(de) FAU Berlin ruft für den 19.12. zum Warnstreik auf -- BLSB: Befristete Arbeitsverträge als Druckmittel gegen Gewerkschaft

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So Dez 17 07:44:19 CET 2017


Nachdem die Tarifverhandlungen für einen Haustarifvertrag mit dem Bildungswerk des Lesben- 
und Schwulenverbands Berlin-Brandenburg e.V. (BLSB) gescheitert sind, zeigen wir Vorstand 
und Geschäftsführung jetzt unsere Entschlossenheit. Der Vorstand des BLSB war bisher nicht 
bereit, uns die Fortsetzung der Verträge im nächsten Jahr zu garantieren und es sieht so 
aus, als ob es die Strategie des Vorstands wäre, die gewerkschaftlich organisierte 
Belegschaft einfach auszutauschen. Wir werten die Kündigungen, die in Frage gestellten 
Verlängerungen und die Abmahnungen als Drohkulisse, mit der der Vorstand versucht, uns zu 
vereinzeln und zu spalten. Aber wir halten zusammen und kämpfen für unseren Tarifvertrag. 
---- Konkret fordern wir für unsere Mitglieder: ---- - Entfristung aller Arbeitsverträge 
unter Finanzierungsvorbehalt. Gute Arbeit kann nur mit erfahrenem Personal gelingen.

- Einführung von Arbeitszeitkonten mit entsprechender Anerkennung der tatsächlich 
geleisteten Arbeit. Überstunden müssen als Überstunden anerkannt werden.

- Angleichung der wöchentlichen Arbeitszeit an den Tarifvertrag für den Öffentlichen 
Dienst der Länder (TV-L) - Berlin.

- Regelmäßige Supervisionen. Unsere soziale Arbeit ist häufig belastend und eine 
professionelle externe Begleitung notwendig.

- Tätigkeitsbeschreibungen für alle Arbeitsstellen, Mitbestimmung bei Versetzungen. Wir 
arbeiten aus politischer Überzeugung in unseren Projekten und wollen gefragt werden, wenn 
wir woanders arbeiten sollen.

- Faire Ladungsfristen für Mitarbeiter*innengespräche. Eine vertrauensvolle 
Gesprächsatmosphäre kann nur entstehen, wenn sich beide Seiten auf ein Gespräch 
vorbereiten können.

- Bei gleicher Eignung müssen Honorarkräfte bei der Besetzung von regulären Stellen 
bevorzugt werden. Die Erfahrung und das Engagement von Honorarkräften muss angemessen 
gewürdigt werden.

- Angleichung des Urlaubsanspruchs an den Tarifvertrag der Länder - TV-L Berlin.

- Beteiligung der Belegschaft bei der Ermittlung des Fortbildungsbedarfs. Wir wissen am 
Besten, was uns in der täglichen Arbeit fehlt.

- Bessere Mitbestimmung durch unsere Betriebsgruppe. Die demokratische Beteiligung der 
Belegschaft an wichtigen Entscheidungen sorgt für gute und umsetzbare Regelungen.

"Kein Schiff fährt ohne Besatzung! Wenn sich Vorstand und Geschäftsführung nicht endlich 
auf Gespräche auf Augenhöhe einlassen, muss mit Streik gerechnet werden", so Käte 
Gengenbach, Sekretärin der Freien Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union Berlin (FAU).

Das Allgemeine Syndikat Berlin in der FAU ruft alle Arbeiter*innen beim BLSB am Dienstag, 
19.12.2017 zu einem Warnstreik auf. Die genaue Uhrzeit des Beginns des Warnstreiks und der 
Wiederaufnahme der Arbeit teilt die Streikleitung rechtzeitig mit.

http://www.fau.org/artikel/art_171212-101829


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