(de) fda-ifa: Ruhr-Uni Bochum - 24.01.2018: Anarchistisches Kennenlerntreffen von Anarchistische Föderation Rhein/Ruhr

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Fr Dez 8 06:37:56 CET 2017


Auch dieses Mal gibt es wieder zwei Einladungen zu unserem Kennenlerntreffen. ---- 
Entschlossen in Richtung Revolution ---- Der Wunsch nach Veränderung ---- Würdest du dir 
ein anderes Zusammenleben wünschen, in dem du über dein Lernen, Lieben und Arbeiten 
entscheidest? Bist du für eine Welt, in der alle Menschen sich frei bewegen können? 
Träumst davon, dass niemand anderen gehorchen muss und alle Menschen gleichwertig sind? 
Angesichts des katastrophalen Kurses unserer Welt ist dies keine Utopie, sondern eine 
notwendige Veränderung, die sofort beginnen muss. Faschismus, Nationalismus, Klimawandel, 
Umweltzerstörung und Armut warten nicht und wie zahlreiche Klimakonferenzen und 
G-20-Gipfel gezeigt haben, werden die Probleme dieser Welt nicht von Politiker*innen oder 
Staaten beseitigt werden. Du entscheidest, ob du der utopischen Hoffnung anhängen willst 
Autoritäten würden unsere Probleme lösen oder selbst handelst, auch wenn das wie eine 
gewaltige Herausforderung erscheinen mag.

Soziale Revolution - Jetzt gemeinsam handeln

Doch du bist nicht allein. Wir wollen nicht länger warten und glauben, dass angesichts der 
Katastrophen, welche das bestehende System schafft, unsere Zukunft davon abhängt, eine 
Alternative zu schaffen. Den Institutionen Kapitalismus, Staat, Universität und auch allem 
anderen, was auf Herrschaft beruht, möchten wir etwas komplett anderes entgegensetzen. 
Allgemein sind das Selbstbestimmung, freie Vereinbarung, Dezentralität, Solidarität und 
Gleichwertigkeit. Konkret bedeutet es, dass wir z.B. Bildungskurse organisieren, in denen 
wir selbst bestimmen was die Inhalte sind und voneinander und miteinander lernen, ohne den 
Zwang von Noten. Diese sollen auch helfen uns die Fähigkeiten anzueignen, die wir für die 
Organisation einer revolutionären Bewegung und eines selbstbestimmtes Lebens brauchen. 
Oder wir verteilen veganes Essen gegen Spende, um Kapitalismus und Klimawandel zu 
bekämpfen indem wir Solidarität und Ressourcenschonung vorleben.
Das wirkt wie vereinzeltes Handeln, aber wir sind Teil einer globalen Bewegung, die sich 
Anarchismus nennt. Anarchist*innen glauben, dass Macht über Andere immer korrumpiert und 
jede*r, die*der herrscht, gezwungen ist vor allem ihre*seine Macht zu erhalten, daher 
organisieren wir uns ohne Anführer*innen. Außerdem lehnen wir Parteien und die Beteiligung 
an Wahlen ab, denn auch die Hierarchien und Zwänge in Parlamenten und Parteien 
korrumpieren und verhindern freiheitliche Veränderungen. Wir wollen uns auch den Staat und 
seinen Zwangsapparat nicht zu eigen machen, denn zu Selbstbestimmung können Menschen nicht 
gezwungen werden. Falls du mit uns an einer revolutionären Änderung der Welt arbeiten 
willst, komm zum anarchistischen Kennlerntreffen an der Ruhr-Uni am Mittwoch, den 
24.01.2018 um 18.00 Uhr vor der Cafeteria von Gebäude GB.

Kämpfe an die Uni tragen

Oft wirkt die Universität wie ein unpolitischer Raum, wo sich nicht viel ändern lässt und 
keine Perspektiven für emanzipatorische Politik bestehen. Auch kritische Menschen haben 
häufig kaum Ansatzpunkte, um hier aktiv ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen anstatt 
sich für ein zukünftiges Berufsleben zurichten zu lassen.
Daher laden wir als Schwarze Ruhr-Uni auch dieses Semester wieder zu einem anarchistischen 
Kennlerntreffen, wo wir unsere Gruppe vorstellen. Dort wollen wir Interessent*innen an 
antiautoritärer Politik die Möglichkeit bieten sich auszutauschen und kennenzulernen. Wir 
möchten Möglichkeiten erschließen, wie wir, im Alltag und an der Uni, Widerstand gegen die 
vielen Unterdrückungsformen, die uns überall umgeben, leisten können: Rassistische Hetze 
auf den Straßen und in den Parlamenten, die mörderischen Grenzregime auf aller Welt, tief 
in der Gesellschaft verankerter Sexismus und Queerfeindlichkeit, prekäre Lebenslagen von 
schlechtbezahlten und erwerbslosen Menschen....
Probleme gibt es also genug und auch die Uni bleibt hier keineswegs außen vor: 
Naturwissenschaften schaffen Wissen, Technik und Arbeitskräfte für Militär und 
Geheimdienste. Lehrämtler*innen müssen zwangsweise autoritäre und interessentötende 
Methoden lernen und anwenden. In den Geisteswissenschaften werden Herrschaftsmechanismen 
naturalisiert und legitimiert. Und die besten Arbeitsbedingungen bietet so eine 
Universität natürlich auch nicht. Daneben dann auch noch der ganze Stress mit Klausuren 
und Prüfungsleistungen, Studienverlaufsplänen und BaFöG... Doch auch Lernen geht besser, 
Wissenschaft kann kritisch sein und Arbeitskämpfe können auch hierher getragen werden.
Ihr seht: Es gibt viel zu tun und zu diskutieren. Wenn ihr also Lust auf kritische 
Auseinandersetzung und radikale Politik habt, kommt vorbei, tauscht euch aus, werdet 
aktiv; wir freuen uns auf euch.
Zeit: Mittwoch - 24.01.2018 - 18.00 Uhr
Ort: Vor der Cafeteria von Gebäude GB an der Ruhr-Uni

https://fda-ifa.org/ruhr-uni-bochum-24-01-2018-anarchistisches-kennenlerntreffen/


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