(de) fau.org: IWW verteidigt sich gegen Angriffe von Rechtsradikalen -- "Faschismus ist eine tödliche Bedrohung für uns alle!"

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Mo Aug 21 08:37:41 CEST 2017


Am vergangenen Wochenende erreichte uns furchtbare Bilder aus den U.S.A. In der Kleinstadt 
Charlottesville raste ein bekennender Faschist mit seinem Auto in eine Menschenmenge, die 
sich zusammen gefunden hatte um gegen einen Aufmarsch Rechtsradikaler zu demonstrieren. 
Bei diesem Terroranschlag wurden zahlreiche Menschen schwer verletzte und die 
Anwaltsassistentin Heather Heyer verlor dabei ihr Leben. Es sind die spektakulären und 
furchtbaren Bilder des Anschlags die nun weltweit für Aufmerksamkeit sorgen, es ist aber 
nicht der erste rechtsradikale Terroranschlag in den U.S.A. seitdem Donald Trump Anfang 
diesen Jahres das Amt des U.S.-Präsidenten übernommen hat. Die Industrial Workers of the 
World (IWW), die Schwestergewerkschaft der FAU in den U.S.A., verweist in einer 
Stellungnahme auf weitere Mordanschläge darunter auf eines ihrer Mitglieder im Januar in 
Seattle.

Doch nicht nur Rechtsterroristen auch der von einem Rechtspopulisten angeführte Staat 
greift zunehmend Akteure der Zivilgesellschaft an. "Welcome to your first day, we will not 
go away!" - unter anderem solche Slogans wurden am 20. Januar 2017 auf den Straßen von 
Washington D.C. von Tausenden Demonstrant*innen gerufen, die gegen die Amtseinführung von 
Donald Trump protestierten. Kurz nachdem der Protest begann, wurden hunderte von 
Demonstrationsteilnehmer*innen durch die Polizei von Washington DC mit Pfefferspray, 
Gummigeschossen und Schlagstöcken angegriffen. Über 200 Personen wurden festgenommen, ihre 
Mobiltelefone wurden als Beweismittel beschlagnahmt und durchsucht. Nach den Entlassungen 
aus der Untersuchungs-Haft erfolgte eine Anklage wegen Landfriedensbruch. Einige Monate 
später fügten die U.S.-Amerikanischen Staatsanwaltschaften acht weitere Straftaten hinzu, 
unter anderem "Verabredung zum Aufruhr", was für einige Demonstrationsteilnehmer 
Strafandrohungen von bis zu 75 Jahren Freiheitsstrafe bedeutet.

Unter den Festgenommenen waren mehr als zwei Dutzend Mitglieder der IWW. Die 
Mitgliedsausweise und Buttons von IWW-Mitgliedern wurden als Beweismittel beschlagnahmt. 
Monate nach der Demonstration wurden für drei Mitglieder Haftbefehle ausgestellt, wegen 
vorgeblicher Verschwörung zum Aufruhr. "Dies ist nicht das erste mal, dass die IWW das 
Ziel von Repression ist und es ist unwahrscheinlich, dass es das letzte mal sein wird. Die 
Bekämpfung des Protests in Washington D.C. ist Teil eines größeren Vorhabens, abweichende 
Meinungen in der Arbeiterklasse und von Randgruppen zu kriminalisieren und Mundtot zu 
machen[...]um gegen Trumps Agenda zu protestieren", heißt es in einem Brief des IWW 
General Defense Committee, das die J20 Verteidigungskampagne gestartet hat (siehe unten).

Auch der faschistischen Gewalt auf der Straße stellen sich die IWW kämpferisch entgegen. 
Ein Mitglied das am Widerstand gegen den Aufmarsch am 12. August in Charlottesville 
beteiligt war schreibt: Dies hat nicht in Charlottesville begonnen und es wird nicht dort 
enden. Wir leben in einer Phase, in der sogar die kleinen Errungenschaften der arbeitenden 
Klasse - und insbesondere die von Migrant*innen, schwarzen Menschen und anderen People of 
Color - solch eine Krise im rassistischen und kapitalistischen Amerika ausgelöst haben, 
dass die einzige Antwort die sie haben, eine entsetzliche Gewalt gegen unsere Communities 
ist.[...]Deshalb stand das IWW General Defense Committee in Charlottesville in der ersten 
Reihe und deshalb werden wir wieder auf die Straße gehen. Mehr noch, deshalb werden wir 
unsere Betriebe und Nachbarschaften organisieren, unser Wissen teilen, 
Nahrungsmittelkooperativen gründen und uns gemeinsam mit anderen organisierten 
Freiheitskämpfer*innen erheben".

Die FAU solidarisiert sich mit den Genoss*innen der IWW. Wir werden alles uns mögliche 
tun, um die IWW bei ihrem Widerstand gegen die Faschisierung der U.S.A und ihrem Kampf für 
eine freie und gerechte Zukunft zu unterstützen.

