(de) fda-ifa - Anarchistisches Kennenlerntreffen: Parlamentswahlen - Ausdruck der Volkssouveränität oder Verschleierung unserer Ohnmacht? von agdortmund

a-infos-de at ainfos.ca a-infos-de at ainfos.ca
Mo Aug 28 07:20:35 CEST 2017


17. September 2017 -- 15:00	bis	19:00 ---- Die Anarchistische Gruppe Dortmund lädt zur 
Diskussion und zum Kennenlernen ein! ---- An jedem der Nachmittage wollen wir über ein 
kontroverses Thema diskutieren, zu dem es einen kurzen Einführungsvortrag geben wird. Zu 
jedem Thema wird auf einen Text hingewiesen, der zur Vorbereitung auf die Diskussion 
gelesen werden kann (aber nicht muss!). ---- Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die 
Anarchistische Gruppe und andere anarchistische Projekte in Dortmund näher kennen zu 
lernen oder auch ganz allgemein über anarchistische Ideen zu diskutieren. - Kommt vorbei! 
---- Die Treffen finden im Black Pigeon (Scharnhorststr. 50, 44147 Dortmund) statt. ---- 
Diesen Monat zum Thema: ---- Parlamentswahlen - Ausdruck der Volkssouveränität oder ---- 
Verschleierung unserer Ohnmacht? Text: Gegen die Illusion der Wahlen (AGDO) (Den Text 
findet ihr hier: 
http://agdo.blogsport.eu/2017/08/22/broschuere-gegen-die-illusion-der-wahlen-warum-wir-die-freiheit-nicht-mit-dem-stimmzettel-erreichen-koennen/)

Vor jeder Wahl liegen uns Politiker*innen, Journalist*innen und Lehrer*innen in den Ohren; 
sie preisen die Vorzüge der Demokratie und versuchen, uns mit Wahl-O-Maten und anderem 
pädagogischen Schnickschnack zu überzeugen, doch unbedingt von unserem demokratischen 
Recht Gebrauch zu machen und zur Wahl zu gehen. Wenn wir sagen, dass uns das alles nicht 
interessiert, werden sie moralisch und behaupten, dass wir uns nicht beschweren dürften, 
wenn wir nicht mitmachten. Zuweilen werfen sie uns sogar vor, wir persönlich seien durch 
unsere Wahlenthaltung schuld am Aufstieg der AfD, am Klimawandel, am Mangel an Kitaplätzen 
und was es sonst so an Problemen der Gegenwart gibt.

Diese Werbemaßnahmen und Vorwürfe nützen freilich wenig. Wir sind beileibe nicht die 
einzigen, die dem Wahlspektakel wenig abgewinnen können. Große Teile der Bevölkerung sind 
zu der Überzeugung gelangt, dass es im Grunde egal ist, wen sie wählen, weil "die da oben 
ja ohnehin machen, was sie wollen." Auch diejenigen, die noch zur Wahl gehen, tun das in 
der Regel nicht aus Begeisterung für eine bestimmte Partei, sondern um "das größere Übel" 
zu verhindern oder einfach, um überhaupt etwas getan zu haben. Bei Umfragen darüber, 
welchen Berufsgruppen die Menschen am meisten vertrauen, belegen Politiker*innen seit 
Jahren regelmäßig den letzten Platz. Politikwissenschaftler*innen warnen besorgt von einer 
"Legitimationskrise der Demokratie".

Offenbar wird das Märchen von der "Volkssouveränität", also der Selbstbestimmung, die dem 
Volk in der Demokratie zukommen soll, immer weniger geglaubt; zumindest ahnen viele, dass 
Demokratie keineswegs bedeutet, dass sie in ihrem persönlichen Alltag "souverän" sind, 
sprich selbst bestimmen können, wie sie leben möchten. Politische Wahlen sind im Grunde 
nur eine von vielen Scheinalternativen, zwischen denen wir uns ständig entscheiden sollen: 
CDU oder SPD, Saturn oder Media Markt, O 2 oder Vodafone, ein Jura- oder ein 
Soziologiestudium - Wahlmöglichkeiten, wohin man sieht, aber nirgendwo Freiheit.

Aber warum ist das eigentlich so?

Übersicht zu allen Kennenlerntreffen: agdo.blogsport.eu/zusammenkunft

Anarchistische Gruppe Dortmund | http://agdo.blogsport.eu/ | agdo at riseup.net

Facebook Veranstaltung

https://fda-ifa.org/anarchistisches-kennenlerntreffen-parlamentswahlen-ausdruck-der-volkssouveraenitaet-oder-verschleierung-unserer-ohnmacht/


Mehr Informationen über die Mailingliste A-infos-de