuchen den Falken zu retten.“ [...]

  Im nächsten Augenblick rannten die beiden los zum Wald. Aber sie
  fühlten sich mehr wie Wölfe, schnell und wild. Schmerz schoss Connor
  in die Beine als er rannte. [...] Gerade als er dachte, er würde
  zusammenbrechen, erreichte er den Baum. Moriko schaute verzweifelt
  durch die Bäume. Sie sah einen großen alten Baum zu Boden fallen und
  sichtete die Maschine direkt dahinter. Connor legte seine Hände auf die
  Knie und flehte verzweifelt, „Moriko wir müssen es versuchen und
  irgendwas tun.“ „Ich weiß.“ Sie blickte durch die wenigen Bäume die
  zwischen ihnen und der vorrückenden Maschine standen. „Ich denke
  nach.“ [...] Connor dachte an alle möglichen Dinge, aber er wusste, das
  nichts davon funktionieren würde. Moriko schaute an der alten Eiche
  hinauf. Die Falkenmutter saß auf ihrem Ast und starrte wild auf die
  nahende Zerstörung.

  „Connor, ich habs!“ rief Moriko und spang rüber zu ihm. Sie schlang
  ihre Arme um den kleinen Connor und begann mit ihm im Kreis herum
  zu tanzen. „Ich habs, Connor! Wir klettern auf den Baum!“ „Wir klettern
  auf den Baum?“ Connor hörte auf zu tanzen und schaute hinauf durch
die klettern.„Natürlich!“ Äste. Sein Magen Moriko drehte hüpfte sich um auf als und er ab 
daran und tanzte dachte weiter. hinauf „Sie
  zu
  können den Baum nicht fällen, wenn Kinder darauf sind, Connor“ „Ich
  weiß nicht...“ Connors Stimme verlor sich. Seine Hand blieb auf dem
  Baumstamm. Er führte seine Finger über die rissige Oberfläche der
  Rinde. Moriko sah Connors besorgtes Gesicht und hörte auch auf zu
  tanzen. Moriko runzelte die Augenbrauen, als sie nachdachte. „Du
  brauchst nicht hoch gehen. Wir brauchen nur einen von uns oben im
Baum. Außerdem, kannst du hier unten bleiben und sie warnen.“ [...]

  Moriko legte ihre Arme um Connor und die beiden hielten sich
  gegenseitig fest und versuchten, die Angst aus sich heraus zu drücken.
Als sie auseinandergingen, rang sich Moriko ein schwaches Lächeln ab.

  Der kleine Connor ant wortete mit einem eigenen, ängstlichen Lächeln. Moriko griff
  nach einem niedrigen Ast und begann ihren Weg den Baum hinauf. Sie
  schwang sich von diesem Ast und zog sich auf den nächsten. Die Äste
  wuchsen so dicht in der Mitte, dass sie praktisch um den Baum herum
  wie auf einer Wendeltreppe hinauf ging. Connor schaute hinauf, als er
  Moriko beobachtete wie sie höher und höher kletterte. Er lehnte seinen
  Kopf bis auf die Schultern zurück und die kleine Moriko kletterte
  immer noch höher. Sie war fast ganz oben, als sie stoppte und sich auf
  einen Ast setzte, der nur ein paar Zentimeter unter dem Falkennest lag.
  Die Falkenmutter hatte Moriko die ganze Zeit beobachtet. Moriko
  schaute auf zu dem Falken und schickte ein kleines Lächeln zu dem
  Vogel. Der Vogel flatterte sanft mit den Federn, wie sie es getan hatte,
  als sie ihre Kleinen zusammengesammelt hatte. Die Falkenmutter und
  Moriko saßen auf ihren Ästen und starrten auf die näherkommende
  Bedrohung. Die Maschine kroch vorwärts. Das Geräusch der Maschine
  und die Kettensägen wurden ohrenbetäubend, als sie näher kamen.

  Nur ein paar Bäume standen zwischen ihnen und dem Falkennest. Die
  Männer fuhren mit ihren Kränen zu den letzten Bäumen herauf und
  schnitten Äste ab. Währenddessen zerschnitt die Maschine einen
  anderen Baum, der in seinem Weg stand. Als Äste zwischen die beiden
  Bäume fielen, die vor Connor lagen, begann er, so laut er konnte, über
  das Surren der Sägen und das Tosen der Maschine zu rufen. „Stop!“

  Einer der Männer, die eine Kettensäge schwangen, sah herunter zu
  Connor, der vor dem Baum stand. [...] Die Männer konnten die Rufe
  von Connor nicht hören, also zuckten sie bloß mit den Achseln. Die
  beiden Männer waren gerade dabei mit dem Fällen fortzufahren, als sie
  etwas sahen, dass sie beide überraschte. Dieser kleine, winzige Junge
  auf dem Boden, dem sie keine Beachtung geschenkt hatten, begann sich
  selbst auf einen Ast des Baumes zu ziehen. Die Männer stellten ihre
  Kettensägen ab...
  !
  Weitere Infos
  "Die geheime Welt von Terijian" ist eine (Kinder-)Geschichte
  von Crimethinc. in der Connor und Moriko versuchen einen
  Wald vor der Rodung zu schützen. Das Anarchsitische Kollektiv
  Glitzerkatapult arbeitet gerade an einer deutschen Übersetzung.
  Originaltext: http://www.crimethinc.com/blog/2015/06/09/the-
  secret-world-of-terijian-zine/ (Englisch)


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