(de) af rhein-ruhr: Ihre Kriege, unsere Toten! - Gegen Terrorismus und für die Freiheit aller Menschen! in Allgemein, IFA und FdA

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Sat Sep 10 10:15:28 CEST 2016


Die Internationale der Anarchistischen Föderationen (IFA) und die Organisationen, die vom 
4. - 7. August am 10. Kongress der IFA in Frankfurt am Main (Deutschland) teilgenommen 
haben, positionieren sich eindeutig gegen Krieg. Wir sind gegen den Terrorismus, der 
mithilfe von Polizei und Armee von Staaten ausgeht. Wir sind gegen die Gewalt, die von 
nationalistischen und/oder religiösen Gruppen angewendet wird, und gegen isoliert 
ausgeführte Aktionen von rassistischen, homophoben und/oder fundamentalistischen 
Individuen. ---- Wir lehnen die mörderischen Aktivitäten dieser Regierungen, Gruppen oder 
Individuen ab. ---- Die Medien und Staaten nutzen das Wort "Terrorismus", um soziale 
Bewegungen zu verurteilen, aber wir verstehen das Wort nicht auf diese Weise. Wogegen wir 
uns stellen, ist die Anwendung von Gewalt und Terror gegen Zivilist*innen, um Angst 
innerhalb der Bevölkerung zu schüren und Autorität durchzusetzen. Dieser Terrorismus geht 
Hand in Hand mit der Verstärkung von staatlichen Sicherheitsmaßnahmen und autoritärer 
Staatspolitik.

In vielen Ländern wurde der Notstand erklärt und die Befugnisse von Polizei und Armee 
gestärkt, was hauptsächlich dazu dient, den sozialen Widerstand zu unterdrücken. Mauern 
werden errichtet, um Menschen am Weiterkommen zu hindern, Gefangenenlager werden gebaut 
und Regierungen, Kapitalist*innen und Schmuggler*innen nutzen die Gelegenheit, um sich auf 
Kosten von Flüchtenden zu bereichern.

Terrorismus durch religiöse und/oder nationalistische Gruppen und Staatsterrorismus nähren 
sich gegenseitig. Die Waffengeschäfte von regionalen und Weltmächten sind beispielsweise 
seit ihrer Beteiligung an externen Kriegen in die Höhe geschossen. Ihre 
interventionistischen Strategien helfen dabei, den Terrorismus von religiösen und/oder 
nationalistischen Gruppen aufrechtzuerhalten.

In der Zwischenzeit führt der Kapitalismus seine zerstörerische Arbeit fort und 
diejenigen, die davon betroffen sind, sind immer dieselben: Die Bevölkerung.
Wir leben in einer Zeit der globalen terroristischen Bedrohung, des allgemeinen Kriegs und 
der reaktionären Politik, in der Ethnie, Religion und Terrorismus miteinander verschmolzen 
werden. Wir kämpfen gegen die Ausbreitung von Rassismus. Wir unterstützen die Flüchtenden, 
die Bewegungsfreiheit und das Recht sich niederzulassen erstreben. Wir stehen in 
Solidarität mit denen, die aufgrund ihrer Ethnie oder ihres Glaubens zum Ziel werden.

Vor diesem Hintergrund, wir stehen auch all denjenigen auf der Welt zur Seite, die den 
Einfluss von Religion auf ihr Leben, ihre Handlungen und Gedanken abschütteln wollen.

Unser Kampf für Freiheit richtet sich gegen Staat, Kapitalismus und Religion.

IAF-IFA, 6. August 2016
Their wars, our dead! - Against terrorism and for freedom of all people!

The federations of the International of Anarchist Federations (IAF) and the organisations 
participating in the Tenth Congress of the IAF, Frankfurt (Germany), 4-7 August 2016, 
stand against war. We stand against the terrorism which is used by states, with the help 
of the police and the army. We stand against the violence applied by nationalist and/or 
religious groups or by isolated acts from racist, homophobic, and/or fundamentalist 
individuals.

We oppose the murderous activities of these governments, groups, or individuals.

The media and states may use the word terrorism to condemn social movements, but this is 
not how we understand it. What we oppose is the use of violence and terror against 
civilians to create fear in the population and impose authority. This terrorism goes hand 
in hand with the strengthening of state security and authoritarian state policies.

In many countries a state of emergency has been declared, reinforcing the powers of the 
police and army, which serves mostly to repress social opposition. Walls are built to 
prevent the movement of people, detention camps are built, and governments, capitalists 
and smugglers take the opportunity to get rich at the expense of migrants.

Terrorism by religious and/or nationalist groups and state terrorism feed each other. For 
example, the arms deals by regional and world powers have skyrocketed since their 
involvement in foreign wars. These interventionist policies help to maintain the terrorism 
of religious and/or nationalist groups.

Meanwhile, capitalism continues its devastating work and those affected are always the 
same: the people.

We live in an era of global terrorist threat, of generalised war, and reactionary politics 
in which race, religion and terrorism are conflated. We fight to keep racism from 
spreading. We support the migrants who seek the freedom to move and to settle down. We 
stand in solidarity with those targeted on the ground of their ethnicity and beliefs.

That said, we stand by all those around the world who seek to shake off the influence of 
religion in their lives, actions, and thoughts.

Our struggle for freedom is directed against state, capitalism, and religion.

IAF-IFA, 6th August 2016

http://afrheinruhr.blogsport.de/2016/09/07/ihre-kriege-unsere-toten-gegen-terrorismus-und-fuer-die-freiheit-aller-menschen/


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