(de) lka: libertäre gruppe karlsruhe ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT - DEM BRAUNEN SPUK EIN ENDE SETZEN - DEM NAZIAUFMARSCH AM 17.02.2017 IN KARLSRUHE ENTGEGENTRETEN!

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So Feb 19 08:15:19 CET 2017


Bröckelt das rechte Netzwerk um "Karlsruhe wehrt sich"?; Ester Seitz zum Scheitern 
verurteilt? - folgt eine Parteikarriere?; Die Nazihochburg bleibt ---- Für den 17. Februar 
2017 mobilisiert das rechte Netzwerk "Karlsruhe wehrt sich" um 19 Uhr zur nächsten 
Demonstration auf den Stephanplatz nach Karlsruhe. Nach einer Kundgebung wollen die Nazis 
um Ester Seitz zum Bundesverfassungsgericht und wieder zurück marschieren. ---- Bröckelt 
das rechte Netzwerk? ---- Nachdem "Karlsruhe wehrt sich" im Herbst noch einmal an Zulauf 
gewinnen konnte, stagnieren die Teilnehmer*innenzahlen erneut. Ester Seitz ist nach 
Sachsen gezogen und kann sich nicht mehr entscheiden, welcher rechten Splittergruppe sie 
angehören möchte. Ihr Ziel einer Allianz aller rechten und rechtsextremen Gruppierungen 
war von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Während Seitz versuchte sich auf der Straße in 
bürgerlichem Antlitz zu präsentieren, versuchte sie hinter den Kulissen den 
Schulterschluss mit den rechts außen zu suchen. Die Spaltungen von Kargida, Widerstand 
Karlsruhe, Pegida und "Karlsruhe wehrt sich" zeigen, dass dies klar gescheitert ist.

Ein Umzug mit Ernüchterung

Mit der Flucht nach Sachsen sucht sich Ester Seitz einen patriotischen Wohlfühlort zum 
leben. Ihr politisches Engagement als Anführerin einer Bewegung leidet darunter. Als 
Demoanmelderin zuerst nicht willkommen, in der neuen Bürgerbewegung Leipzig nur zweite Reihe.

Ester Seitz bleibt nichts anderes übrig, als an Karlsruhe fest zu halten. Doch auch hier 
scheinen die Tage für sie nahezu gezählt zu sein. Nicht viel mehr als 40 Personen kann sie 
mobilisieren. Die ursprünglich für den 11.02. angesetzte Demonstration musste verlegt 
werden. Als Grund wird das Nazigedenken um den 13. Februar in Dresden genannt. Der 
Holocaustleugner und mehrfach verurteilte Naziaktivist Gerhard Ittner, welcher sich 
genauso unbeliebt machte wie Seitz zuvor (in Sachsen hat man sich den Kameraden vor Ort zu 
fügen), bedankte sich dafür. Ein Zeichen, in welchen Kreisen Frau Seitz verkehrt, während 
sie sich andererseits versucht der AfD anzunähern.

Der zweite Grund dürfte die Teilnahme der neonazistischen Kleinstpartei Die Rechte, auf 
deren Bundesparteitag sie im letzten Jahr einen Gastauftritt hatte, an den 
geschichtsrevisionistischen Aufmärschen in Dresden gewesen sein. Mit einem Transparent mit 
der Aufschrift "Die Toten Mahnen uns zur Tat" und dem Abbild eines Stahlhelmes zeigten sie 
ihr Gedenken an die Wehrmachtsoldaten. Mit der Gleichsetzung der kriegerischen Befreiung 
vom Nationalsozialismus mit dem Holocaust, soll die Geschichte umgedeutet werden.

Auch wenn die Rechte Ester Seitz‘ Veranstaltungen lediglich für ihre Zwecke nutzt, sind 
auch nur 10 Personen weniger ein großes Problem.

Inzwischen sucht sie vermehrt nach Verbindungen zur AfD. Nachdem mit Madeleine Feige 
erstmals eine Rednerin der AfD bei "Karlsruhe wehrt sich" auftrat, Sprach der Stadtverband 
Ettlingen seine Unterstützung aus. In dieser Woche sprach Ester Seitz bei einer 
Wahlkampfveranstaltung der AfD Brandenburg in Neuruppin. Dies verstärkt den Eindruck, dass 
sie sich langsam aber sicher von der Straße in Richtung Partei bewegt.

Am 17.02.2017 um 19 Uhr feiert "Karlsruhe wehrt sich" den zweiten Geburtstag in 
Krisenzeiten. Und das im hoch beschworenen Schicksalsjahr der Patrioten.

Die Nazihochburg bleibt

Karlsruhe hat sich längst zur Nazihochburg entwickelt. Dies zeigt sich an wöchentlichen 
Veranstaltungen der rechten Szene. Diese müssen noch immer größtenteils konspirativ 
stattfinden und das Publikum der Aufmärsche hat sich auf einen harten Kern reduziert. Dies 
ist allein der Hartnäckigkeit des antifaschistischen Widerstandes zu verdanken, welcher 
sich trotz massiver Repression und Angriffen aus allen Ebenen nicht unter kriegen lässt.

"Die Angriffe auf ein linkes Zentrum und einen Kulturverein innerhalb kürzester Zeit haben 
gezeigt wohin das Ignorieren der Naziszene in Karlsruhe führt.", so Petra Schwarz, 
Pressesprecherin der Libertären Gruppe Karlsruhe. "Allein dadurch, dass sich einige 
Menschen weder von Strafbefehlen, noch durch Einschüchterungsversuche abbringen lassen, 
müssen die Nazis sich in Karlsruhe weitestgehend verstecken. Wer die gewachsene Naziszene 
und tätliche Übergriffe weiter ignoriert unterstützt diese insgeheim.", so Schwarz weiter. 
Außerdem ist es nicht auszuschließen, dass allen voran Die Rechte Interesse daran zeigt, 
die Aufmärsche im Vorfeld des "Tag der deutschen Zukunft" und der Bundestagswahl aufrecht 
zu erhalten. Darum rufen wir erneut alle dazu auf den Nazis keinen Raum zu geben und sich 
an den Gegenprotesten ab 18 Uhr auf dem Stephanplatz zu beteiligen. Wir wollen keine 
zweite Vergangenheit - wir wollen zurück in die Zukunft!"

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