(de) Anarchistischer Frühling an der Uni Dortmund

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Do Feb 23 08:21:54 CET 2017


Wir lassen uns den Mund nicht verbieten! Wenn wir keine Räumlichkeiten haben, bilden wir 
uns draußen! ---- Am 16.02.17 haben wir von der anarchistischen Hochschulgruppe trotz 
aller Umständlichkeit, die uns von der Hochschulleitung entgegengebracht wurde, den 
Vortrag "Anarchismus, eine Einführung" erfolgreich gegen 18:30 Uhr durchgeführt. Das EF50 
war bereits eine Stunde vor dem geplanten Beginn der Veranstaltung abgeriegelt, sämtliche 
Zugänge geschlossen und nur noch mit Studierendenausweis der TU Dortmund über den 
Haupteingang zu betreten. Sowohl Hochschulsecurity, als auch die zahlreich vorhandenen 
Polizist*Innen sorgten dafür, dass keine größere Gruppe, die als "links" eingestuft wurde, 
Zutritt zum Gebäude erhielt. Selbst Student*Innen der Fachhochschule wurde zunächst der 
Zugang verwehrt.

Als abzusehen war, dass wir keine Räumlichkeiten der Hochschule für unseren Vortrag nutzen 
dürfen, entschieden wir uns nach Abstimmung mit den Interessierten den Vortrag draußen vor 
Ort durchzuführen.

Etwa 70 Menschen lauschten auf den Bänken gegenüber des EF50 dem Vortrag. Weit über 100 
Menschen waren insgesamt auf der Kundgebung vertreten. Wir freuen uns, dass ein so breites 
Spektrum an Personen vertreten war, nicht nur um dem Vortrag zu folgen, sondern auch um 
ein Zeichen gegen Nazis auf unserem Campus zu setzen. Der Verlauf des Abends bestätigt, 
dass selbstorganisierte Bildung notwendig ist und das Bedürfnis daran bei den 
Dortmunder*Innen bestehen. Die angeblich existierende "Nationalistische Hochschulgruppe" 
war in der anstehenden Klausurenphase vermutlich zu sehr mit dem Pauken beschäftigt, um 
sich der Anti-Antifa-Arbeit zu widmen. Somit konnten wir und alle Anwesenden einen 
ungestörten, gewaltfreien Bildungsabend genießen. Der einstündige Vortrag wurde auf Grund 
der Umstände leider ohne Powerpoint-Präsentation dafür aber mit Megafon durchgeführt.

Als der Vortrag beendet war, blieben noch viele Zuhörer*Innen für eine angeregte 
Diskussion untereinander auf dem Vorplatz des EF50.

Es bleibt zu kritisieren, dass die Hochschule die Möglichkeit Bildung für alle zu 
organisieren verwehrte. Hochschulräumlichkeiten sollten allen Menschen, die sich bilden 
wollen, jederzeit zur Verfügung stehen. Stattdessen wurden jegliche Räume, auch etliche 
leere, abgeschlossen und blieben ungenutzt. Egal wie die Hochschulleitung handelt: Wir 
bleiben aktiv!

Der AStA steht uns anscheinend offen gegenüber und wir hoffen, dass wir in Zukunft besser 
zusammenarbeiten können.

Wir haben gezeigt, dass wir kein "Hochrisiko" darstellen und lassen uns in Zukunft die 
Nutzung der Leerräume nicht verbieten. Das Risiko geht von Faschist*Innen aus, nicht von 
uns! Die Ereignisse des Gründungstreffens unserer Gruppe am 10.01.2017 und der 
Podiumsdiskussion des Autonomen Schwulenreferats der TU Dortmund am 02.02.2017 haben dies 
deutlich gemacht. Die Hochschulleitung sollte sich darüber im Klaren sein, dass sie von 
rechtsextremen Gewalttätern Beifall erfährt, wenn sie an ihrer Politik bezüglich der 
Raumnutzung festhält.

Uns bleibt ein positiver Gesamteindruck, der durch die vielen sich solidarisierenden 
Menschen und dem großen Interesse an anarchistischer Bildung ausgelöst wurde. Wir danken 
allen die mit uns gegen faschistische Übergriffe zusammenstehen. Lasst uns auch in Zukunft 
für emanzipatorischen Wandel eintreten!

Wir lassen uns nicht einschränken: Freie Bildung auf unserem Campus für alle!

Anarchistische Hochschulgruppe Dortmund

http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/02/18/anarchistischer-fruehling-an-der-uni-dortmund/#more-505


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