(de) af rhein-ruhr: Für ein Ende der Gewalt - Anarchistische Zeitung zu den Ereignissen in Hamburg + Beilage zum schwarzen Block

a-infos-de at ainfos.ca a-infos-de at ainfos.ca
Sa Aug 12 08:39:56 CEST 2017


Anlässlich der Ereignisse bei G20 in Hamburg veröffentlichen wir jetzt eine kleine Zeitung 
mit anarchistischen Perspektiven auf das Geschehene. Die Zeitung kann mit jedem 
Doppelseiten-A3-Drucker gedruckt werden und ist zur massenhaften Verbreitung gedacht. Denn 
wir sind überzeugt, dass wir außerhalb der staatsfreundlichen Medien Menschen über unsere 
Inhalte aufklären müssen. Gerade die Offenlegung des gewaltsamen Charakters des Staates 
bei G20 bietet die Möglichkeit, Menschen zu erreichen, welche sich fragen, was die 
Alternative zu dieser Gewalt ist. Anders als der Titel unserer Zeitung vielleicht vermuten 
lässt, distanzieren wir uns nicht vom Widerstand gegen diese Gewalt. ---- Zusätzlich zum 
Hauptteil gibt es daher noch eine Beilage (druckbar als doppelseitiges A4) zu schwarzen 
Blöcken und anarchistischen Perspektiven auf Gewalt. Das Feld am Ende des Hauptteils mit 
lokalen Kontakten könnt ihr mit jedem PDF-Viewer bearbeiten und so Werbung für eure Gruppe 
machen. Wir hoffen, ihr verbreitet die Zeitung fleißig. Anschließend nun unser Intro-Artikel.

Wasserwerfer, brennende Barrikaden, fliegende Steine, Sturmgewehre. Von G20 in Hamburg 
gibt es unzählige Bilder. Uns am meisten hängen geblieben sind jene von 
Sonder-Einsatz-Kommandos, die am Schulterblatt Sturmgewehre auf Demonstrant*innen, 
Journalist*innen und Anwohner*innen richteten. Wer Menschen mit Schusswaffen bedroht, 
nimmt Tote in Kauf. Doch das war nicht der einzige Moment, in welchem Tote von der Polizei 
billigend hingenommen wurden: Am Donnerstag (06.07) verursachte die Polizei am Fischmarkt 
beinahe eine Massenpanik, als sie eine friedliche Menschenmenge einkesselte und ihr als 
einzigen Fluchtweg eine hohe Mauer ließ. Über alle Gewalttaten der Polizei zu schreiben 
wäre unmöglich: Zahlen zu den verletzten Menschen, welche keine Polizist*innen sind, gibt 
es nicht, es dürften aber Tausende sein.

Auf diese Gewalt gab es Reaktionen, ebenfalls mit Gewalt. Diese Gewalt war oft gezielt 
gegen die Polizei, den Staat oder kapitalistische Institutionen gerichtet. In einigen 
Fällen zerstörten Menschen aber auch die Autos und Geschäfte von jenen, die selbst massiv 
Betroffene kapitalistischer Ausbeutung sind. Das sollte vermieden werden. Verletzte, die 
keine Polizist*innen waren, gab es aber fast keine.

Die Ereignisse stellen die Frage, was die Alternative zur Gewalt von Staat und 
Kapitalismus ist. Für uns und viele Menschen, die auf der Straße waren, heißt diese 
Alternative Anarchismus. Was Anarchismus genau ist und welche praktischen Alternativen 
Anarchist*innen bereits heute aufbauen, soll in dieser Zeitung dargestellt werden.

Abschließend wollen wir darüber sprechen, was die Zukunftsperspektiven unseres 
Zusammenlebens sind: Totalitärer Staat, Bürgerkrieg oder etwas anderes? In einer Beilage 
klären wir dann auf, was schwarze Blöcke eigentlich wirklich sind und welches Verhältnis 
Anarchismus zur Gewalt hat.

Einige Anarchist*innen

Zeitung G20 (PDF) https://share.riseup.net/#k0DtYJWrMvEpMr8OPMMy3g
Beilage G20-Zeitung (PDF) https://share.riseup.net/#NEqyJwrfWed1M5pxEVvrIQ


Mehr Informationen über die Mailingliste A-infos-de