(de) fau berlin: Kündigungen und akute Projektgefährdung: Warnstreik im LSVD

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So Dez 24 10:41:23 CET 2017


Am Dienstagnachmittag versammelten sich vor der Geschäftsstelle des Bildungs- und 
Sozialwerks des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg (LSVD) etwa 30 Personen 
zu einer Kundgebung. Die Demonstrierenden zeigten sich solidarisch mit den Forderungen der 
Beschäftigten des Bildungswerks, in dem für die gleiche Zeit ein Warnstreik angesetzt war. 
---- Zum Warnstreik aufgerufen hatte die Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter- Union Berlin 
(FAU). Zuvor hatte sich der Arbeitskonflikt im LSVD weiter zugespitzt. Nach einer 
erfolglosen ersten Verhandlungsrunde hatten der Vorstand sowie Geschäftsführer Jörg 
Steinert sich geweigert, erneut mit der FAU ins Gespräch über den Abschluss eines 
Tarifvertrags zu treten. Stattdessen wurden weitere Mitarbeiter*innen freigestellt.

Damit ignoriert die Geschäftsleitung nicht nur die Forderungen ihrer Beschäftigten - sie 
nimmt offenbar auch die Gefährdung der eigenen Projekte in Kauf. So ist mittlerweile ist 
klar, dass renommierte Projekte wie das Regenbogenfamilienzentrum, die Schulaufklärung 
(Community Gaymes) und Respect Gaymes ab Anfang Januar ohne Mitarbeiter*innen dastehen 
werden. Diese wurden entweder gekündigt oder sind gegangen, weil sie die Arbeitssituation 
unter diesem Vorstand und Geschäftsführer nicht mehr mittragen wollten. Andere Projekte 
sind ebenfalls betroffen.

Die Betriebsgruppe fordert weiterhin einen Tarifvertrag für die wenigen verbleibenden 
Beschäftigten sowie eine Kehrtwende im Personalmanagement. Soziale Projekte leben von 
Ihren Mitarbeiter*innen und deren Erfahrungen. Gerade bei so wichtigen gesellschaftlichen 
Anliegen, wie sie der LSVD vertritt, wäre eine kontinuierliche Arbeit nicht nur 
wünschenswert, sondern notwendig.

https://berlin.fau.org/news/kuendigungen-und-akute-projektgefaehrdung-warnstreik-im-lsvd


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