(de) fda-ifa: JETZT SIND WIR AM ZUG GEMEINSAM GEGEN KAPITALISMUS - Wir lassen uns nicht ausspielen - 1. Mai in Karlsruhe, 15 Uhr, Festplatz von libertäre gruppe karlsruhe

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Mo Apr 24 11:06:31 CEST 2017


Unsere Probleme haben einen gemeinsamen Ursprung. ---- Lassen wir uns nicht gegeneinander 
ausspielen - sondern bekämpfen wir ihn gemeinsam. ---- Wir sind Angestellte, versauern 
hinter Kassen, zerbrechen uns auf Baustellen oder schuften als Schreibtischsklav*innen. 
---- Wir sind Kunstschaffende, die keinen Platz haben. ---- Wir sind Erwerbslose ohne 
Berufschancen. Wir sind Studierende in Konkurrenz um Noten und Wohnungen. Wir sind 
Schüler*innen unter konstantem Leistungsdruck. Wir sind Zugewanderte ohne 
Bleibeperspektive, Migrant*innen ohne Anschluss. Wir sind Eltern im Konflikt für unsere 
Kinder finanziell und sozial da zu sein. Wir sind Kinder, die um die Versorgung ihrer 
Eltern bangen. ---- Wir arbeiten Vollzeit und brauchen dennoch Sozialhilfe. Wir leisten 
unbezahlte Überstunden und hängen in Befristung. Wir sind hochqualifiziert und motiviert, 
aber ohne berufliche Perspektive. Wir sind im dauernden Lernstress. Wir haben unser Leben 
lang gearbeitet und die Rente reicht nicht zum Leben. Wir können uns die Mieten in der 
Stadt nicht mehr leisten. Der Nahverkehr wird immer teurer, Eintrittspreise steigen, aber 
unsere Einkommen nicht.

An sozialen und kulturellen Angeboten wird gespart, gleichzeitig ist Geld für Großprojekte 
da. Wir haben keine Zeit, müssen uns zwischen Sozialleben und Karriere entscheiden.

Vielen fehlt die Kraft sichzu politisch einzubringen und die Energie für Vielfalt im 
Leben. Vielen fehlt der Durchblick und Überblick über das Geschehen der Welt. Viele 
isolieren sich voneinander und begegnen sich nur
noch digital.

Wir alle haben unsere scheinbar individuellen Probleme, also sehen wir uns in Konkurrenz 
und bekämpfen uns gegenseitig.
Doch es ist der falsche Weg nach unten zu treten, auf die Schwächsten der Gesellschaft. 
Auf die die gerade erst gekommen sind, die sich zusätzlichen behördlichen Hürden 
gegenübersehen und aufgrund ihrer Nationalität oder
Hautfarbe zudemausgegrenzt werden, auch wenn uns einige glauben machen wollen, sie seien 
Schuld an unserer Situation. In Wahrheit haben all unsere Probleme einen gemeinsamen Ursprung.

Unsere Situationen haben ihren Ursprung in einem System von dem wir zugleich Teil und 
Opfer sind, das auf Ausbeutung aufbaut, das ständiges Wachstum braucht um zu funktionieren 
und dabei jede Nachhaltigkeit einbüßt.
Es geht einher mit der Zerstörung der Lebensgrundlagen, einer Militarisierung nach innen 
und außen, sowie wiederkehrender ökonomischer Krisen.

Das System heißt Kapitalismus.

Seine Folgen sind Ausbeutung,Umweltzerstörung und Krieg, wodurch Millionen Menschen 
weltweit zur Flucht getrieben werden. Denn Ressourcen sind endlich, Reichtum entsteht 
nicht neu, sondern wird umverteilt.
Damit einige Erfolg haben, müssen viele auf der Strecke bleiben und während die Grenzen 
für Börsenspekulationen, Waren, Kapital und Profite immer weiter geöffnet werden, werden 
zur Flüchtlingsabwehr immer höhere Mauern und Zäune errichtet.

Uns wird suggeriert, dass wir es alle an die Spitze schaffen können, wenn wir nur hart 
genug arbeiten.

Das ist eine Lüge.

In diesem Spiel ist nicht vorgesehen, dass es allen gut geht. Es ist ein ständiger 
Konkurrenzkampf, bei dem wir letztlich nur alle verlieren können. Die Durchlässigkeit nach 
oben ist gleich null. Der soziale Abstieg hingegen lauert stets unmittelbar. Job- und 
Wohnungsverlust können uns allen passieren.
Weder Qualifikationnoch Fleiß sind eine Garantie für ein sicheres Auskommen.

Darum leben wir in ständigerAngst vor Abstieg und Verlust.

Doch anstatt unsere Wut gegen die eigentliche Ursache zurichten, gegen das neoliberale 
Wirtschaftssystem, lassen wir uns gegeneinander aufhetzen.

Es gibt immer Menschen, denen es noch schlechter geht, die drohen von unten unseren Platz 
streitig zu machen: "Flüchtlinge nehmen uns die Arbeit weg!", - weil sie für weniger Geld 
arbeiten und einfacher loszuwerden sind.

Doch das Totschlagargument der Arbeitsplätze und die angebliche Bedrohung von außen sollen 
uns nur ablenken.

Die Alternativlosigkeit, mit welcher der Kapitalismus gerechtfertigt wird, ist eine Farce. 
Es gibt Alternativen. Es gibt genug Reichtum, damit alle ein gutes Leben haben können, 
damit niemand sich kaputt schuften und niemand arbeitslos sein muss.

Wenn wir uns nicht spalten lassen, wenn wir uns nicht zur Gier verleiten und vom 
überschwänglichen Konsum ablenken lassen, wenn wir zusammen kämpfen, wenn wir an die 
Stelle der Konkurrenz die Solidarität setzen, ist ein gutes Leben für alle möglich.

Also machen wir ihr Spiel nicht länger mit.

Kämpfen wir nicht weiter gegeneinander, sondern machen wir kaputt was uns kaputt macht. 
Lassen wir uns nicht länger einwickeln von Versprechungen und falschen Hoffnungen.
Lassen wir uns nicht länger abspeisen mit niedrigen Löhnen für mehr Arbeit. Richten wir 
unsere Wut nicht gegen die Schwächsten der Gesellschaft sondern gegen die, die sich an der 
Produktivität anderer bereichern und gegen die Logik der Verwertung und erbitterten 
Konkurrenz zwischen Nationen und
Menschen.

Überwinden wir die von außen auferlegten Grenzen und nehmen wir uns unser Recht auf ein 
besseres Leben.
Wir haben es verdient.
Lassen wir uns nicht länger von wirtschaftshörigen Politiker*innen gegeneinander 
ausspielen, sondern stehen wir zusammen - das ist wovor diese sich am meisten fürchten.
Denn wir sind viele und gemeinsam haben wir die Stärke ihre Spielregeln zu durchbrechen. 
Nehmen wir uns, was uns zusteht.

Raus zum revolutionären 1 . Mai

www.1maikarlsruhe.blogsport.de

https://fda-ifa.org/jetzt-sind-wir-am-zuggemeinsam-gegenkapitalismus-wir-lassen-uns-nicht-ausspielen-1-mai-in-karlsruhe-15-uhr-festplatz/


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