(de) FAU Berlin: Warnstreik im BLSB + [Pressemitteilung] Arbeitgeber missbraucht befristete Arbeitsverträge als Druckmittel: Warnstreik im LSVD

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Fr Dez 22 06:44:18 CET 2017


Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, ---- nach gescheiterten Tarifverhandlungen und 
etlichen Kündigungen ruft die FAU Berlin für heute um 16 Uhr zum Warnstreik im Bildungs- 
und Sozialwerk des Lesben- und Schwulenverbands Berlin-Brandenburg e.V. auf. Parallel dazu 
wird eine Kundgebung stattfinden. Genauere Informationen zum Hintergrund des Streiks 
entnehmen Sie bitte der beigefügten Pressemitteilung. ---- Für Rückfragen stehen wir unter 
der unten angegebenen Nummer gerne bereit. ---- Mit freundlichen Grüßen ---- Georgia 
Palmer ---- Pressesekretariat der FAU Berlin ---- Post: Grüntaler Str. 24, 13357 B ---- 
Mail: faub-presse at fau.org ---- Phon: +49 151 43 642 542 ---- Fax:  +49 30 287 008 13

[Pressemitteilung] Arbeitgeber missbraucht befristete Arbeitsverträge als Druckmittel: 
Warnstreik im LSVD

Nachdem die Tarifverhandlungen für einen Haustarifvertrag mit dem Bildungs- und Sozialwerk 
des Lesben- und Schwulenverbands Berlin-Brandenburg e.V. (BLSB) gescheitert sind, ruft das 
Allgemeine Syndikat der Freien Arbeiter*innen Union Berlin (FAU) die Betriebsgruppe zum 
Warnstreik am Dienstag, 19.12.2017 von 16-18 Uhr vor der LSVD-Geschäftsstelle (Kleiststr. 
35, 10247 Berlin-Schöneberg) auf, um dem Vorstand und der Geschäftsführung ihre 
Entschlossenheit zu zeigen.

Der Vorstand des BLSB hat bis heute keinen einzigen der 16 zum Jahresende gekündigten 
Verträge verlängert. Stattdessen wurde sechs Tage vor Weihnachten zwei weiteren 
Mitarbeiter*innen mitgeteilt, dass ihre Verträge definitiv nicht verlängert werden. Die 
FAU wertet das als Versuch, die gewerkschaftlich organisierte Belegschaft auszutauschen. 
"Die Kündigungen, in Frage gestellten Verlängerungen und die Abmahnungen bauen eine 
Drohkulisse auf, mittels derer die Belegschaft gespalten werden soll", so Georgia Palmer, 
Pressesekretärin der Freien Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union Berlin (FAU), außerdem.

In einer Urabstimmung haben sich die Mitarbeiter*innen der Betriebsgruppe nun trotzdem mit 
großer Mehrheit dafür entschieden, mit weiteren gewerkschaftlichen Mitteln für einen 
Tarifvertrag zu kämpfen. Ihnen geht es dabei nicht zuletzt um den Erhalt der Projekte, der 
ohne qualifiziertes Personal nicht sichergestellt werden kann.

Die vorgetragenen Argumente des Vorstandes, die Förderbedingungen der Senatsverwaltung und 
die nicht beschlossenen Haushaltsmittel für die Projekte seien Schuld an der aktuellen 
Lage, entspricht dabei nicht der vollständigen Wahrheit. Zum einen gibt es genug Beispiele 
von drittmittelfinanzierten Projektträgern, die ihre Mitarbeiter*innen trotzdem mit 
unbefristeten Verträgen ausstatten (z.B. Mann-O-Meter, Archiv der Jugendkulturen). Zum 
anderen ist der öffentlich einsehbare Haushaltsplan für 2018/19 vom Senat bereits 
verabschiedet. Aus diesem geht klar hervor, dass für alle größeren Projekte des BLSB e.V. 
die Gelder auch in den nächsten Jahren auf dem selben Niveau wie in 2017 eingestellt wurden.

"Wer gute soziale Projekte will, muss sich auch auf Gespräche über gerechtere 
Arbeitsbedingungen einlassen. Wenn Vorstand und Geschäftsführung nicht dazu bereit sind, 
die Mitarbeiter*innen ernst zu nehmen, dann gibt es nur noch einen Schritt", merkt Käte 
Gengenbach, Sekretärin der FAU, an.

Berlin den 19. Dezember 2017


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