An injury to one is an injury to all! - Ein Angriff auf eine, ist ein Angriff auf alle!
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Ein Brief von der J20 Verteidugngskampagne des Mid-Atlantic General Defense Committee der IWW
Übersetzung: Internationales Komitee

Am 20. Januar 2017, trugen tausende den Protest auf die Straßen von Washington D.C. Um 
gegen die Amtseinführung von Donald Trump zu protestieren. Während eines der vielen 
Demonstrationszüge am Amtseinführungstag, zeigte die Polizei des District Columbia der 
Welt, wie Sie plante offen zur Schau gestellte abweichende Meinungen zu behandeln: Kurz 
nachdem der Protest begann, wurden hunderte von Demonstrationsteilnehmern mit 
Pfefferspray, Gummigeschossen und Schlagstöcken angegriffen. Die Polizei hielt über 200 
Personen in einem "Kessel" für Stunden fest, bis diese festgenommen wurden. Jedes 
Mobilfunkgerät von Demonstrationsteilnehmern wurde als Beweismittel beschlagnahmt und 
durchsucht. Es folgten Anklagen wegen Aufruhr im Zuge der Entlassungen. Einige Monate 
später haben die U.S. Amerikanischen Staatsanwaltschaften acht weitere Straftaten 
hinzugefügt, wie zum Beispiel "Verabredung zum Aufruhr". Die Demonstrationsteilnehmer sind 
nun mit Strafandrohungen von bis zu 75 Jahren Freiheitsstrafe konfrontiert.

Unter den Festgenommenen waren mehr als zwei dutzend Mitglieder unserer Gewerkschaft, der 
Industrial Workers of the Word, und dem dort angeschlossenen Rechtshilfe- und 
Organisierungsstruktur, dem IWW General Defense Committe (GDC). In der IWW und dem GDC 
scheuen wir nicht davor zurück, den Willen unserer Mitglieder durch Protest und 
Demonstration Ausdruck zu verleihen. Diese Tradition geht zurück auf unseren 
gewerkschaftlichen Kampf um freie Meinungsäußerung im frühen 20. Jahrhundert.

Seit den Festnahmen, setzt sowohl die Polizei im District Columbia als auch die 
Staatsanwaltschaften auf Repression, die offenbar gezielt gegen Mitglieder der IWW und des 
GDC eingesetzt wurd. So wurden die Mitgliedsausweise und Buttons unserer Mitglieder als 
Beweismittel beschlagnahmt. Einige Monate nach der Demonstration wurden für drei 
Mitglieder (zu denen zwei bekannte Aktivist*innen der IWW im District Columbia sind) 
Haftbefehle ausgestellt, wegen vorgeblicher Verschwörung zum Aufruhr. Bevor die 
Haftbefehle ausgestellt wurden, eröffnete das Büro der Staatsanwaltschaft, dass die 
Strafverfahren in Gruppierungen unterteilt werden. Darunter ist eine Gruppierung in der 
fast alle Angeklagten IWW und GDC Mitglieder sind. Obwohl Sie es nicht so deutlich in der 
Öffentlichkeit sagen, ist es dennoch klar, dass die Distriktstaatsanwaltschaft die 
Mitgliedschaft in unserer Gewerkschaft als einen Beweis für ein Vergehen behandelt.

Dies ist nicht das erste mal, dass die IWW das Ziel von Repression ist und es 
unwahrscheinlich, dass es das letzte mal sein wird. Die Bekämpfung des Protests in 
Washington D.C. Ist Teil eines größeren Vorhabens abweichende Meinungen in der 
Arbeiterklasse und Randgruppen zu kriminalisieren und Mundtot zu machen. Der District 
Columbia ist nur einer von einem dutzend Bundesstaaten die versuchen abweichende Meinungen 
durch die Legislative und Verhängung harter Strafen zu Unterdrücken.

Die Mächtigen wollen, das Aktivist*innen und Organisationen zu viel Angst haben um gegen 
Trumps Agenda zu protestieren.

Die Arbeiterbewegung kann nicht erfolgreich sein, wenn ihre Mitglieder als Kriminelle 
behandelt werden, wenn sie gegen Politiker protestieren, die gegen Gewerkschaften und 
gegen Arbeiter*innen handeln. Keine soziale Bewegung kann unter derart repressiven 
Bedingungen wie diesen arbeiten. Wir stehen zu unserem Prinzip: "Ein Angriff auf einen, 
ist ein Angriff auf alle!".

In diesem Sinne, rufen wir unsere Freunde und Verbündeten in der Arbeiterbewegung, wie 
auch in den progressiven linken Gruppen, dazu auf, diesen Brief zu teilen und die 
folgenden Punkte umzusetzen:

1. Kontaktiert info at midatlanticGDC.com um im Namen eurer Organisation diesen Brief, (siehe 
hier: www.midatlanticgdc.com/letter) zu unterstützen.
2. Fragt nach einer angemessene individuelle Stellungnahme eurer Organisation über die 
sozialen Medien, in der diese Stellungnahme unterstützt wird.
3. Sendet ein Protestschreiben an das: United States Attorney‘s Office, ATTN: Channing 
Phillips, 555 4th Street NW, Washinton, CD 20530.
4. Ermutigt eure Mitglieder sich in die Anstrengungen zur Unterstützung der Angeklagten 
einzubringen.

www.defendj20resistance.org und www.midatlanticgdc.com

http://www.fau.org/artikel/art_170814-115103


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